Kategorie: Artikel
Artikel Das hässliche Gesicht Europas - Ein Kommentar
Artikel Das hässliche Gesicht Europas - Ein Kommentar
Ein Kommentar von Marta Werner
Frankreich befindet sich im Ausnahmezustand. Bei dem Anschlag in Nizza sind mindestens 84 Menschen ums Leben gekommen, viele schweben noch in Lebensgefahr, mehr als 200 sind verletzt worden. In solchen Momenten rückt Europa näher zusammen und besinnt sich auf das, was es repräsentiert – Freiheit, Einheit trotz Vielfalt und vor allem Frieden. Denn es ist verstörend genug, dass Menschen, geblendet von Hass, für falsche Ideale morden.
Aber Europa hat auch sein hässliches Gesicht. Rechtspopulisten nutzen die Gunst der Stunde um Stimmung zu machen – gegen Europa, gegen Vielfalt, gegen Nächstenliebe. Der polnische Innenminister Mariusz Błaszczak macht die west-europäische – man beachte die Abgrenzung in Ost und West – Einwanderungspolitik für die Anschläge verantwortlich. Grenzen dicht machen, statt Multi-Kulti. Interessant! Und das in einem Land, in dem die Einwohner selbst von einer offenen Einwanderungspolitik ihrer Nachbarn abhängig sind und welches katholische Werte wie Nächstenliebe ganz groß schreibt. Nächstenliebe sieht anders aus, Herr Błaszczak.
Aber damit ist er in bester Gesellschaft mit Petry und Trump. Deswegen bleibt nur zu sagen: Gelegenheit macht dumm, meine Damen und Herren! Und Sie sind der beste Beweis.
Veröffentlicht am: 15.07.2016 in Artikel
Zufällige Auswahl
Mein Leben als Spiel 4/4 – Gaming und Gewalt
Was in den 1970er Jahren mit dem Tischtennis-Videospiel „Pong“ in 2D begann, spielt sich heute in faszinierenden und nahezu real antmutenden 3D-Welten voller Action, Abenteuer und Fun ab. Gespielt wird allein, in Gruppen, am PC oder an der Spielkonsole. Die globale Online-Game-Community umfasst Millionen von männlichen und weiblichen Spielbegeisterten. Einige Berufs-Gamer – die sogenannten Pro-Gramer – sind sogar richtige Superstars geworden, treten auf internationalen Games-Conventions auf und messen sich in Wettkämpfen vor einem Mega-Publikum auf Leinwand.
Schärfere EU-Grenzkontrollen – pro und contra (probono Magazin)
Das EU-Parlament wird bald über neue High-Tech-Grenzkontrollen abstimmen. Mit dem sogenannten Entry-Exit-System könnten abgelehnte Asylbewerber besser aufgespürt werden. Die Sicherung der EU-Außengrenze hätte aber auch seinen Preis. Lohnt sich das neue System überhaupt?
Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft: Don’t call it neoliberal!
Was ist eigentlich die „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“? Welche Ziele verfolgt sie und was hat sie mit dem FOCUS zu tun? Das Team vom probono Magazin hat sich den Arbeitgeberverband genauer angesehen. Don’t call it neoliberal!
Mein Gott – Glaube und Religion in Deutschland 2/3
Gott, Allah, Jahwe, Buddha, Ganesha – er hat viele Namen und Gesichter. Was viele Menschen vereint ist der Glaube an Gott – in welcher Form auch immer. Doch wie glaubt Deutschland wirklich? In der Bundesrepublik soll es mehr Christen als Nicht-Christen geben. So sind knapp zwei Drittel aller Deutschen Christen – auf dem Papier. Die zweitgrößte Religionsgemeinschaft bilden mit rund fünf Prozent die Muslime. Buddhisten, Hindus, Juden und alle anderen Religionen machen in Deutschland gerade mal einen Anteil von knapp einem Prozent aus. Soweit die offiziellen Zahlen. Im Film „Mein Gott – Glaube und Religion in Deutschland“ zeigen fünf Gläubige eindrücklich und nah, wie sie ihren Glauben verstehen, ihre Religion in Deutschland leben und welche Schwierigkeiten sie dabei haben. Sie sprechen offen über die Rolle der Frau, (Homo-)Sexualität oder darüber, was sie nach dem Tod erwartet.
Das Lied, das Leonard Cohen unsterblich macht
Leonard Cohen ist tot. Der kanadische Sänger und Songwriter starb im Alter von 82 Jahren. Seine Geburtsstadt Montreal ordnete an, alle Flaggen auf Halbmast zu setzen. Sie würdigt damit ein herausragendes Künstlerleben.
Dance For Peace: „Can’t Stop The Feeling“
Unter dem Motto „If we dance through life together, we can live together“ soll dieses Video von „Wiener Portraits“ weltweit von all den Spannungen und Krisen ablenken und daran erinnern, dass wir zusammen stark sind. Egal, wie verschieden wir sind, alle Unterschiede machen uns nur stärker. Das ist die Message von „Dance For Peace“.
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Schwerpunkt: Mein Kampf / Unser Kampf
– SKYPE-TALK zur Neuauflage von „Mein Kampf“
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– FLASH: „Vater, Mutter, Hitler“ – das Making-of
– VIDEOTAGEBUCH: „Mein 1945“
Schwerpunkt: „Böhmermanns Schmähgedicht und die Folgen“
– FLASH: Alle Türken beleidigt?
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Tod im Himalaya
Monatelang hatte dbate an einem Film über die Todeszone Mount Everest gearbeitet. Anlass war ein Lawinenunglück, bei dem im Frühjahr 2014 zahlreiche Sherpas starben. Dann kamen vor kurzem über 40 Bergsteiger in einem Schneesturm im Himalaya ums Leben. Das Videotagebuch „Das Mount Everest-Problem“ ist jetzt auf traurige Weise noch aktueller.
Die Demokraten machen Ernst: Amtsenthebungsverfahren gegen Trump gestartet
Seitdem Donald Trump Präsident der USA ist, geistert ein Wort durch die US-amerikanischen aber auch internationalen Medien: Impeachment.
Artikel Bilder des Terrors - Ein Kommentar
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Ein Kommentar von Stephan Lamby
Darf man als Augenzeuge Videos von einem Terroranschlag machen? Darf man solche Videos veröffentlichen? Der Anschlag von Nizza hat – mal wieder – fundamentale Fragen aufgeworfen: über das Verhältnis von Nachricht und Bild, über die Würde von Opfern, über Sensationslust in Zeiten von Klick-Journalismus.
