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Artikel Shitstorm nach BILD-Interview: Heiko Maas und Rock gegen Links
Artikel Shitstorm nach BILD-Interview: Heiko Maas und Rock gegen Links
In einem Live-Interview mit BILD Politik zum Thema G20-Gipfel spricht sich Justizminister Heiko Maas für mehr öffentliche Zeichen gegen Linksextremismus aus. Was darauf folgt, ist ein Shitstorm unter dem Hashtag #RockgegenLinks.
In der wöchentlichen Talkshow „Die richtigen Fragen“ ließ BILD Politik einige Experten zu dem G20-Chaos in Hamburg zu Worte kommen. So auch den Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD). Dieser äußert sich abfällig gegen Gewalt und Extremismus jeder Art. Außerdem fordert er, dass mehr „gesellschaftliche Zeichen“ dagegen gesetzt werden.
Daraufhin hakt BILD-Moderatorin Anna von Bayern nach: „Also Sie wünschen sich ein Rock gegen Links?“. Maas‘ Antwort darauf, noch im Redefluss: „Ja, ein Rock gegen Links oder was auch immer. Das werden diejenigen entscheiden müssen, die das dann auf die Beine stellen.“
Shitstorm um #RockgegenLinks
Obwohl es noch nicht einmal der Vorschlag des Ministers war, zieht seine Aussage im Internet jetzt weite Kreise nach sich. Die besten Reaktionen haben wir hier:
Huhu @HeikoMaas,wir haben bspw. am Samstag in Thüringen ein #RockGegenLinks. Laut Prognose 3500-5000 Teilnehmer. Wir nennen sie hier #Nazis.
— (((KatharinaKönig))) (@KatharinaKoenig) 10. Juli 2017
Dieser User merkt an, dass sich der Aufschrei um Rechtsextremismus eindeutig abgeschwächt habe.
Wenn in Deutschlands Autos brennen ist die Erregung größer, als wenn Asylheime brennen. #RockgegenLinks
— alf frommer (@siegstyle) 10. Juli 2017
Keine guten Schlagzeilen für die SPD, so kurz vor der Bundestagswahl…
Heute bei der SPD#RockGegenLinks pic.twitter.com/1c9o7Fijzi
— Hör auf! (@daskritzelt) 10. Juli 2017
Doch der Name Rock gegen Links ist tatsächlich schon vergeben: An einen Song der Rechtsrock-Gruppe Freikorps.
.@HeikoMaas wünscht sich nach #nog20 ein #RockgegenLinks? Gibt’s längst und liebe #SPD, viel Spaß mit Freikorps und anderen Nazis! pic.twitter.com/45ydJp3Q4m
— Blockupy (@Blockupy) 10. Juli 2017
Viele Twitter-User sind sich einig, dass Rock gegen Links eine rechte Veranstaltung wäre. Ein Facebook-User hat bereits ein entsprechendes (satirisches) Event erstellt. Stattfinden soll das Festival in Dresden, mit berüchtigten Bands wie Freiwild, den Böhsen Onkelz und auch Xavier Naidoo, der mit seinen reichsbürgerischen Tendenzen schon mehrmals auf sich aufmerksam gemacht hat.
Und hier noch ein paar Band-Vorschläge von Philipp Walulis:
The Reichs Pistols
Hans Söldner
Sting & The Staatspolice
Sportfreunde Himmler
Kraft-durch-Freude-Klub
Söhne Mannheims#rockgegenlinks— Philipp Walulis (@Walulis) 10. Juli 2017
Inzwischen äußerte sich auch Heiko Maas auf seinem Facebook-Account zu dem Interview. Dabei geht er zwar nicht explizit auf ein Rock gegen Links-Festival ein, nutzt die Gelegenheit aber, um seinen Standpunkt nochmal klar zu machen:
50.000 friedliche Demonstranten beim G20-Gipfel in Hamburg waren doch ein eindeutiges Zeichen gegen Extremismus.
Veröffentlicht am: 11.07.2017 in Artikel
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Als die friedliche Demonstration am Samstagnachmittag zu Ende ging, sah man Polizisten, wie sie mit Demonstranten auf der Straße „Tic Tac Toe“ spielten. Bezeichnenderweise endete das Spiel unentschieden…
Ein paar Minuten später wurden die Polizisten von der Menschenmenge auf dem Millerntorplatz bejubelt, als sie ihre Helme abnahmen und Demonstranten die Hände reichten.
Das sind kleine, aber friedliche Momente, die neben den ganzen Bildern von Gewalt und Zerstörung ebenfalls zum G20-Gipfel gehören und uns im Gedächtnis bleiben sollten.
Veröffentlicht am: 10.07.2017 in Artikel
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Präsident Donald Trumps letzter Faux-pax: Er verprügelt CNN in einem seiner Twitter-Videos. Die Reaktionen auf Twitter lassen nicht lange auf sich warten: Von Merkel bis FBI gibt es so einige die mal austeilen wollen.
Am Sonntag postete US-Präsident Donald Trump auf Twitter ein bearbeitetes Video von seinem Auftritt bei einem Ringkampf vor zehn Jahren. Anstelle des Gesichts der Person, die von Trump im Video verprügelt wird, hält hier das Logo des US-Fernsehsenders CNN her. Auf Twitter gab es darauf einige besser Vorschläge, wer von wem auf die Fresse kriegen sollte.
Hier sind die lustigsten Tweets:
Gegen einen echten Wrestler hätte „Midget Trump“ wohl keine Chance:
LLLLLLLLLLLET’S GET READY TO RUUUUUMMMMBBBBLLLLLLE!#Trump @CNN #Wrestling pic.twitter.com/4Og6RmQgJ0
— HappyToast ★ (@IamHappyToast) 2. Juli 2017
Auch das FBI verteilt einige Schellen an den Präsidenten:
Ok Twitter- let’s see if this wrestling meme can get MORE RETWEETS that the president’s wrestling meme. pic.twitter.com/bTWJhttCAo
— Jesse McLaren (@McJesse) 2. Juli 2017
Neben CNN hat es Trump auch noch auf die Freiheit abgesehen:
#TrumpRussia #FakeNews #TraitorTrump #TrumpHatesFreeSpeech #Trump #DonnySlimeball #FraudNewsCNN #FNN #TrumpGate #TrumpcaresUnAmerican pic.twitter.com/1BFeM2NNwy
— PunPics (@punpics_app) 3. Juli 2017
Nur einer kann uns noch helfen – Dwyane The Rock Johnson:
@TheRock Could you arrange for this? #DonaldTrump #CNN #CNNTrump pic.twitter.com/gVVU91vZG3
— Kadge (@kadge_com) 3. Juli 2017
Aber warum auf Amerika beschränken? Die Satirezeitschrift Titanic hat eine gute Ahnung, wer in Deutschland wem eine runterhaut:
Aus dem Twitterfeed von @RegSprecher (inzwischen gelöscht)#FraudPartySPD #Merkeltwitterhttps://t.co/MNWLQl2ta3 pic.twitter.com/O67OVDx6vY
— TITANIC (@titanic) 3. Juli 2017
Die lustigste Reaktion kam aus Australien. Der Comedian Mark Humphries hat folgende Hintergrund-Geschichte über den Mann mit dem CNN-Logo als Kopf veröffentlicht:
CNN responds to Trump’s tweet pic.twitter.com/tYCTyFRLYd
— Mark Humphries (@markhumphries) 3. Juli 2017
Doch nicht nur beim Wrestling muss CNN leiden. Auch auf dem Eis gibt es eine heftige Attacke gegen den News-Sender:
Another great @POTUS @realDonaldTrump gif @CNN crybabies like @brianstelter can air.
