Schlagwort: Bundestagswahl
Artikel CSU vs. CDU: Das Wettrennen (Ein Kommentar)
Artikel CSU vs. CDU: Das Wettrennen (Ein Kommentar)
Ein Kommentar von Stephan Lamby.
So hat man die Kanzlerin noch nie erlebt. Sie fleht ihre Parteifreunde an: Gebt mir noch zwei Wochen! Horst Seehofer, ihr Rivale seit 2004, lässt sie abblitzen. Gerade mal ein Wochenende soll Merkel noch Zeit haben. Dann müsse klar sein: Abweisung von Flüchtlingen, die bereits in anderen EU-Ländern registriert wurden – ja oder nein. Merkel oder Seehofer. Koalitionsfrieden oder Koalitionsbruch. Jetzt ist Merkel wieder am Zug: Nicht in zwei Wochen, schon am kommenden Wochenende will sie die Abweisung von Flüchtlingen mit anderen europäischen Regierungschefs vereinbaren. Doch Seehofers Zeitplan ist anders, noch kurzatmiger. Er will sich seinen rasenden Kurs umgehend vom CSU-Vorstand absegnen lassen. Bereits am Nachmittag könnte er die Zurückweisungen an deutschen Grenzen in Eigenregie anweisen. Es geht nicht mehr um Wochen oder Tage. Es geht um Stunden: Wer weist Flüchtlinge am härtesten, am schnellsten ab?
Dann meldet BILD: Seehofer knickt ein, er gibt Merkel doch zwei Wochen Zeit – und erhöht den Druck gleich wieder: Wenn Merkel dann keine befriedigende Lösung präsentiert, wird er die Grenzschließung für registrierte Flüchtlinge anweisen. Die Meldung wird von der CSU prompt dementiert. Wer hat sie in die Welt gesetzt? Wer wirft wem, bei vollem Lauf, Knüppel zwischen die Beine?
Merkel und Seehofer, CDU und CSU, liefern sich ein Wettrennen, wie es die deutsche Politik noch nicht erlebt hat. Um eine Prognose auf den Verlauf des Rennens zu wagen, muss man die Ausgangspositionen der Rivalen kennen. Man muss sich anschauen, wer sonst noch mitläuft im Rennen. Und man muss auf die schreienden Zuschauer auf den Tribünen achten.
– Angela Merkel ist mit schwerem Ballast in dieses Rennen gegangen. Sie trägt die Last nicht nur der deutschen Interessen im Gepäck, sondern auch Abmachungen mit europäischen Partnern. Wenn Flüchtlinge in großer Zahl an deutschen Grenzen abgewiesen werden, stauen sie sich anderswo – in Italien, in Spanien, in Griechenland. Mag sein, dass sich Merkels Mitgefühl in Grenzen hält. Aber sie braucht das Wohlwollen der EU-Partner bei anderen Verhandlungen, etwa bei der Reform der EU-Finanzen. Ob Merkel außerdem noch mit der Schwere ihres eigenen Gewissens („Wir schaffen das“) ins Rennen geht, weiß nur sie selbst.
– Horst Seehofer bestreitet dieses Rennen scheinbar mit weniger Ballast. Als Innenminister lasten die Interessen europäischer Partner geringer auf seinen Schultern. Als CSU-Chef hat er zudem weniger das nationale Ziel (Ordnung an deutschen Grenzen, Integration von Flüchtlingen) vor Augen, sondern vor allem die Landtagswahl in Bayern am 14. Oktober. Aber Seehofer wird eine andere Last spüren, die auf seinem Rücken unbequem hin und her rutscht. Zwar ist seine Abneigung gegen Merkel offensichtlich („Ich kann mit der Frau nicht mehr arbeiten“). Doch wird es Horst Seehofer wagen, die Koalition und die Fraktionsgemeinschaft von CDU/CSU platzen zu lassen? Sich damit selbst vielleicht in den politischen Ruhestand zu katapultieren und im anschließenden Chaos den schwarzen Peter in der Hand zu halten? Allein der Gedanke an den Schwarzen Peter wiegt schwer.