In der Nacht des 14. Juli 2016 haben innerhalb kürzester Zeit Menschen rund um den Globus von dem Anschlag in Nizza erfahren – nicht aus der Zeitung, oftmals nicht aus dem Fernsehen. Viele Zeitungskollegen hatten längst Redaktionsschluss und auf vielen TV-Kanälen liefen Spielfilme oder Talkshows. Die Menschen erfuhren über Soziale Medien von den Ereignissen – über Facebook, Twitter, YouTube. In den ersten Stunden waren Soziale Medien für viele Menschen tatsächlich die erste – lange Zeit die einzige – Informationsquelle. Und die Sozialen Medien wurden vor allem durch Augenzeugen-Berichte und -Videos aus Nizza gespeist.
Hintergrundinformationen gab es anfangs kaum, eine Einordnung war somit noch nicht möglich. In diesen Stunden war es völlig legitim, die Aufnahmen von Augenzeugen zu verbreiten – solange die Bilder nicht die Würde der Opfer verletzten. Die Würde des Opfers kann etwa dann verletzt werden, wenn ein Opfer als Individuum erkennbar ist.
Augenzeugen-Videos vom Terror in Nizza
Viele Augenzeugen in Nizza nahmen Videos offenkundig nicht in der Absicht auf, ein Opfer bloßzustellen. Viele taten es, um ihre Eindrücke anderen mitzuteilen – vielleicht auch, um auf diese Art ihren Schock, ihr Trauma zu verarbeiten. Der Reflex, seine Eindrücke anderen mitzuteilen, ist nur allzu menschlich – und ebenso legitim wie der Versuch, ein schreckliches Ereignis künstlerisch zu verarbeiten. Noch in der Nacht veröffentlichte jemand über Twitter ein Aquarell der Promenade von Nizza – in den französischen Nationalfarben, das Rot wie eine große Blutlache dargestellt. Auch die Herstellung dieses Bildes ist eine legitime Form der Verarbeitung. Aber eben nicht die einzig legitime.
Darf man Augenzeugen-Videos als Online-Medium verbreiten? Ja, wenn ihre Echtheit feststeht. Ja, wenn sie einen Nachrichtenwert haben. Und ja, wenn man – nach Recherche und Analyse – diese Videos einordnet. Nachrichten müssen – auch mit Bildern – schnell verbreitet werden. Recherche und Analyse brauchen dagegen Zeit.
(Bild via Le Monde)
Veröffentlicht am: 15.07.2016 in Artikel
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“Wir sind das Volk“ – 80 Rechte gegen 20 Flüchtlinge in Bautzen
Traurige Szenen aus Bautzen: Erneut ist es in der sächsischen Kleinstadt zu brutalen Auseinandersetzungen zwischen Rechten und Flüchtlingen gekommen. Dieses Video zeigt vermutlich erste Szenen aus der Horrornacht!
Böhmermann ist zurück: „Mich haben immer Leute scheiße gefunden“
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Drop and Ride: Der BMX-Club von Kabul
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„Comey und Trump: Ein schlecht gelaufenes Tinder-Date“
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Harvey Weinstein: Sprachaufnahme sollen sexuelle Belästigungen beweisen
Harvey Weinstein gehört zu den erfolgreichsten Filmproduzenten Hollywoods. Nun wird er beschuldigt mehrere Schauspielerinnen sexuell belästigt zu haben. Der New Yorker veröffentlichte jetzt Tonaufnahmen, die Weinsteins sexuelle Absichten gegenüber dem philippinischen Model Ambra Battilana Gutierrez deutlich machen sollen.
Schwerpunkt: Menschenrechtsverletzungen in Saudi-Arabien
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Floridas Gouverneur wirbt für die Jagd auf Pythons
Mit diesem kurzen Clip auf seinem Twitterprofil möchte der Gouverneur von Florida auf ein langjähriges Problem seines Heimatstaats aufmerksam machen: eine Python-Plage. Die will Carlos Lopez-Cantera nun bekämpfen, indem er die Bevölkerung zur Jagd aufruft, und geht mit gutem Beispiel voran.
Messerangriff in Barmbek: Augenzeuge will „Allahu Akbar“ gehört haben
Im Hamburger Stadtteil Barmbek hat es bei einem Messerangriff in einem Supermarkt einen Toten und zahlreiche Verletzte gegeben. Ein Mann soll mit einer Machete bewaffnet in den Supermarkt gestürmt sein. Ob es sich um einen Terrorakt handelt, ist bislang unklar. Ein Augenzeuge (im Video) will „Allahu Akbar“-Rufe gehört haben.
Scaramucci: So witzig reagiert das Netz auf die Entlassung
Nach nur zehn Tagen im Amt hat US-Präsident Donald Trump seinen Kommunikationschef Anthony Scaramucci gefeuert. Scaramucci hatte sich zuvor diverse verbale Fehltritte erlaubt. Wie witzig das Netz auf die Entlassung des Kommunikationschef reagiert, zeigen wir euch hier.
Artikel Millionen Fliegen können irren - Scheiße schmeckt scheiße
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Ein Kommentar zum Brexit von Stephan Lamby
So ist eben Demokratie – das Volk hat die Macht. Auch die Macht, sich für einen falschen Weg zu entscheiden. Sogar die Macht, einen Politiker zu wählen, der das Volk später als Diktator vergewaltigt (wie die Deutschen 1933). So haben die Briten jetzt mehrheitlich entschieden, die Europäische Union zu verlassen, das größte europäische Friedens-Projekt nach dem Zweiten Weltkrieg. Warum? Weil zu viele Briten offenkundig engstirnig sind, weil der gedankliche Horizont zu vieler an den Küsten ihrer Insel jäh abreißt. Weil sie mehrheitlich glauben, dass auf dem Kontinent Gefahr für sie lauert, dass fremde Kulturen nicht Bereicherung sondern Bedrohung bedeuten. Völlig verdenken kann man es den Älteren nicht. Schickte doch vor sieben Jahrzehnten Hitler V1 und V2-Raketen Richtung England, versuchten die Deutschen damals die Herrschaft über Europa, also auch England, an sich zu reißen. Wieso kann der ehemalige Londoner Bürgermeister Boris Johnson die EU ernsthaft immer noch mit Hitler vergleichen? Weil er genau weiß, auf welchen Knopf er bei seinen Landsleuten damit drückt.