It’s only getting started!
pic.twitter.com/MaSkX7FzNI— A.D. WHITMAN (@AD_WHITMAN) 4. Juli 2017
Veröffentlicht am: 04.07.2017 in Artikel
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#FraudNewsCNN #FNN pic.twitter.com/WYUnHjjUjg
— Donald J. Trump (@realDonaldTrump) 2. Juli 2017
Das Video sorgt im Netz natürlich für ordentlich Furore. Zu dem umstrittenen Video twitterte Trump „#FraudNewsCNN #FNN“. Der US-Präsident hat schon seit Längerem ein Zwist mit dem Nachrichtensender CNN. Immer wieder bezeichnet er den TV-Sender öffentlich als „Fake News“. Statt „Fake News“ schrieb Trump dieses Mal allerdings „FraudNewsCNN“ (Fraud = Betrug) und legte damit sogar noch eine Schippe oben drauf.
So reagiert CNN auf das geschmacklose Prügel-Video:
CNN statement responding to the president: „We will keep doing our jobs. He should start doing his.“ pic.twitter.com/Gn1YRA2DRG
— Brian Stelter (@brianstelter) 2. Juli 2017
Veröffentlicht am: 03.07.2017 in Artikel
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Mit 393 ‚Ja‘-Stimmen wurde am 30. Juni 2017 die Ehe für alle erlaubt. Das ermöglicht homosexuellen Paaren ebenfalls die Ehe zu vollziehen. Ein großer Schritt Richtung Gleichberechtigung.
Selten wurde so schnell über ein Gesetz im Bundestag abgestimmt wie über die „Ehe für alle“. Erst am Anfang der Woche gab Bundeskanzlerin Angela Merkel das Gesetz zur Abstimmung frei, ohne Fraktionszwang. Die SPD hatte das Thema dann umgehend für die Sitzungswoche angemeldet. Am 30. Juni 2017 fiel dann die historische Entscheidung: JA zur Ehe für alle.
So reagierten Twitter-User auf das JA zur Homo-Ehe:
Große Erleichterung auf der Besuchertribüne im Bundestag:
Jubel auf der Besuchertribüne! #Ehefüralle pic.twitter.com/pju4lQpVWA
— Michael Schubert (@fcmfan1992) 30 June 2017
Diese Userin lässt ihren Gefühlen freien Lauf:
Wenn man sich erstmal eine Weile auf der Toilette verkriechen muss, um vor Freude zu weinen. Ich bin gerade so glücklich. #Ehefueralle
— Svenja. 🌈 (@SvenjuSchneufel) 30 June 2017
Willkommen im 21. Jahrhundert, Deutschland!
Yes: 393
No: 226
Abstention: 4we have finally marriage equality in germany. i’m glad we joined the 21st century. #Ehefueralle
— antisocial kenway 🌈 (@inspirxd_) 30 June 2017
Eine Prise “Ehe für alle”:
GAY MARRIAGE IS OFFICIALLY LEGAL IN MY COUNTRY #Ehefueralleeralle pic.twitter.com/E5hzRg2rti
— gina 👁 (@rihftperry) 30 June 2017
Diese Userin freut sich über die Solidarität des SPD-Politikers Karl-Heinz Brunner:
High five for the rainbow tie, Karl-Heinz Brunner! #Ehefueralle pic.twitter.com/07l4O5Wf7c
— WaywardDream ❄💗💜💙 (@MashiaraDream) 30 June 2017
Einige sind schon in den Startlöchern für die Ehe:
So. Bin ready. #EheFuerAlle
— marten (@mrtnloo) 30 June 2017
Dieser User lässt das Brandenburger Tor in Regenbogenfarben erstrahlen:
Well done Germany! Marriage for all 🏳️🌈🇩🇪 #EheFuerAlle #meinjahabtihr #deutschlanddukannstdas #lovewins #lgbtq #LoveIsLove pic.twitter.com/1HFcKPp32p
— urbangay (@urbangay) 30 June 2017
Süß! Auch die Maus und der Elefant feiern die Entscheidung:
Mehr Liebe! 💖 #Ehefueralle pic.twitter.com/K9ezof1DY5
— Sendung mit der Maus (@DieMaus) 30. Juni 2017
Aber nicht alle scheinen sich über die Abstimmung zu freuen. Immerhin gab es 236 Stimmen für ‚Nein‘ und 4 Enthaltungen. Dreimal dürft ihr raten, was Frau von Storch gewählt hat:
Die Fahrkarte zum Bundestag: 2,70€
Der Cappuccino im Besucher-Café: 3,50€
Das Gesicht von Beatrix zur #Ehefüralle Abstimmung: unbezahlbar pic.twitter.com/hjLLJSw7wg
— thore (@ricokauert) 30. Juni 2017
Und auch Bundeskanzlerin Angela Merkel stimmt für ‚Nein‘:
You had one job!#aufdieliebe #Ehefueralle pic.twitter.com/uqxsHOcJr2
— bento (@bento_de) 30. Juni 2017
Veröffentlicht am: 30.06.2017 in Artikel
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„Keine staatliche Zensur von Fake News“ – Markus Beckedahl (netzpolitik.org)
Wahljahr 2017: die Sorge vor einer Beeinflussung durch Fake News bei der anstehenden Bundestagswahl ist groß. Doch die Forderung nach einer staatlichen Kontrolle von Fake News durch eine sogenannte „Abwehrzentrale gegen Desinformation“ lässt orwellsche Zustände befürchten. Ein Gespräch mit Netzaktivist Markus Beckedahl (netzpolitik.org) über den Umgang mit Fake News.