– Auf Markus Söder und Alexander Dobrindt ist besonders zu achten. Sie laufen ihr eigenes Rennen. Ohne Skrupel, ohne das Gepäck nationaler oder gar europäischer Interessen. Sie kennen nur ein Ziel: den 14. Oktober. Bei der bayerischen Landtagswahl wird sich entscheiden, ob Söder durch eine absolute Mehrheit gestärkt oder durch eine Niederlage geschwächt wird. Und Alexander Dobrindt spekuliert auf die Nachfolge Seehofers als CSU-Chef. Die beiden glauben sogar, von einem blutigen Wettkampf der Parteichefs in Berlin profitieren zu können und sich als einzig wahre Vertreter der bayerischen Interessen (Bayern first!) in Szene setzen zu können. Folgerichtig treiben sie Merkel und Seehofer von den Außenlinien mit immer kompromissloseren Forderungen an. Wenn am Ende Merkel und Seehofer auf der Strecke bleiben, könnten sie alleine durchs Ziel laufen.
– Die Tribünen sind bei diesem Rennen randvoll. Auf den Rängen sitzen die Koalitionspartner der SPD und die Oppositionspolitiker von Grünen, FDP und Linke. Auch sie schreien. Aber ihr Geschrei verdeckt, dass sie in Wirklichkeit starr vor Angst sind, möglicherweise sehr bald selbst auf die Rennbahn einer Bundestagswahl zu müssen; noch schlechter vorbereitet als beim letzten Mal. Auf der Tribüne sitzen auch Journalisten der Hauptstadtpresse und Blogger der sozialen Medien, die Kommentare im Minutentakt in die Arena brüllen. Einige sind sogar bereit, sich von den Akteuren einspannen zu lassen und Falschmeldungen in die Arena zu rufen.
Die Bürger, die das Wettrennen in ihren Wohnzimmern als Zuschauer und Leser verfolgen, kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Sie beobachten, wie sich ihre Volksvertreter beim Kampf um Machterwerb und Machterhalt gegenseitig austricksen. Sind die in Berlin so unfähig, ihre übergroßen Egos und Eigeninteressen zu überwinden und die realen Probleme des Landes im zügigen, aber nicht gehetzten Tempo zu lösen? Viele Bürger dürften sich von diesem Rennen angewidert abwenden.
Was niemand der Rivalen in Berlin und Bayern offen zugibt: Das eigentliche Ziel ihres Wettlaufs sind die Wähler der AfD. Sie gilt es zu erreichen. Und zwar vor allen anderen. Doch Gauland, Weidel und Höcke werden von ihnen immer noch schnellere, noch härtere Abschiebungen und Abweisungen fordern. So wie sich die Politiker von CDU und CSU gerade die Lungen aus dem Hals rennen: In diesem Wettlauf sind sie der Hase. Die AfD ist stets vor ihnen am Ziel – als Igel.
Veröffentlicht am: 18.06.2018 in Artikel
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Schlimmer als das verhexte 2016 konnte 2017 ja nicht werden, oder? Damals beschäftigte uns der zunehmende Populismus in Europa, politische Unruhen in der Türkei, der globale Terrorismus, die Wahl Donald Trumps zum US-Präsident und die Brexit-Entscheidung. Doch das Katastrophenjahr hinterließ so seine Spuren. Viele Ereignisse zeigten erst in diesem Jahr ihre Folgen. Wir haben euch die besten Videos des Jahres zusammengestellt – im großen dbate Jahresrückblick.
Januar: Trump wird Präsident
In diesem Jahr gab es einen Mann, der sicherlich für die meisten Schlagzeilen gesorgt hat. Donald Trump wurde am 20. Januar in das Amt des 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gehoben. Was darauf folgte war ein Jahr voller Kritik und Spott – dank seiner fragwürdigen Aktionen, provokanten Äußerungen und nicht zuletzt seiner Liebe zu Twitter. Seine Ansage zum Amtsantritt lautete „America First“. Über die nächsten Wochen folgten darauf lustige bis satirische Anwärter aus der ganzen Welt. Den Start machte eine Late-Night-Sendung aus den Niederlanden, die sich in Trump-Manier als „Netherlands Second“ bewarb.