Aber ist seit 1945 nichts passiert? Ist die Europäische Union, wie sie einst Francois Mitterrand, Helmut Kohl und Margaret Thatcher verabredeten, nicht gerade der Bund fürs Leben, der neue Kriege ausschließt?
Brexit-Briten geben europäischen Populisten Aufwind
Und jetzt? Jetzt geben die Brexit-Briten den anderen Populisten in Europa Aufwind, einen EU-Austritt von ihren eigenen verunsicherten Nationen zu betreiben. Der Brexit kann der erste Stein einer höchst labilen Dominokette sein. Die nächsten Steine wackeln bereits: Ungarn, Polen, Italien, sogar Frankreich. Und auch in Deutschland gibt es nicht nur Anhänger der EU. Ist das das Europa, dass die Brexit-Briten wollen: Eigensinnige Nationen, die in einem aggressiven Wettbewerb um wirtschaftliche und politische Dominanz miteinander konkurrieren? Ein Europa, in dem Deutschland früher oder später wieder eine unkontrollierbare Hegemonialmacht wird?
Das kann nicht Euer Ernst sein, liebe Briten. Eher früher als später werdet Ihr feststellen: Millionen Fliegen können irren – Scheiße schmeckt scheiße.
Zum Brexit zeigt dbate außerdem:
- „Ich liebe Europa, nicht die EU“ – UKIP-Chef Nigel Farage
- „Das wird ein einziges Chaos“ – Journalistin Dittert zum „Brexit“
- Geraint Anderson (Ex-Banker, Cityboy) : „Brexit wäre ein Desaster“
- „Wir brauchen die EU“ – Tony Blair über einen Brexit
- Brexit-Umfrage: Würden Ihnen die Briten fehlen?
- „Margaret Thatcher hat sich sehr über mich geärgert“ – Helmut Kohl über EU, Briten und Türken
- Brexit: Wenn die EU-Flagge einfach nicht brennen will…
Veröffentlicht am: 24.06.2016 in Artikel
Zufällige Auswahl
„Wie können Sie so etwas sagen?“ Joachim Gauck trifft Frauke Petry • Joachim Gaucks Suche nach der Einheit
Für die ZDF-Dokumentation „Joachim Gaucks Suche nach der Einheit“ setzen sich der ehemalige Bundespräsident und Ex-AfD-Chefin Frauke Petry an einen Tisch – und geraten schnell in Streit. Was, zum Beispiel, […]
Interview mit Henry Kissinger 1/3 – Vietnamkrieg
Visionär oder Kriegsverbrecher? Interview mit Henry Kissinger, ehemaliger US-Außenminister, über den Vietnamkrieg, Salvador Allende und die Watergate-Affäre. Teil 1: Vietnam und Bomben auf Kambodscha.
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Helmut Schmidt über seinen Freund Henry Kissinger
Beide verband eine tiefe Freundschaft – Helmut Schmidt und Henry Kissinger. Auf Schmidts Trauerfeier sprach der ehemalige US-Außenminister Kissinger für seinen verstorbenen Freund. Was empfand Schmidt für den Mann, der Verantwortung für den Militärputsch in Chile 1973 trug und der US-Präsident Richard Nixon half, den Vietnamkrieg in die Länge zu ziehen? dbate zeigt ein Interview (2007), in dem Schmidt über seine langjährige Freundschaft zu Kissinger spricht.
Fremdenhass nach Brexit-Votum
Eine ältere Dame wird in England zur Zielscheibe fremdenfeindlicher Übergriffe, nur weil sie aus Deutschland kommt. Unter Tränen berichtet sie, wie ihre Haustür mit Hundekot beschmiert wurde und fleht im Radio um Hilfe.
Mein Leben als Spiel 2/4 – Let´s Play!
Was in den 1970er Jahren mit dem Tischtennis-Videospiel „Pong“ in 2D begann, spielt sich heute in faszinierenden und nahezu real antmutenden 3D-Welten voller Action, Abenteuer und Fun ab. Gespielt wird allein, in Gruppen, am PC oder an der Spielkonsole. Die globale Online-Game-Community umfasst Millionen von männlichen und weiblichen Spielbegeisterten. Einige Berufs-Gamer – die sogenannten Pro-Gramer – sind sogar richtige Superstars geworden, treten auf internationalen Games-Conventions auf und messen sich in Wettkämpfen vor einem Mega-Publikum auf Leinwand.
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Ostfriese geht mit Plattdeutsch-Videos viral
„Ich bin ein waschechter Ostfriese. Nur anders verpackt“, so stellt Keno Veith sich selbst gerne vor. Im Internet verbreitet sich aktuell ein Video von Veith, in dem der ostfriesische Landarbeiter seine Trecker-Panne auf einem Maisfeld kommentiert.
Jamel rockt gegen Rechts
Am vergangenen Wochenende kam die Rock-Elite Deutschlands im Ort Jamel zusammen. Gemeinsam setzten Bands wie Kraftklub und die Beatsteaks mit ihrer Musik ein Zeichen gegen Rechtsextremismus.
Dresden: Bürger pöbeln gegen Syrien-Mahnmal
Ein Mahnmal gebaut aus ausrangierten Bussen sorgt in Dresden aktuell für Empörung und Pöbeleien. Am 6. Februar 2017 sind vor der Dresdener Frauenkirche drei ausgediente Linienbusse hochkant aufgestellt worden. Sie stellen ein Mahnmal für den Krieg in Syrien dar und sollen für Frieden werben. Doch, wie dieses Video zeigt, gefällt das vielen Dresdnern gar nicht.
Feine Sahne Fischfilet: Darf Steinmeier die umstrittene Band unterstützen?
Vor wenigen Jahren wurde die Band Feine Sahne Fischfilet vom Verfassungsschutz noch als linksradikal eingestuft. Ihr Sänger wurde für das Anzünden eines Autos bestraft und verherrlichte in seinen Texten unter anderem die Gewalt gegen Polizisten. Jetzt spielt die Band auf einem Konzert gegen Rechts, und wird von Zehntausenden bejubelt. Ist das richtig?
Alt und männlich: Das ist nicht mein Bundestag!
Der Bundestag ist so alt und männlich wie zuletzt vor 19 Jahren. Für mehr Gleichberechtigung fordert dbate-Redakteurin Anica Beuerbach eine Frauenquote.