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Donald Trump inspiriert viele Menschen zu ungewöhnlichen Aktionen. Für Aufmerksamkeit im Netz sorgte eine etwas andere Maßnahme die das Model Iskra Lawrence in einer New Yorker U-Bahn nahm. Sie reagierte, indem sie sich bis auf die Unterwäsche auszog und ein klares Statement gegen Objektifizierung weiblicher Körper setzte.
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Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) haben einen neuen Werbespot veröffentlicht. Mit Ohrwurm-Garantie und Augenzwinkern illustriert das neue Video amüsant die zahlreichen Vorzüge der BVG.
Fragwürdige Bundeswehr-PR: Krieg im Hollywood-Style? (probono Magazin)
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Im Juli wurde Linkin Park-Sänger Chester Bennington tot in seinem Haus aufgefunden. Seine Witwe Talinda Bennington veröffentlichte jetzt ein Video auf Twitter, das den Sänger 36 Stunden vor seinem Suizid zeigt.
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Zouhir al-Shimale ist einer der letzten Zivilisten, die noch im schwer umkämpften Aleppo ausharren. Nachdem die syrische Armee in der Nacht von Montag auf Dienstag den Ostteil Aleppos, der bisher von den Rebellen gehalten wurde, mit erneuten Luftschlägen angegriffen hat, fliehen die meisten Menschen aus der Stadt. Zouhir al-Shimale ist geblieben und berichtet von der katastrophalen Lage – im Hintergrund dabei deutlich zu hören: Kampfflugzeuge und laute Explosionen.
Streik der Lufthansa-Piloten: Gerechtfertigt oder dreist?
Die Piloten der Lufthansa setzen ihren Streik weiter fort. Auch am Dienstag (29. November) und Mittwoch (30. November) wollen die Piloten der Fluglinie Kurz- und Langstrecken bestreiken. Die Fronten im Machtkampf zwischen der Pilotengewerkschaft Cockpit und der Lufthansa scheinen unverändert – und ein Ende der Streiks ist nicht in Sicht. Sind die Piloten-Streiks gerechtfertigt oder einfach nur dreist?
So macht sich Senator Schumer über Trump lustig
Bei der ersten Kabinettssitzung im Weißen Haus hat Donald Trump die Mitglieder aufgefordert, sich zu reihum vorzustellen. Daraufhin folgten ganze Lobhuldigungen auf den US-Präsidenten. Der Senator von New York hat das gleich mal nachgestellt – kann aber auch nur drüber lachen.
Nationalratswahl Österreich: Demo gegen Schwarz-Blau
Am Abend der österreichischen Nationalratswahl zogen rund 400 Demonstranten durch die Wiener Innenstadt und protestierten gegen die rechtspopulistische FPÖ – und eine mögliche schwarz-blaue Koalition mit der ÖVP.
Artikel #EheFürAlle: Das sagen Kritiker und Befürworter im Netz
Artikel #EheFürAlle: Das sagen Kritiker und Befürworter im Netz
Überraschend rückte Bundeskanzlerin Angela Merkel von ihrer bisherigen Position ab und gab nun die Abstimmmung über die „Ehe für alle“ im Bundestag frei. Auf Twitter und Facebook gab es gemischte Reaktionen.
Schon am 30. Juni 2017 könnte ohne Fraktionszwang über die gleichberechtigte Heirat von homosexuellen Paaren entschieden werden. Die Gesetzesänderung hat somit gute Chancen, angenommen zu werden.
Wir haben für euch die Stimmen der Kritiker und Befürworter der „Ehe für alle“ zusammengertragen
Trotz der lesbischen Spitzenkandidatin Alice Weidel, setzt die AfD auf „konservative Wähler“ und versucht, die Diskussion umzulenken:
Dr. @Alice_Weidel:
»#Ehefueralle-Debatte, während Mio. von Muslimen illegal nach 🇩🇪 einwandern, ist ein Witz!«
➡️ https://t.co/F7nX9vCE19 pic.twitter.com/d4XJzXY9zH— Alternative für 🇩🇪 (@AfD_Bund) 27. Juni 2017
Frauke Petry (AfD) wirft Merkel zudem vor, durch die Aufhebung des Fraktionszwangs die (eigentlichen) Interessen der CDU zu übergehen:
Bei den Grünen ist klar, was bei der Abstimmung gewählt wird. Sie kämpfen schon seit Jahren für die gleichgeschlechtliche Ehe. Umso größer ist die Freude über die bevorstehende Entscheidung:
Wir haben ein Regenbogenherz. #EhefürAlle pic.twitter.com/I2BkEV8kYe
— Renate Künast (@RenateKuenast) 27. Juni 2017
In meiner Timeline ist so ein kleiner #Candystorm 🍭🍬🍡 #Ehefueralle 🌈🌈🌈🌈Danke sehr🌈🌈🌈🌈, aber wir müssen erst noch gewinnen.
— Volker Beck (@Volker_Beck) 27. Juni 2017
Grünen-Spitzenpolitiker Cem Özdemir ist das noch nicht genug. So kurz vor der Bundestagswahl will er noch mehr „grüne“ Themen umgesetzt sehen:
#Ehefueralle ist morgen möglich. Was Grüne Beschlüsse alles auslösen können! Jetzt: Kohleausstieg, Agrarwende und das emissionsfreie Auto?!
— Cem Özdemir (@cem_oezdemir) 27. Juni 2017
SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz äußert sich trocken und gibt sich gewohnt zuversichtlich:
Wir werden die Ehe für alle beschließen. Diese Woche.
— Martin Schulz (@MartinSchulz) 27. Juni 2017
Ganz nach dem Motto: Weniger ist mehr. Bei der CSU wurde eine Pressemitteilung veröffentlicht in der es heißt, dass die Ehe für alle nicht der Grundposition der Partei entspräche. Bei der Abstimmung ohne Fraktionszwang, abweichende Entscheidungen der Mitglieder respektiert werden:
Die Erklärung der CSU zur aktuellen Diskussion um die #Ehefueralle gibt es hier: https://t.co/eiSqJgCyV3
— CSU (@CSU) 27. Juni 2017
Ein bissiger Kommentar aus der FDP-Fraktion. Christian Lindner begrüßt die Abstimmung und sieht #Ehefüralle als „eines der Modernisierungsprojekte der FDP“.