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Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan veranlasste dieses Jahr ein Referendum, nach dem in der Türkei ein Präsidialsystem möglich werden sollte. Im Vorfeld sollten dafür auch in Deutschland türkische Minister Wahlkampfveranstaltungen durchführen. Doch diese wurden teils untersagt – der Grund: Die Türkei würde keine demokratischen Werte mehr vertreten. Erdogan war empört und verglich diese Entscheidung mit „Nazi-Praktiken“. Wir hatten im März mit Menschen auf der Straße gesprochen, was sie von der Debatte halten.
April: „Fotzen-Arschloch“
Brexit, Trump, AfD, „Volksverräter“, Fake-News. Das Vertrauen in „die da oben“ schwand im letzten Jahr zunehmend. Politische Debatten wurden in sozialen Medien geführt – mal belebend, oft verletzend. Gerüchte und Verschwörungstheorien kamen so ungebremst in Umlauf. Die Dokumentation „Nervöse Republik“ bildete die Stimmung in der deutschen Bevölkerung ab. Als Teil der Doku, forderte der Autor des Films, Stephan Lamby, Politiker und Journalisten dazu auf, an sie adressierte Hass-Mails vorzulesen.
Mai: Macron, der Retter Europas?
Es war fast überall in Europa zu spüren: Das Erstarken der Rechtspopulisten. So kam es auch bei der Präsidentenwahl in Frankreich zu einem Tête-à-tête zwischen dem liberalen Emmanuel Macron und der rechts außen stehenden Marine Le Pen vom Front National. Sieger wurde Macron – ein Zeichen für Europa. Aber für wie lange? „Viele sagen, 2017 sei vielleicht nicht das Jahr des Front National, aber 2022 könnte ihr Jahr werden“, so die Journalistin Amandine Sanchez, die bei der Wahl und den anschließenden Protesten gegen Macron vor Ort war.
Juni: Alexander Gauland zu Deniz Yücel
Seit dem 27. Februar 2017 sitzt der WELT-Journalist Deniz Yücel in türkischer Untersuchungshaft – lange Zeit ohne zu wissen, was ihm vorgeworfen wird. Er solle Mitglied einer Terrororganisation sein, lautet später im Jahr die offizielle Anklage. In seiner Heimat Deutschland kam mit seiner Verhaftung eine riesige Solidaritätsbewegung ins Rollen. Unter #FreeDeniz wurde nicht nur die Freiheit des deutsch-türkischen Journalisten bei Demos, Autokorsos und mit zahlreichen Briefen gefordert. Auch die Freiheit aller in Folge des Putschversuchs in der Türkei willkürlich Inhaftierten. Im Juni trafen wir den AfD-Spitzenkandidaten Alexander Gauland und fragten ihn, ob auch er sich solidarisch zeigt.
Juli: Krawalle zum G20-Gipfel
Ein besonders einschneidendes Ereignis war der G20-Gipfel in Hamburg. Vom 6. bis 8. Juli kam es zu zahlreichen Demonstrationen und Ausschreitungen gegen das Treffen der 20 größten Industrie- und Schwellennationen in der deutschen Hansestadt. Im berühmt-berüchtigten Schanzenviertel eskalierten dann die Krawalle: Hunderte Menschen wurden verletzt und Sachschäden in Millionenhöhe sind entstanden. dbate war an allen Tagen des Gipfels live vor Ort und zeigte auch „am Tag danach“ die mutwillige Zerstörung im Hamburger Schanzenviertel.