So bewertet das Netz die Wahl in Niedersachsen
SPD vorne, CDU abgeschlagen, AfD nur knapp im Landtag. Das Wahlergebnis aus Niedersachsen hat mit den Ergebnissen der Bundestagswahl nur wenig gemeinsam. Was das für Reaktionen auf Twitter ausgelöst hat, haben wir uns mal genauer angeschaut. Von überschwänglicher Freude bis großer Ärger ist alles dabei.
Artikel Schlammschlacht in Österreich – Sternstunde der TV-Demokratie
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Ein Kommentar von Stephan Lamby
Die Kommentatoren im In- und Ausland waren sofort einer Meinung: „Desaster“, „abgründig“, „würdeloser Hahnenkampf“. Das, was da die beiden Politiker am Pfingstsonntag aufgeführt haben, war beschämend. Für sie, für ihre Parteien, für das Amt des Bundespräsidenten, für Österreich. Stimmt alles. Der Grüne Alexander Van der Bellen und der FPÖ-Kandidat Norbert Hofer wollen ja beide am 22. Mai Bundespräsident von Österreich werden. In einer Vorwahl vor einigen Wochen sind sie als Sieger hervorgegangen. Jetzt geht´s in die Stichwahl. Gut also, dass sich die Österreicher noch einmal einen Eindruck verschaffen können. So weit, so üblich.
Nicht aber, was dem österreichischen Privatsender ATV einfiel: Der Sender verzichtete auf eine Moderation, auf jegliche Regel für das Gespräch. Zwei Männer, ein Tisch, 45 Minuten – auf in den Kampf. Was die Zuschauer erlebten, hätte kein investigatives Politmagazin in dieser Schärfe ans Tageslicht zerren können, kein Leitartikler hätte beide Kandidaten schonungsloser demaskieren können. Das besorgten die beiden Kandidaten diesmal selbst: „Lüge“, „oberlehrerhaft“, „untergriffig“, „Kandidat der Schickeria“, „Schweinerei“ – Van der Bellen und Hofer demontierten sich so gnadenlos, dass die Zuschauer einen unverstellten Einblick erhielten – in die Seele der beiden Männer. Ja, es war beschämend, beide Kandidaten haben verloren, sie gehen schwer beschädigt aus diesem Duell.
Aber das Format – und somit die Vermittlung von Politik im Fernsehen – hat gewonnen. Ein/e Moderator/in hätte bei den übelsten Beleidigungen schnell eingegriffen, die Wogen geglättet, für eine sanftere Gesprächsatmosphäre gesorgt – und somit den einzigartig authentischen Eindruck verwischt. Hilfesuchend schaute sich der 72jährige Van der Bellen immer mal wieder im Studio um. Doch da war niemand, der ihn aus der Verlegenheit retten konnte, kein Moderator, kein Kameramann, kein Pressesprecher. Zwei politische Gegner, allein mit sich in einem Studio – diese radikale Form des TV-Gesprächs ist ein Gewinn für die Zuschauer, die Bürger. Jetzt wissen sie genau, wen sie zum Bundespräsidenten wählen werden. Ausreden gelten nicht mehr.
Und auf Österreich kommt ein neues Schamgefühl zu. Am Wahltag.
Veröffentlicht am: 17.05.2016 in Artikel
Zufällige Auswahl
Manchester: Bewegende Anteilnahme von James Corden
Gerade zeichnete er seine neuste Show auf, da bekommt der US-Comedian und Late-Night-Host James Corden die Nachrichten vom Anschlag in Manchester. Er setzt sich danach noch einmal vor die Kamera und nimmt ein Video auf, um sein Mitgefühl mit den Opfern und der britischen Stadt auszudrücken.
USA: Schlägerei zwischen Fans und Gegnern von Trump
Bei einer Pro-Trump-Demonstration in Huntington Beach (US-Bundesstaat Kalifornien) ist es zu Prügeleien zwischen Fans und Gegnern von Trump gekommen. Wie Videoaufnahmen zeigen, sind zahlreiche Trump-Anhänger von Gegendemonstranten – teilweise gewalttätig – attackiert worden. Diese wiederum ließen das nicht auf sich sitzen und schlugen zurück. Mehrere Personen wurden verletzt, Pfefferspray wurde eingesetzt.
Meine Weltreise 1/3 – Beruf: Abenteurer
Immer unterwegs, ständig Neues entdecken und den Rest der Welt auf dem eigenen Blog darüber informieren. Das ist das Leben eines Reisebloggers. Dabei bedeutet Reisen lange nicht mehr, nur neue Kulturen kennen zu lernen – vielmehr gleicht es einem Selbstfindungstrip. Was macht mich glücklich? Sind Geld und Erfolg überhaupt wichtig?
Clinton oder Trump: Wer hat die besseren Wahlwerbespots?
Der US-Wahlkampf läuft auf Hochtouren – insbesondere in den Medien. Clinton und Trump präsentieren sich in ihren Wahlwerbespots selbst als entscheidungsstark und mitfühlend – und ihren Gegner als verlogen und machtgeil. Selten zuvor wurde so viel Negativ-Werbung gezeigt wie im aktuellen Wahlkampf. Wessen Wahlwerbespots funktionieren besser? Werbefachmann Oskar Valdre bewertet ausgewählte Videos.
Mahsa: Die Parkour-Läuferin von Teheran
Parkour-Laufen in Teheran? Das ist heutzutage nichts Ungewöhnliches mehr. Doch in der iranischen Hauptstadt wird Parkour nicht nur bei jungen Männern, sondern auch bei jungen Frauen immer beliebter. Die 24-jährige Mahsa Rezaie ist eine von ihnen. Trotz zahlreicher gesellschaftlicher Hürden läuft, springt und klettert sie sich ihre Wege durch Teheran – über alle Hindernisse hinweg.
Warschau: Riesiger Nationalisten-Aufmarsch am Unabhängigkeitstag
Zum 99. Unabhängigkeitstag sind in Warschau mehrere zehntausend Nationalisten auf die Straße gegangen. Bei dem Aufmarsch zogen auch zahlreiche Rechtsextreme durch die polnische Hauptstadt.