Weiser Merkel-Schwenk bei #ehefueralle: jetzt also Wahlkampf um Zukunftsthemen statt um gesellschaftspolitische Rückzugsgefechte. CL
— Christian Lindner (@c_lindner) 27. Juni 2017
Auch beim Straight Magazin sieht man die überraschende Wende der Kanzlerin als Taktik für die Bundestagswahl und postete dieses bewegende Bild:
Clever gemacht, Frau #Bundeskanzlerin #btw17 #Ehefueralle pic.twitter.com/L7pK03QIX0
— Felicia Mutterer (@FrauMutterer) 27. Juni 2017
Alles nur Wahlkampftaktik? Egal! Hauptsache „Ehe für alle“, sagt Dietmar Bartsch von der Linken:
#Merkel will nicht die #Ehefüralle, sondern dass sie kein Wahlkampfthema ist. Egal! Mehrheit im #Bundestag steht. Sofort beschließen!
— Dietmar Bartsch (@DietmarBartsch) 27. Juni 2017
In der taz gab es diese satirische Karikatur:
Endlich! #Ehefüralle auch in Bayern. @tazgezwitscher pic.twitter.com/sxOzJAzWTf
— chewbacca ⚓️ (@istbraunweiss) 28. Juni 2017
ZDF-Moderatorin Dunya Hayali freut sich über die Abstimmung. Und zitiert eine Tortengrafik der Zeit, um zu zeigen, dass sie rein gar nichts für heterosexuelle Paare ändert, wenn es eine Ehe für alle gibt.
wow! #Ehefüralle – na dann herzlich willkommen 2017 🏳️🌈 pic.twitter.com/iyJPLdYWcx
— Dunja Hayali (@dunjahayali) 27. Juni 2017
Die ehemalige CDU-Politikerin und Organisatorin der „Demo für alle“ Hedwig von Beverfoerde scheint „not amused“ und rechnet mit ihrer alten Partei ab:
Veröffentlicht am: 28.06.2017 in Artikel
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Korruption in Russland: Medwedews geheime Paläste
Der russische Oppositionspolitiker Alexei Nawalny hat mit der Stiftung zur Korruptionsbekämpfung die investigative Dokumentation „Nennen Sie ihn nicht Dimon“ auf YouTube veröffentlicht. Aufgedeckt wird der geheime Immobilienbesitz und die korrupten Geschäfte des Ministerpräsidenten von Russland, Dimitri Medwedew.
HIV positiv – Mein Leben mit dem Virus
HIV. Drei Buchstaben, die mit vielen Vorurteilen behaftet sich: Schmutz, Prostitution, AIDS. Dabei betrifft das Virus keinesfalls nur Menschen in der dritten Welt oder sozialen Brennpunkten. Drei Vlogger aus Deutschland und Amerika berichten aus ihrem Leben mit dem Virus. Sie reden offen über die Frage, wie der Virus sie körperlich und gesellschaftlich einschränkt.
Mr. Erbil – Der erste Gentlemen’s Club von Kurdistan
Stylische Anzüge und volle Bärte: So sehen die Mitglieder des ersten Gentlemen’s Club in Erbil (Nordirak) aus. Doch den kurdischen Hipsters geht es nicht nur um Mode – sie setzen sich auch für Frauenrechte, die Umwelt und Frieden ein. Ein Interview mit Ahmed, Gründer des ungewöhnlichen Mode-Clubs.
Max Schörm: Das Datenmonster Google
Das Datenmonster Google – es frisst und frisst bis eines Tages alle Daten unter seiner Kontrolle sind.
Terrorismus-Experte Ul-Haq erklärt die neue Strategie des IS
Ob in Nizza, Paris, Berlin oder London: immer mehr Anschläge des sogenannten Islamischen Staates erschüttern Europa. Weil der IS in Syrien und im Irak seit Monaten an Boden verliert, scheint die Terrororganisation nun ihre Strategie zu ändern. Ein Interview mit Journalist und Terrorismus-Experte Shams Ul-Haq über die neuen Methoden des IS und die Frage, wie man die radikalen Islamisten besiegen kann.
TOP 5-Songs by Adi Hitler
Das neue Video des YouTube-Vloggers Adi Hitler alias Jan Böhmermann trifft den Geschmack seiner Follower zielsicher wie das Sturmgewehr 44. Er singt die besten Lieder aus 1000 Jahren Deutsches Reich. Darunter Top-Hits wie „Leider heil“ und „Zyankalifornication“.
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London: Gigantischer Fettberg verstopft Kanalisation
Ein riesiger Fettberg (im Video) verstopft aktuell einen Teil der Londoner Kanalisation. Der Klumpen soll rund 250 Meter lang und 130 Tonnen schwer sein.
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Seit Frühjahr 2014 stand eine dbate-Mitarbeiterin mit der kanadischen Weltraum Agentur CSA in Kontakt. Sie führte ein Interview mit dem Astronauten Chris Hadfield und konnte schließlich das Videomaterial seiner Weltraummission von Dezember 2012 bis Mai 2013 für ein ungewöhnliches Videotagebuch nutzen.
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In einem Live-Interview mit BILD Politik zum Thema G20-Gipfel spricht sich Justizminister Heiko Maas für mehr öffentliche Zeichen gegen Linksextremismus aus. Was darauf folgt, ist ein Shitstorm unter dem Hashtag #RockgegenLinks.
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Im Finsbury Park in London fuhr ein Lieferwagen in eine Menschenmenge vor einer Moschee. Mindestens eine Person wurde getötet, zehn Menschen wurden verletzt, zwei von ihnen schwer. Das Video zeigt den mutmaßlichen Angreifer bei seiner Festnahme.
In der Nacht zum 19. Juni 2017 kam es in London mutmaßlich zu einem Anschlag. Ein Mann fuhr mit einem Lieferwagen in eine Menschenmenge vor einer Moschee im Londoner Stadtteil Finsbury Park, kurz nachdem die Gebete in dieser beendet wurden. Dieses Augenzeugenvideo zeigt den mutmaßlichen Angreifer:
The moment the suspect was arrested in a bus attack on worshipers outside the #FinsburyPark mosque in #London pic.twitter.com/nWrnNSFeLp
— rami zahra (@rami_zahra) 19 June 2017
Mutmaßlicher Täter wurde festgenommen
Die Opfer sollen größtenteils Muslime gewesen sein. Bei dem Anschlag wurde eine Person getötet, mindestens zehn Menschen verletzt. Die Verletzten werden mittlerweile in Krankenhäusern behandelt.
Der Täter wurde noch am Unfallort festgenommen und ebenfalls ins Krankenhaus gebracht, um dort auf psychische Erkrankungen untersucht zu werden.
Ist Terror abhängig von der Hautfarbe?
Die Attacke des Van-Fahrers sorgt für große Diskussionen, da die Tat aufgrund der Hautfarbe des Täters und der Religion der Opfer in einigen Berichten nicht als Terrorakt dargestellt wird. Viele Social-Media-Nutzer lehnen sich nun dagegen auf und sprechen sich dafür aus, dass auch Anschläge weißhäutiger Menschen als Terrorakt gelten müssen.