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Die besten Karikaturen zum Bundestagswahlkampf 2017
Der Bundestagswahlkampf 2017 geht in die heiße Phase. Auch die Karikaturisten haben sich natürlich ihre Gedanken und Meinungen zum Wahlkampf gemacht. dbate zeigt die besten Bundestagswahl-Karikaturen der Künstler Thomas Plaßmann, Jürgen Tomicek und Heiko Sakurai.
Hashtag-Aktion nach Nazi-Aufmarsch: Ein Herz für Chemnitz
Zahlreiche Twitter-Reaktionen gab es auf die rechte Hetze in Chemnitz der vergangenen zwei Tage. Von Kritik an den Medien bis zu besorgter Anteilnahme. Darunter auch zwei Hashtags, die zum Aufstehen gegen Rechts bewegen sollen und Solidarität für die Gegendemonstranten in Chemnitz fordern.
Shutdown in den USA: Donald Trumps Mauer legt Teile der US-Regierung lahm
Es ist der längste Shutdown der US-Geschichte: Seit dem 22. Dezember 2018 ist der US-amerikanische Haushalt eingefroren, Hunderttausende Staatsangestellte bekommen seitdem kein Gehalt mehr und wurden entweder in einen unbezahlten Zwangsurlaub geschickt oder müssen ohne Bezahlung weiterarbeiten.
London: Van soll in Menschenmenge gefahren sein
Laut der Londoner Polizei kam es in der Nacht zum 4. Juni 2017 zu zwei „Vorfällen“ in der Nähe der London Bridge und dem Borough Market. Ein Fahrzeug soll in der Nähe der Brücke auf den Gehweg gerast sein und Fußgänger verletzt haben – so Medienberichte.
Rassismus bei Victoria´s Secret: „Ich bin so wütend!“
Die US-Amerikanerin Kimberly Houzah wollte in einem Victroia’s Secret Laden im US-Bundesstaat Alabama einkaufen, als sie Zeugin eines Diebstahls wird – begangen von einer Afroamerikanerin. Obwohl Houzah selbst mit dem Diebstahl nichts zu tun hat, geschieht anschließend Unglaubliches: sie soll den Laden zusammen mit einer weiteren unbeteiligten Kundin verlassen. Warum? Weil die beiden ebenfalls Afroamerikanerinnen sind. Das ganze Ereignis hat Houzah live auf Facebook gestream
Die Bundestagswahl aus Sicht des Internets
Die SPD zeigt der CDU die kalte Schulter – als einzige Koalitionsmöglichkeit bleibt jetzt nur noch eine „Jamaika-Koalition“ für Deutschland. Auf Twitter wird Martin Schulz scharf kritisiert und über eine mögliche Koalition aus Uniton, FDP und Grünen gescherzt. Für Wahlsiegerin Angela Merkel, aber auch auch für die AfD als drittstärkste Kraft, regnet es Glückwünsche aus Übersee.
Artikel ESC - gute Idee, schlechte Musik
Artikel ESC - gute Idee, schlechte Musik
Ein Kommentar von Stephan Lamby
Allein der Klang: „douze points“. Das klingt weich und verheißungsvoll. Nicht so hart und gebraucht wie „zwölf Punkte“. Diese „douze points“ also, der Kontakt mit einer fremden Sprache, einer anderen Kultur, macht die Veranstaltung zu einer Grenzüberschreitung. Und lässt aus dem politisch so neurotischen Europa für einen Abend die Luft raus. Die Harmlosigkeit des ESC ist der nette Gegenentwurf zum Griechenlandkrise-Türkeibashing-Krimkrieg-Brexit-Europa. Ein Abend lang Frieden in europäischen Wohnzimmern. Prima Sache.
Wäre da nicht die Musik, um die es ja eigentlich geht. Wer, wie ich, dem ESC seit Jahren immer wieder eine Chance gibt, in der Hoffnung auf einen ungewohnten Sound, ein überraschendes Lied, der muss feststellen: Die allermeisten Auftritte sind Schrott. Aber halt! Das darf man so nicht so sagen. Es sind ja alles junge Künstler, die Respekt verdienen. Also gut, kein Schrott. Sagen wir es vornehmer, verschwurbelter: Die musikalische Vision des Euro-Vision Song Contest ist provinziell. Mittelmaß. Bestenfalls.
Stampfende Osteuropäer, die mit viel Pyro und Trockeneis so etwas wie Stimmung vortäuschen. Blasse Mädchen, die von alternden Musikproduzenten in ein melodische Korsett gezwungen werden. Ein halbes Dutzend Sänger, die genauso klingen wollen wie der Vorjahressieger. Schema F, Jahr für Jahr. Eine Sauce, nach den stets gleichen Rezepten zusammengerührt von Plattenfirmen und TV-Managern. Eine aufwendige Inszenierung europäischer Ödnis.
Wo steht eigentlich geschrieben, dass beim ESC nicht auch Punkmusiker auftreten dürfen? Warum dürfen keine Jazzmusiker improvisieren? Wieso bekommt man keinen Hip-Hop zu hören, keinen Chanson, kein House, keine schreiende Gitarren- oder Saxophon-Soli? Weil es um diese verdammten „douze points geht, ums Gewinnen – und eben nicht um Musik. Gewinnen ist keine Kategorie in der Musik. So bleibt Jahr für Jahr als Pop getarnte Sicherheitsmusik übrig, ein paneuropäischer Brei. Nach Verzehr schnell verdaut – und vergessen.
Und: Seit wann ist eigentlich Humor verboten beim ESC? Wer hat den Wettbewerb zur Ironie-freien Zone begradigt? Guildo Horns „Guildo hat Euch lieb“ und Stephan Raabs „wadde hadde dudde da“ ragen heraus aus der Geschichte des ESC. Weil sie sich selbst nicht ernst nahmen. Ein Spiel, also Pop, nicht mehr. Solche Betriebsunfälle haben die nationalen Jurys längst aus dem Wettbewerb verdammt. Die bärtige Diva Conchita Wurst hat sich noch einmal über alle Ironieverbote hinweg gesetzt – und so die steife Mittelmäßigkeit aller anderen Sänger aufgezeigt. „Eurovision“ – ein großer, ein toller Anspruch. Aber welche Vision Europas vermittelt der ESC? Ein swingendes, cooles Europa sicher nicht. Daher: Hoffentlich erhält Jamie-Lee keine „douze points“. Von niemandem, nicht einmal von unseren Nachbarn Schweiz und Österreich. Stefan Raab – komm´ zurück! Rette Europa!