Veröffentlicht am: 19.06.2017 in Artikel
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Mein Extremsport 3/4: Hoffen auf das große Geld
Immer wieder fordern sie sich selbst heraus und verschieben dabei ihre eigenen Grenzen. Gibt es auch Routine beim Extremsport? „Niemand ist aufgeregt, wenn er zur Arbeit fährt. Ähnlich ist es für mich auch, wenn ich jeden Tag aus dem Flugzeug springe“, sagt Base- und Fallschirmspringer Sepp Bunk. Was für den Betrachter lebensgefährlich aussieht, betrachten die Sportler selbst als „kontrolliertes Risiko.“ Und doch geht es immer auch um Adrenalin. In dem Videotagebuch „Mein Extremsport – Sucht nach dem Kick“ berichten fünf Extremsportler ganz persönlich von ihrer Motivation, dem Umgang mit Angst, der Finanzierung ihres Sports und was das Umfeld zu ihrem ausgefallenen Sport sagt. Berufssportler und Hobbysportler zeigen beeindruckende Aufnahmen und geben einen Einblick in ihre Welt.
Let’s Dance: Obama in Argentinien
Ungewohntes (politisches) Parkett für US-Präsident Barack Obama. Während seines Staatsbesuchs in Argentinien wurde Obama unfreiwillig zum Teil des Unterhaltungsprogramms. Nach mehreren Tanzaufforderung gab sich der Präsient geschlagen und begleitete die argentinische Tango-Tänzerin Mora Godoy aufs Parkett.
Von wegen Platz zwei: Ab sofort heißt es Namibia First!
Namibia First? – Richtig gehört! Das südafrikanische Land möchte sich nicht hinter den USA einreihen wie die anderen Bewerber bei #Everysecondcounts, sondern lieber gleich die Führungsrolle beanspruchen. Aber keine Angst, Herr Trump, Namibia bezieht sich dabei nur auf den afrikanischen Kontinent.
Kindheitsträume werden wahr: Mann fliegt mit 100 Ballons über Südafrika
Der britische Abenteurer Tom Morgan ist auf einem an 100 Heliumballons aufgehängten Campingstuhl über 20 Kilometer weit geflogen und hat sich damit wahrscheinlich den Traum aller Kleinkinder erfüllt. In diesem Video zeigt er seinen wahnwitzigen Aufstieg.
Schauspieler Clemens Schick zur AfD: „Wir waren zu bequem“
Die AfD feiert einen Erfolg nach dem nächsten und ist mittlerweile in 10 von 16 Landtagen vertreten. Für Schauspieler Clemens Schick ist die Lage ernst. In den Rechtspopulisten sieht er eine ernst zunehmende Gefahr, die unsere Freiheit bedroht. Ein Interview über die politische Stimmung in Deutschland.
805 Million Names – Ibrahimović zieht sich aus
Zlatan Ibrahimovic zieht sich aus – gegen den Hunger. Bei einem Spiel seines Fußballvereins Paris St. Germain, hat der schwedische Fußballstar sein Trikot ausgezogen und seinen mit Tattoos übersäten Oberkörper […]
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Trump: Sieg des Populismus – Niederlage des Journalismus
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Neue Barbie mit Kopftuch: Richtiges Zeichen?
Die Plastikpuppe Barbie ist seit Jahrzehnten fester Bestandteil vieler Kinderzimmer. Immer wieder wurde die Barbie-Puppe, die in der Regel lange Haare und einen in der Realität nur selten vorkommenden Körperbau hat, für ihr Aussehen kritisiert. In Anlehnung an die muslimische US-Olympionikin Ibtihaj Muhammad hat der Puppenhersteller Mattel jetzt eine Barbie mit Kopftuch präsentiert.
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Ein Transporter ist auf der bekannten Flaniermeile Las Ramblas in eine Menschenmenge gerast und hat wohl mehrere Menschen getötet und zahlreiche verletzt. Die Polizei spricht von Terror. Es gibt verschiedene Medienberichte darüber, dass der oder die Täter mittlerweile gefasst sind. Verschiedene Augenzeugen-Videos zeigen die Szenen danach.
Glyphosat-Alleingang: So reagieren Politik und das Netz
Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) hat der EU-Zulassung des stark umstrittenen Unkrautvernichters Glyphosat zugestimmt. Ganz ohne Absprache mit der Kanzlerin oder der noch mitregierenden SPD. Das sorgte bei den anderen Parteien, aber auch bei den Bürgern für Ärger.
Was vom G7-Gipfel bleibt: Twitter-Reaktionen auf ein vielsagendes Bild
Mutti Merkel und Trump als trotziges Kind – so sieht Twitter die aktuelle politische Lage. Grund dafür ist ein offizielles Pressefoto der Bundesregierung, das jetzt schon als Foto des Jahres gehandelt wird. Es hat den G7-Gipfel vom Wochenende perfekt eingefangen und wir die besten Reaktionen darauf zusammengetragen.
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– FLASH: Böhmermann-Gedicht – Version für Erdoğan und Merkel
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Artikel Helmut Kohl – im Halbdunkel
Im Jahr 2003 stellte sich Helmut Kohl einem ungewöhnlichen Gespräch. Es dauerte vier Tage. Und wurde Kohls letztes großes TV-Interview.
von Stephan Lamby
Der Weg ins Herz des Altkanzlers führte über seinen Magen. Der Abend war geplant als Abklopfen, als Versuch herauszufinden, ob er uns vertrauen kann. Uns, den Journalisten, die für den NDR einen Film über sein Leben drehen wollten. Ausgerechnet für den NDR, mit dem Kohl immer wieder im Streit lag. Michael Rutz, meinen Co-Autor, kannte er bereits. Rutz war Chefredakteur der katholischen Wochenzeitung Rheinischer Merkur – aus Sicht von Kohl kein Nachteil. Aber mich kannte Kohl nicht. Also wollte er mir auf den Zahn fühlen. Wir hatten einen Tisch bei seinem Lieblingsitaliener in Berlin-Grunewald reserviert. Kohl brachte seine Entourage mit, auch Juliane Weber, seine Büroleiterin. Bevor die Befragung richtig losging, wurden große Mengen Vorspeisen und Spaghetti verzehrt.

So verging viel Zeit, bis die Prüfung begann. Ich wusste um meine weichen Stellen – Wehrdienstverweigerung, Demonstrationen gegen Atomkraft, vier Jahre ZEIT TV, dem Fernsehmagazin von Kohls verhasster ZEIT. Jetzt keine falsche Antwort. Wo ich denn aufgewachsen sei? Die Frage, das fand ich später heraus, war für Kohl von großer Bedeutung. Die regionale Herkunft half ihm, einen Menschen einzuordnen. Also: „In Bad Godesberg“. Kohl freute sich. Bad Godesberg ist Rheinland, Ludwigshafen-Oggersheim ist Rheinland. Wer aus dem Rheinland kommt, kann kein ganz schlechter Mensch sein. Nächste Frage, die nach der Schule: „Jesuitisches Jungen-Gymnasium“. Helmut Kohl widmete sich zufrieden der Nachspeise und verzichtete auf die heiklen Fragen. Er wollte vertrauen. So war Helmut Kohl eben auch. Ein Interview und Drehreisen wurden vereinbart, ohne Anwalt, ohne Vertrag. Ein Handschlag reichte.
dbate zeigt das Interview von 2003 in sechs einstündigen Folgen. Hier geht´s zu den Videos
Das Interview zog sich dann über vier Tage – zwei Tage im Frühjahr, zwei Tage im Herbst. Das Wohnzimmer seines Hauses in Oggersheim hatten wir wegen der Scheinwerfer etwas verdunkelt, stets stand genug Essen auf dem Tisch. Vier Tage Jugend im Krieg, Aufstieg in der CDU, Kanzlerschaft, Machtkämpfe, Mauerfall, Europa. Vier Tage Adenauer-Brandt-Schmidt-Honecker-Thatcher-Mitterand-Clinton-Bush-Gorbatschow. Und dann, natürlich, die Spendenaffäre. Jetzt stellten Michael Rutz und ich die Fragen, auch die unangenehmen.
„Was ich gesagt habe, genügt völlig“
Und Kohl schwitzte, sein Fuß wippte nervös. „Die Spender? Das waren vier, fünf Leute. Ich habe denen versprochen, dass ich das für mich behalte“ „Vier oder fünf?“ Kohl wurde ungehalten. Fühlte er sich beim Schwindeln ertappt, gab es diese Spender gar nicht? Jetzt keine falsche Antwort. „Was ich gesagt habe, genügt völlig.“ Helmut Kohl hatte sich vorgenommen, sein größtes Geheimnis mit ins Grab zu nehmen.
Helmut Kohl spricht über den Tod seiner Ehefrau Hannelore
Als die Sprache auf seine Ehefrau Hannelore kam, die sich zwei Jahre zuvor im Stockwerk über uns das Leben genommen hatte, brach Helmut Kohl die Stimme, Tränen traten in seine Augen. Hannelore Kohl hatte ich 1998 einmal im Bonner Kanzlerbungalow kennengelernt – eine selbstbewusste, stolze Frau. Wir gingen, vom Kamerateam gefilmt, an einem heißen Sommertag im Garten spazieren. Die Sonne machte ihr nichts aus. Wie muss sich ihr Seelenleben seitdem verändert haben, wie muss sie gelitten haben unter der Spendenaffäre, unter dem Ansehensverlust, vielleicht auch unter dem, was sie über ihren Mann erfuhr und was nur Eheleute wirklich etwas angeht. Auch Hannelore Kohl hatte sich entschlossen, ihre Geheimnisse mit ins Grab zu nehmen. Jetzt also saß der Witwer Helmut Kohl ziemlich einsam in seinem großen Haus, abgedunkelt wie in den letzten Lebenswochen seiner Ehefrau, die wegen ihrer Lichtallergie Sonnenstrahlen nicht mehr ertrug. Helmut Kohl fühlte sich an die düstere Zeit erinnert. Lange Pausen. Dann versuchte er, das Gespräch wieder auf die Höhepunkte seines Lebens zu führen, sprach über den Mantel der Geschichte, das Haus Europa, über Männerfreundschaften mit anderen großen Staatsmännern. Doch richtig hell wurde die Stimmung nicht mehr. Am Ende, als wir alle Fragen gestellt hatten, bedankten wir uns, schalteten das Kameralicht aus und zogen die Jalousien wieder hoch. Die Herbstsonne schien durch die Fenster. Als wäre nichts gewesen.
Dieser Text wird in wenigen Tagen auch im Helmut-Kohl-Sonderheft des SPIEGEL erscheinen.
Helmut Kohl – das Interview. Folge 1: Aufstieg und Kämpfe in der CDU
Veröffentlicht am: 19.06.2017 in Artikel
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„Circus HalliGalli“: Joko & Klaas ziehen den Stecker
Aufhören, wenn’s am schönsten ist. Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf gehen am Dienstag mit ihrer beliebten Prosieben–Show „ Circus HalliGalli“ in die letzte Staffel. Danach wird die erfolgreiche TV–Show abgesetzt. Diese überraschende Neuigkeit verkündet das Moderatoren-Duo in einem Video auf YouTube.
Bill Clinton’s letzte Tage im Weißen Haus
Obama ist für seinen Humor bekannt. Aber auch Bill Clinton hat sich ironisch mit seiner post-präsidialen Zeit beschäftigt. Ganz offenbar gibt es ein psychologisches Muster im Weißen Haus: uneingeschränkte Panik vor der Freizeit…
Koblenz: Mit Beethoven gegen Le Pen, Wilders und Petry
Ein Ritual zeichnet sich ab: Während die führenden Rechtspopulisten Europas – Marine Le Pen, Geert Wilders und Frauke Petry – in der Koblenzer Rhein-Mosel-Halle Giftpfeile gegen Merkel und ihre Einwanderungspolitik schießen, demonstriert draußen vor der Tür ein bunter Haufen von Antifa-Kämpfern und Berliner Politik-Prominenz gegen Rechts – und stimmt Beethovens „Ode an die Freude“ an. Wie nett.,
Alpen in Gefahr – Der Klimawandel in den Schweizer Bergen
Der Temperaturanstieg in den Schweizer Alpen zwingt die Menschen zu einem rasanten Wandel. Während die einen an spektakulären Pisten-Projekten arbeiten, kämpfen andere mit den Folgen schmelzender Gletscher und gewaltiger Bergstürze, die ihre Existenzgrundlage bedrohen.
„Ein Politkrimi der üblen Sorte“ – Interview zur Silberstein-Affäre
Kurz vor der Nationalratswahl in Österreich erschüttert die Silberstein-Affäre das Land. Es geht um einen israelischen Politikberater, eine üble Schmutzkampagne gegen Sebastian Kurz (ÖVP) und dubiose Geldzahlungen. Entscheidet der Skandal die Wahl? Interview mit Falter-Journalistin Nina Horaczek.