Veröffentlicht am: 10.05.2016 in Artikel
Zufällige Auswahl
Dallas nimmt Abschied von getöteten Polizisten: Obamas Trauerrede
Schwarz gegen Weiß – Lässt sich der Rassenkonflikt in den USA noch überwinden?, fragt US-Präsident Obama. dbate zeigt seine komplette Rede im Rahmen einer Trauerfeier in Dallas.
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Gosling-Gate: Joko & Klaas erreichen Amerika
Der Streich von Joko & Klaas, bei dem ein Ryan Gosling-Doppelgänger die Goldenen Kamera entgegennahm und anschließend stibitzte, hat es bis in die USA geschafft. Der amerikanische Late Night-Host Conan O’Brien zweifelte deshalb in seiner jüngsten Sendung, ob er jemals den wahren Ryan Gosling interviewt habe. Und zeigte einige alte (überarbeitete) Ausschnitte.
Datenkrake GEZ: Beitragsservice mit Daten bezahlen (probono Magazin)
GEZ war einmal – inzwischen muss jeder Haushalt den Beitragsservice des öffentlichen Rundfunks bezahlen. Grund dafür sind die zahlreichen fernsehfähigen Geräte, die heute fast jeder besitzt. Doch mit dem Eintreiben des Geldes für ARD und ZDF wurden auch personenbezogene Daten gesammelt. Und das blüht uns jetzt erneut, zeigt das probono Magazin.
Terror und Rechtsruck in Europa: Wovor habt Ihr Angst?
Angst verbreiten, ist eine gute Strategie, um Wählerstimmen zu gewinnen. Rechtspopulisten in ganz Europa nutzen die Angst vor Terror und Überfremdung gerade für ihre Zwecke aus. Und es funktioniert in Teilen sehr gut. Wir haben uns in Hamburg umgehört und Menschen auf der Straße gefragt: Terror und Rechtsruck in Europa – Wovor habt Ihr Angst?Wovor habt Ihr Angst? Von Terrorangst bis zur Angst vor rechten Parteien – die Antworten gibt´s im Video.
Mexiko: Zahlreiche Tote nach Hurrikan „Earl“
Im Osten Mexikos hat der Tropensturm „Earl“ Verwüstung und heftige Regenfälle mit sich gebracht. Bei Erdrutschen und Schlammlawinen kamen mindestens 39 Menschen ums Leben. Rettungskräfte suchen weiter nach Vermissten. Dieses Augenzeugen-Video zeigt das Ausmaß der Zerstörung.
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„So habe ich das Interview mit Jan Böhmermann gefaket“
„So habe ich das Interview mit Jan Böhmermann gefaket“ – Exklusiv-Interview mit BILD-Herausgeber Kai Diekmann über falsche Interviews und die angebliche Geliebte von Helmut Kohl Ein strahlender Frühlingstag in Potsdam. Kai Diekmann […]
„Wir schaffen auch das noch!“ – Ein Kommentar
Mit den Attentaten von Würzburg und Ansbach ist der islamistische Terror in Deutschland angekommen. Darüber muss man besorgt sein. Jetzt die deutsche Flüchtlingspolitik zu hinterfragen, ist falsch. Denn: „Wir schaffen auch das noch!“
Zum Weltnudeltag: Dieser türkische Künstler malt Mini-Gemälde auf Pasta
Mit einem hauchdünnen Pinsel bringt der türkische Künstler Hasan Kale Miniatur-Bilder auf allerlei Gestände. Neben Muscheln, Körnern und auch nur mal auf Papier, nimmt er sich in diesem Video eine Nudel vor. Und zaubert auf beeindruckende Weise einen türkischen Palast am Meer vor einem goldenen Himmel.
Burkini-Verbot: Polizei greift in Nizza offenbar hart durch
Es klingt absurd, ist aber Realität. Im französischen Nizza haben Polizisten mit dem Burkini-Verbot ernst gemacht und eine Frau am Strand aufgefordert, sich zu entkleiden. Fotos, die sich via Twitter verbreitet haben, zeigen wie insgesamt vier Polizisten um die Frau herumstehen und sie offenbar zum Entfernen ihres Oberteils. Ob es sich dabei überhaupt um einen Burkini handelt, lässt sich schwer sagen.
So schön war die Mondfinsternis
Bis in die Abendstunden hinein war sie in Europa zu sehen: Die partielle Mondfinsternis. Dieses Video hat das seltene Himmelsereignis ganz besonders beeindruckend festgehalten.
Artikel AfD, Trump – und wir | Etablierte Medien verlieren Deutungshoheit
Artikel AfD, Trump – und wir | Etablierte Medien verlieren Deutungshoheit
Etablierte Medien verlieren ihre Deutungshoheit
von Stephan Lamby
Es hat ja nun wirklich nicht an kritischen Berichten zur AfD gefehlt. SPIEGEL, STERN, ZEIT, SZ, FAZ, ARD, ZDF, die großen Online-Medien – sie alle haben sich redlich Mühe gegeben, vor den neuen Rechten zu warnen. Das Ergebnis: 1.349.620 Deutsche haben im März die AfD gewählt.
Im Jahr davor: Monatelang trommelten die großen Hamburger Tageszeitungen für die Olympia-Bewerbung ihrer Stadt. Abendblatt, BILD, Mopo forderten ihre Leser wenig dezent auf: Stimmt für Olympia! Auch NDR, SPIEGEL, ZEIT gehörten zu den Olympia-Sympathisanten. Das Ergebnis: Die Hamburger stimmten gegen Olympia.
Ein anderes Land: Man kann den amerikanischen Journalisten nicht vorwerfen, sie hätten unkritisch über Donald Trump berichtet. New York Times, Washington Post, USA Today, CNN – nahezu alle großen Medien (bis auf FOXnews) demaskieren Donald Trump als Clown, als peinlich-gefährlichen Demagogen. Donald Trump selbst hat aktuell ca. 7,9 Millionen Twitter-Follower. Das Ergebnis: Er marschiert durch die Vorwahlen der Republikaner und hat Chancen, nächster Präsident der USA zu werden.
Was ist los mit den etablierten Medien? Oder besser: Was ist los mit ihren Lesern, Zuschauern, Hörern; was ist los mit uns?