Viraler Hit: Witzige Werbung für einen 20-jährigen Honda
Wie verkauft man einen 20 Jahre alten Honda? In seinem neuen Video zeigt US-Filmemacher Man Lanman, wie man ein altes Auto teuer verkaufen kann. Dieses in weiten Teilen ironische Video geht aktuell im Netz viral.
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„Übertreiben ist unsere Aufgabe“ – Charlie Hebdo Deutschland-Chefin im Interview
Marine Le Pen oder Emmanuel Macron: Wer regiert künftig Frankreich? Diese Frage stellt sich auch das Satiremagazin Charlie Hebdo. Mit witzigen und teilweise grenzwertigen Karikaturen wurde und wird der Wahlkampf begleitet. Doch es geht um mehr: Charlie Hebdo will nicht nur an der politischen Debatte teilnehmen, sondern hat sich im Wahlkampf auch klar positioniert. Warum, erklärt Minka Schneider, Chefredakteurin der deutschen Charlie Hebdo-Ausgabe.
Doppelschwerpunkt: „Flüchtlinge“ und „Wahlen in Griechenland“
– VIDEOTAGEBUCH: Meine Flüchtlingshilfe
– FLASH: Hamburger für Flüchtlinge
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– INTERVIEW: Varoufakis und Tsipras
Rassismus bei Victoria´s Secret: „Ich bin so wütend!“
Die US-Amerikanerin Kimberly Houzah wollte in einem Victroia’s Secret Laden im US-Bundesstaat Alabama einkaufen, als sie Zeugin eines Diebstahls wird – begangen von einer Afroamerikanerin. Obwohl Houzah selbst mit dem Diebstahl nichts zu tun hat, geschieht anschließend Unglaubliches: sie soll den Laden zusammen mit einer weiteren unbeteiligten Kundin verlassen. Warum? Weil die beiden ebenfalls Afroamerikanerinnen sind. Das ganze Ereignis hat Houzah live auf Facebook gestream
Schlafe gut, Maradona!
Eine kleine Erinnerung an den großen Fußballer Diego Maradona von Stephan Lamby
Schwerpunkt: Kiffen in Deutschland
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– STREITGESPRÄCH zu Cannabis-Legalisierung
– SKYPE-TALK mit Dieter Janecek (MdB, GRÜNE)
Kissinger – die Gegenwart der Vergangenheit
Henry Kissinger gibt gerne Interviews. Nur über seine Verantwortung bei der Bombardierung Kambodschas 1969 und dem Putsch gegen den chilenischen Präsidenten Salvador Allende spricht Kissinger fast nie. Vor einigen Jahren machte er für eine NDR/Arte-Dokumentation eine Ausnahme. dbate.de zeigt die entsprechenden Interviewpassagen erstmals ungekürzt. Und der Bonner Politik-Student Lukas Mengelkamp fordert im Skype-Talk: Kissinger muss sich vor einem Gericht verantworten!
Artikel Augenzeugen filmen brennendes Hochhaus in London
Artikel Augenzeugen filmen brennendes Hochhaus in London
In der Nacht zum 14. Juni 2017 kam es in London zu einem verheerenden Brand in einem Hochhaus. Es gibt mehrere Tote und mindestens 50 Verletzte. Dieses Video zeigt den Kampf der Feuerwehrmänner gegen die Flammen des Grenfell Towers. Die Brandursache ist noch unklar.
Ein einsamer Feuerwehrmann auf einer langen Leiter kämpft gegen die Flammen. Immer wieder stürzen brennende Teile den 27-stöckige Grenfell Tower hinab. Menschen in den verrauchten Wohnungen rufen um Hilfe. Passanten rufen „Bleibt ruhig! Hilfe kommt!“ Einige Menschen können von den insgesamt 200 Feuerwehrmänner vor Ort gerettet werden. Doch der Londoner Feuerwehrchef spricht in den frühen Morgenstunden von mehreren Toten.
.@KomenCents on #Periscope: Londons burning! Fire! Peak!! #londonfire #breakingnews https://t.co/AOgI7taIzq
— teati (@teatii) 14. Juni 2017
Die Zahl der Toten und die Brandursache ist noch unklar. Die Löscharbeiten gehen weiter.
Veröffentlicht am: 14.06.2017 in Artikel
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Sexuelle Übergriffe: Haben Polizei und Medien versagt?
„Ich habe Zweifel, ob uns die Polizei wahrhaftig informiert,“ Peter Pauls, Chefredakteur Kölner Stadtanzeiger, über die Silvesternacht und Vorwürfe gegen Polizei und Medien.
Autorin Deborah Feldman: So ist ihr jüdisches Leben in Deutschland
Deborah Feldman floh aus einer ultraorthodoxen jüdischen Gemeinde in New York. Und startete in Berlin einen Neuanfang. Die Bestseller-Autorin spricht mit uns über ihr Leben als Jüdin in einem Land, in dem Antisemitismus und Rechtspopulismus zurückzukommen scheinen.
Schimon Peres zu seinem Friedensnobelpreis
Der große israelische Staatsmann ist gestorben – mit 93 Jahrenan den Folgen eines Schlaganfalls. Schimon Peres war über Jahrzehnte der wohl wichtigste Politiker Israels – jedenfalls derjenige, der am ernsthaftesten an einer Aussöhnung mit den Palästinensern gearbeitet hat. Zurecht erhielt er 1994 den Friedensnobelpreis, gemeinsam mit Ministerpräsident Jizchak Rabin und dem palästinensischen PLO-Chef Jassir Arafat.
„AfD hat keine Antworten“, Juso-Landesvorsitzende Berlin
Wahlen in Berlin: die AfD wird höchstwahrscheinlich ins Abgeordnetenhaus einziehen – SPD und CDU werden hilflos zusehen. Annika Klose, Landesvorsitzende der Jusos Berlin, beklagt einen Vertrauensverlust der Wähler und fordert mehr soziale Politik als Mittel gegen den Erfolg der AfD.
„Sowas habe ich noch nie erlebt“ – LINKE-Politikerin zu Neonazi-Konzert in Themar
6.000 Neonazis feiern ausgelassen bei einem Rechtsrock-Festival im thüringischen Themar – „Heil“-Rufe und Hitlergruß inklusive. Deswegen ermittelt nun die Polizei, die während des Festivals nicht eingegriffen hatte. Doch die Diskussion geht noch viel weiter: Was muss unsere Gesellschaft eigentlich aushalten? dbate-Interview mit Katharina König-Preuss (LINKE-Abgeordnete in Thüringen), die als Parlamentarische Beobachterin vor Ort war.