Neulich hatte ich Gelegenheit, mit ein paar anderen Journalisten, das Hauptquartier von Google im Silicon Valley zu besuchen. Da wurde uns ein Google-Mitarbeiter präsentiert, der so gar nicht ins Klischee des hippen, jungen Hoodie-Programmierers passte. Richard Gingras ist über 60, grauhaarig und seit einer Ewigkeit dabei. Erst bei Apple, dann bei Google. Dieser Nestor der Hitec-Revolution sorgt sich nun um das Erbe seiner Revolution. Anfangs wäre der Traum von der Demokratisierung von Technik und Medien in Erfüllung gegangen. Jeder Bürger hätte inzwischen einen Computer in der Hosentasche, jeder könne seine Meinung in sozialen Netzwerken veröffentlichen. Super! Aber irgendwann, so Gingras, kippte das Ganze. Zeitungen werden in den USA kaum noch gelesen, den TV-Nachrichten immer weniger geglaubt. Stattdessen bewegen sich viele Amerikaner in den Glocken ihrer digitalen Communities. Hier werden Stimmungen, Gerüchte, Fehlinformationen nicht von professionellen Journalisten hinterfragt, sondern x-fach von der Community selbst verstärkt. Das Ergebnis: Eine Verschwörungstheorie wie „Barack Obama ließ seine Geburtsurkunde fälschen“ kursiert in sozialen Medien seit Jahren als Fakt. Desinformation, getrieben von offenem Rassismus. Als Richard Gingras, der greise Google-Mitarbeiter, auf diese Entwicklung hinwies, hatte er einen erschreckend ratlosen Gesichtsausdruck.
Und nun?
Lasst uns das Potential, das in sozialen Medien steckt, verteidigen – den chaotischen Marktplatz der Meinungen. Wer sich um den Verlust seiner Deutungshoheit sorgt, muss sich eben auch auf diesen Marktplatz begeben. Die Wahlergebnisse der AfD und der Durchmarsch von Donald Trump durch die US-Vorwahlen machen deutlich: Jeder ist auf dem Marktplatz willkommen, der eine fundierte Meinung hat. Jeder ist willkommen, der bereit ist, sein eigenes Vorurteil zu korrigieren. Und besonders willkommen sind die, die den Willen – und die Mittel – zur Recherche haben.
Schreihälse gibt es genug.
Veröffentlicht am: 04.05.2016 in Artikel
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Artikel Alles neu bei dbate.de
Artikel Alles neu bei dbate.de
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Auch das Netz unserer Kooperationspartner ist stark gewachsen. Zu den Partnern der ersten Monate – NDR, WDR, ZDFinfo und SPIEGEL Online – sind dctp.tv, huffingtonpost.de, stern.de, t-online und welt.de dazu gekommen. Weitere Partner werden in den nächsten Wochen folgen.
Weiterhin sind Videotagebücher, Skype-Interviews sowie Kolumnen und Debattenbeiträge von Usern die Markenzeichen von dbate.de. Es bleibt also bei unserem Motto: Wir lieben es rau.
Veröffentlicht am: 19.04.2016 in Artikel
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Worldwide Berlin, das Crossmedia-Projekt
Das ungewöhnliche Crossmedia-Projekt verbindet die deutsche Hauptstadt mit den Berlins der Welt. Auf dbate.de gibt es jede Woche ein neues Berlin zu erkunden. Den Start machen Südafrika und sein Berlin.
Artikel „So habe ich das Interview mit Jan Böhmermann gefaket“
Artikel „So habe ich das Interview mit Jan Böhmermann gefaket“
„So habe ich das Interview mit Jan Böhmermann gefaket“ – Exklusiv-Interview mit BILD-Herausgeber Kai Diekmann über falsche Interviews und die angebliche Geliebte von Helmut Kohl
Ein strahlender Frühlingstag in Potsdam. Kai Diekmann empfängt uns in seinem Privatanwesen am Jungfernsee. Im weitläufigen Garten hinter der Villa blühen die Tulpen, Vögel zwitschern, der Rasen sprießt. Diekmann sitzt ganz entspannt in einem Gartenstuhl genießt die warmen Sonnenstrahlen. An seiner Seite: Ehefrau Katja, liebevoll lässt sie ihren Kai nie aus den Augen. Sie wird wissen, warum: Noch nie hat Kai Diekmann Journalisten, die nicht bei BILD angestellt sind, so nah an sich heran gelassen. Aber es gibt ja auch viel zu besprechen in diesen unruhigen Tagen.
dbate: Warum haben Sie das Interview mit Jan Böhmermann erfunden? Ging es Ihnen nur um Aufmerksamkeit?
Kai Diekmann (empört): Moment mal, um eines von Anfang an klarzustellen: Wir haben das Interview nicht auf BILD veröffentlicht. Ich habe es ja nur auf meine private Facebook-Seite gestellt.
dbate: Stimmt, aber für die Öffentlichkeit sind Sie der starke Mann von BILD – und eben kein Privatmann.
Kai Diekmann: Auch ich habe ein Recht auf Privatleben. Und auf eine private Meinungsäußerung.
dbate: Das wollen wir Ihnen ja auch gar nicht nehmen. Aber Sie bei BILD freuen sich doch immer, wenn Leserreporter Prominente mit ihren Handykameras „abschießen“. Und jetzt reklamieren Sie ein Recht auf Privatleben…
Kai Diekmann: Nun macht Euch mal locker. Das war ja nur ein Scherz.
Ehefrau Katja erhebt sich, sie gießt etwas Kaffee nach, tätschelt ihrem Kai sanft die Wange.
dbate: Wir wissen bei Ihnen eben nie, ob Sie ernsthaft antworten oder ob die Antwort nur Satire ist. Schließlich haben ja auch viele ernsthafte Zeitungen wie die Süddeutsche ihr falsches Exklusiv-Interview mit Böhmermann thematisiert.
Kai Diekmann: Damit kann ich gut leben. Wir bringen bei BILD so viele verrückte Geschichten. Da finden wir es ganz gut, wenn man nie ganz sicher ist, ob etwas nun ernst gemeint ist – oder eben nicht.
dbate: Das haben Sie ja mit Jan Böhmermann gemeinsam.
Kai Diekmann: Stimmt. Aber ich möchte noch eins klarstellen: Wir haben viel mehr Prozesse am Hals als Böhmermann.
dbate: Standen Sie denn auch schon mal unter Polizeischutz?