Gespaltenes Kreuzberg – Deutschtürken vor dem Referendum (Doku)
Im vergangenen Jahr war die türkische Bevölkerung aufgerufen für oder gegen das Präsidialsystem des türkischen Staatsoberhauptes Erdogan zu stimmen. Auch die in Deutschland lebenden Türken waren wahlberechtigt. Viele gaben Erdogan ihre Stimme – doch viele sind auch gegen den Hardliner. Eine Doku über Deutschtürken im Konflikt zwischen Herkunft und Heimatland.
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Roger Willemsen ist tot
– SKYPE-TALK: Minkmar über Willemsen: „Gegenteil von spießig“
– FLASH: Willemsen vs. Böhmermann: „Entscheide Dich!“
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– FLASH: eine szenische Lesung aus Willemsens „Das Hohe Haus“
Schwerpunkt: Menschenrechtsverletzungen in Saudi-Arabien
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– Flash: Peitschenhiebe für Blogger Badawi
Schwerpunkt: Terror in Paris
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– FLASH: Netz-Reaktionen auf Paris-Terror
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Feine Sahne Fischfilet: Darf Steinmeier die umstrittene Band unterstützen?
Vor wenigen Jahren wurde die Band Feine Sahne Fischfilet vom Verfassungsschutz noch als linksradikal eingestuft. Ihr Sänger wurde für das Anzünden eines Autos bestraft und verherrlichte in seinen Texten unter anderem die Gewalt gegen Polizisten. Jetzt spielt die Band auf einem Konzert gegen Rechts, und wird von Zehntausenden bejubelt. Ist das richtig?
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„Es geht nicht darum, Geschichte zu schreiben, sondern darum, Geschichte zu verhindern“ – Kommentar zur US-Wahl von Stephan Lamby
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Artikel So macht sich Senator Schumer über Trump lustig
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Die Mitglieder des US-amerikanischen Kabinetts nutzen die Gelegenheit ihrer ersten Zusammenkunft am 12. Juni 2017, um dem Donald Trump vor versammelter Presse ausgiebig zu loben. Es ist fast, als würden sich alle Anwesenden in ihren Erklärungen an Merkwürdigkeit übertrumpfen wollen. „Wir danken Ihnen für die Chance und den Segen, den Sie uns gegeben haben, Ihrer Sache und der amerikanischen Bevölkerung zu dienen“, so zum Beispiel Reince Priebus, der Stabschef im Weißen Haus. Hier zunächst das Original-Video:
Ein Demokrat parodiert Trump
Selbstverständlich lässt das Internet das Spektakel um US-Präsident Donald Trump nicht lange unkommentiert. Der Senator von New York, Charles „Chuck“ Schumer, veröffentlicht kurze Zeit nach der Kabinettsitzung auf Twitter eine Parodie – selbst in diesem Video kann sich Schumers Team angesichts Priebus‘ merkwürdiger Danksagung das Lachen nicht verkneifen.
GREAT meeting today with the best staff in the history of the world!!! pic.twitter.com/ocE1xhEAac
— Chuck Schumer (@SenSchumer) 12. Juni 2017
Veröffentlicht am: 13.06.2017 in Artikel
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„Ich wusste, es gibt kein Entrinnen“ Interview mit Norbert Blüm
Nobert Blüm ist tot. dbate zeigt ein Interview, das Stephan Lamby 2017 mit Norbert Blüm in dessen Bonner Privathaus für die SWR/ARD-Doku „Bimbes – die schwarzen Kassen des Helmut Kohl“ geführt hat.
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Die Krisenregion ist verwüstet und verlassen, noch immer leben Tausende Menschen in Notunterkünften und können wegen der Strahlenbelastung nicht zurück in ihre Häuser. Der Umweltaktivist Sekiguchi war selbst nach dem verheerenden Tsunami 2011 vor Ort…
Chaos in Mazedonien: Nationalisten stürmen Parlament
Rund 100 Demonstranten haben gewaltsam das Parlament in der mazedonischen Stadt Skopje gestürmt. Sie schlugen um sich und verletzten mehrere Personen. Die Polizei konnte erst Stunden später wieder die Kontrolle zurückgewinnen.
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Selbstmordanschlag in Istanbul – erneut ist die Türkei das Ziel eines terroristischen Anschlags geworden. Es ist der bereits der vierte Vorfall seit Anfang des Jahres. Das Video zeigt fliehende Menschen nach der Explosion.
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SPD-Chef Gabriel zeigt rechten Pöblern den Stinkefinger
Da ist ihm wohl der Kragen geplatzt. Bei einem Besuch in Salzgitter haben rechte Pöbler SPD-Chef Sigmar Gabriel als „Volksverräter“ beschimpft. Außerdem warfen die sie ihm vor, „sein Land zu zerstören“. Kurz darauf hebt Gabriel, der sich von den Störern zunächst nicht aus der Ruhe bringen ließ, den Mittelfinger und dreht sich anschließend weg.
Die besten Karikaturen zum Bundestagswahlkampf 2017
Der Bundestagswahlkampf 2017 geht in die heiße Phase. Auch die Karikaturisten haben sich natürlich ihre Gedanken und Meinungen zum Wahlkampf gemacht. dbate zeigt die besten Bundestagswahl-Karikaturen der Künstler Thomas Plaßmann, Jürgen Tomicek und Heiko Sakurai.
Die SPD auf der Suche nach der Doppelspitze
Gestern verkündete die Interims-Dreierspitze um Manuela Schwesig, Malu Dreyer und Thorsten Schäfer-Gümbel, dass im Herbst die Parteibasis eine Doppelspitze wählen wird, die ab Dezember den Vorsitz übernimmt.
Der große dbate-Jahresrückblick 2017
Schlimmer als das verhexte 2016 konnte 2017 ja nicht werden, oder? Damals beschäftigte uns der zunehmende Populismus in Europa, politische Unruhen in der Türkei, der globale Terrorismus, die Wahl Donald Trumps zum US-Präsident und die Brexit-Entscheidung. Doch das Katastrophenjahr hinterließ so seine Spuren. Viele Ereignisse zeigten erst in diesem Jahr ihre Folgen. Wir haben euch die besten Videos des Jahres zusammengestellt.
Hardcore-Gamer, Netzpolitik, Krieg gegen Kurden, CSD
– VIDEOTAGEBUCH: Mein Leben als Spiel
– SKYPE-TALK mit Andre Meister von netzpolitik.org
– SKYPE-TALK mit Kurden-Aktivist Rohat Geran
– FLASH: CSD – politische Parade oder nur geile Party?
– FLASH: Wacken ist nur einmal im Jahr!
Trump beim Papst: Die besten Netz-Reaktionen
Danke, Photoshop! Hier sind die lustigsten Netz-Reaktionen auf den Besuch von US-Präsident Donald Trump beim Papst im Vatikan.