Jetzt schaltet sich Ehefrau Katja ein. Sie erinnert ihren Kai daran, dass er den Kindern versprochen habe, ihnen bei den Schulaufgaben zu helfen.
dbate: Eine Frage hätten wir aber noch: Die BUNTE hat vor ein paar Tagen gemeldet, dass Helmut Kohl in den neunziger Jahren eine Geliebte hatte. Warum haben wir diese Geschichte nicht sofort in der BILD gelesen?
Kai Diekmann: Ich weiß genau, worauf Sie hinauswollen: Nur weil Helmut Kohl Trauzeuge bei unserer Hochzeit war (Ehefrau Katja blickt verzückt) und ich Trauzeuge bei seiner zweiten Hochzeit war, heißt das noch lange nicht, dass wir jedes Gerücht über ihn wiedergeben. Das entspricht einfach nicht dem Stil von BILD. Und zu Helmut Kohl: Er bleibt ein großer, starker Europäer – auch wenn er früher einmal schwach geworden sein sollte. Und ich bin ganz sicher: Die BUNTE hat die Geliebte von Helmut Kohl nur erfunden. Die wollte sich in den Böhmermann-Festspielwochen auch mal wieder ins Gespräch bringen.
Redaktionelle Anmerkung: Das Exklusiv-Interview mit Kai Diekmann zu seinem Exklusiv-Interview mit Jan Böhmermann und seinem exklusiven Trauzeugen-Verhältnis zu Helmut Kohl sollte eigentlich am 1. April veröffentlicht werden. Wegen der intensiven Abstimmung mit den Juristen des Springer-Konzerns über die Frage „Was darf Satire?“ hat sich die Veröffentlichung jedoch verzögert.
Veröffentlicht am: 15.04.2016 in Artikel
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Auf den hagelnden Shitstorm folgte der Rückzug der Nominierung. Xavier Naidoo tritt nicht mehr für den Eurovision Song Contest an und stellt Deutschland somit wieder vor die alles entscheidende Frage: Wer vertritt uns beim Eurovision Song Contest 2016 – und bekommt mehr als 0 Punkte?
Goebbels Erben – Rechte Gruppen im Netz (probono Magazin)
Rechte Gruppen machen die sozialen Medien unsicher: Reconquista Germanica heißt eine Plattform, die den virtuellen Krieg ausgerufen hat.
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Mein Nordirland – Brexit an der Grenze
Bei den EU-Austrittverhandlungen des Vereinigten Königreichs ist Nordirland Schauplatz großer Anspannungen: Mit dem Brexit ist die Befürchtung groß, dass es wieder eine harte Grenze zwischen Nordirland und der Republik Irland geben könnte.
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Satiriker Jan Böhmermann war zu Gast in der Late-Night-Show von Seth Meyers. Und brachte das US-amerikanische Publikum mit seinen sarkastischen Witzen über Trump zum Lachen. Ganz entgegen dem vorherrschenden Klischee, dass Deutsche nicht lustig wären.
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AfD bis Trump – so instrumentalisieren Populisten den Anschlag in Berlin
Der Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheid-Platz in Berlin hat die Bundesrepublik schwer erschüttert. Während die Angehörigen um die Opfer trauern, reagiert die europäische Rechte mit Angst schürenden Kommentaren im Netz. Von der AfD bis zu Geert Wilders – die Post und Tweets gegen „Gutmenschen“, Merkel und Flüchtlinge häufen sich einmal mehr. Mit abendländischen Werten hat das nichts mehr zu tun. Hier die Twitter-Reaktionen der Populisten:
Helmut Kohl – im Halbdunkel
Im Jahr 2003 stellte sich Helmut Kohl einem ungewöhnlichen Gespräch. Es dauerte vier Tage. Und wurde Kohls letztes großes TV-Interview.
Hashtag-Aktion nach Nazi-Aufmarsch: Ein Herz für Chemnitz
Zahlreiche Twitter-Reaktionen gab es auf die rechte Hetze in Chemnitz der vergangenen zwei Tage. Von Kritik an den Medien bis zu besorgter Anteilnahme. Darunter auch zwei Hashtags, die zum Aufstehen gegen Rechts bewegen sollen und Solidarität für die Gegendemonstranten in Chemnitz fordern.
Schwerpunkt: Jahrestag des Tsunamis
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– Skype-Talk: Japanologin Susanne Klien
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Symbol der Schande: Statement von Klaus Voormann zu ECHO-Rückgabe
Der Skandal um den ECHO 2018 geht weiter. Schon zuvor war die Preisvergabe an die Rapper Kollegah und Farid Bang aufgrund ihrer antisemitischen Texte heftig kritisiert worden. Aus Protest gab jetzt der deutsche Bassist Klaus Voormann, auch bekannt als der Fünfte Beatle, den ECHO für sein Lebenswerk zurück. Hier könnt ihr sein ganzes Statement lesen.
Vorfall in London: Augenzeugen sprechen von Explosion in U-Bahn
In der Londoner U-Bahn soll es am Morgen des 15. Septembers zu einem „Zwischenfall“ gekommen sein, so nennt es die Londoner Polizei. Augenzeugen zufolge soll es eine Explosion gegeben haben in einer U-Bahn an der Station Parsons Green. Medien sprechen von etwa 20 Verletzten. Hintergründe zu den Motiven oder dem Täter sind noch unbekannt.
Schwerpunkt: "Böhmermanns Schmähgedicht und die Folgen" Schwerpunkt: "Böhmermanns Schmähgedicht und die Folgen"
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– INTERVIEW: „Böhmermann wurde missverstanden!“ – Türkei-Korrespondentin Kristina Karasu
– INTERVIEW: „Türken in den Dreck gezogen!“ – Erdogan-Unterstützer Bülent Bilgi
– FLASH: Böhmermann-Gedicht – Version für Erdoğan und Merkel
– INTERVIEW: „Strafbar, aber politische Glanzleistung“ – Medienanwalt zum Erdogan-Schmähgedicht
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– FLASH: So reagiert das Netz auf Böhmermanns Schmähgedicht
– FLASH: Kabarett-Manager Axel Hegmann zum Böhmermann-Gedicht
– FLASH: Provokant: Türkischer Reporter beim ZDF in Mainz
– FLASH: Hallervorden: „Erdogan, zeig mich an!“
– INTERVIEW: Christian Ehring (extra 3): „Erdoğan ist schlauer als wir denken“
Veröffentlicht am: 08.04.2016 in Schwerpunkt: "Böhmermanns Schmähgedicht und die Folgen"
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