August: Leben im „Nazidorf“ – ein Ehepaar leistet Widerstand
Die Diskussion über Rechtsextremismus fing schon nach der „Flüchtlingskrise“ an, als rassistisch motivierte Gewalttaten gegen Migranten und Unterstützern der Integration zunahmen. Schon seit Jahren wehren sich Birgit und Horst Lohmeyer gegen ihre Nachbarn: Sie leben im „Nazidorf“ Jamel (Mecklenburg-Vorpommern) – außer ihnen wohnen hier ausschließlich Neonazis. Im Interview spricht das Ehepaar über die Schwierigkeiten, die sie dadurch erfahren. Sogar Brandstiftung haben sie schon miterlebt. Mit ihrem eigens initiierten Musik-Festival „Jamel rockt den Förster“ setzen sie jährlich ein lautes Zeichen gegen Rechts.
September: Wer gewinnt die Bundestagswahl 2017?
In Deutschland bildete die diesjährige Bundestagswahl den politischen Höhepunkt – monatelang arbeiteten die Parteien auf diesen Moment hin, unter anderem mit aufwendigen Werbespots. Mit 32,9 Prozent holte die CDU/CSU mit Angela Merkel als Kanzlerkandidatin in vierter Folge die meisten Stimmen. Doch nach dem Scheitern der Jamaika-Sondierungen steht bis zum Ende des Jahres noch immer keine Bundesregierung fest. Auch der Einzug der AfD in den Bundestag sorgte für Diskussionen. Zwei politische Punkte, die uns auch im Jahr 2018 sicherlich noch beschäftigen werden.
Oktober: Krise in Katalonien
Spanien und die autonome Gemeinschaft Katalonien haben ein sehr aufwühlendes Jahr hinter sich. Die katalanische Regierung rief dieses Jahr ein Unabhängigkeitsreferendum aus und forderte die Bürger auf, für oder gegen die Abspaltung von Spanien zu stimmen. Letzten Endes wurde die Unabhängigkeit Kataloniens von der spanischen Regierung für rechtswidrig erklärt. Kurz vor den umstrittenen und teils gewalttätig verlaufenden Wahlen haben wir mit einem in Katalonien lebenden Deutschen über die Stimmung im Land gesprochen.
November: Holocaust-Mahnmal vor Höckes Tür
Kaum eine andere Partei in Deutschland ist inzwischen so umstritten wie die Alternative für Deutschland. Ein Vorfall kurz vor Jahresende bekam von beiden Seiten herbe Kritik: AfD-Politiker Björn Höcke sagte Anfang des Jahres das Holocaust-Mahnmal in Berlin sei ein „Denkmal der Schande“. Die Aktionskünstler vom Zentrum für politische Schönheit errichteten deshalb einen Nachbau des Berliner Holocaust-Mahnmals direkt neben dem Privathaus von Höcke. Dafür wurde das Grundstück extra angemietet und der Nachbar als „gefährliche Person“ gründlich überwacht – eine Aktion, die eine Kündigungsklage und eine zerstörte Kamera nach sich zog.
Dezember: #MeToo-Bewegung wird Person of the Year
Fernab der politischen Debatten fand dieses Jahr vor allem dieses Thema Platz in den Schlagzeilen: sexuelle Belästigung. Nach den Vorwürfen gegen Hollywood-Filmproduzent Harvey Weinstein fanden Frauen und Männer mithilfe des Hashtags #MeToo ein Sprachrohr für ihre traumatischen Erlebnisse. Ein gesellschaftlicher Wandel wurde vorangetrieben, der nun schon über mehrere Monate stark diskutiert wird. Im Dezember wurde die MeToo-Bewegung deswegen vom US-amerikanischen Time Magazine zur „Person of the Year“ ernannt.
Einen passenden Abschluss für das Jahr bildet somit auch dieser Tweet:
Ein Name in den Trending Topics.
2016: Tot.
2017: Sexuell übergriffig.
Freue mich schon auf 2018.— Sushi Sushi has a farm ee i ee i oh! (@StereoSushisu) 16. November 2017
Die dbate-Redaktion wünscht einen guten Rutsch ins neue Jahr!
Veröffentlicht am: 20.12.2017 in Artikel
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Hardcore-Gamer, Netzpolitik, Krieg gegen Kurden, CSD
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Neonazi-Festival in Themar: Polizei ermittelt wegen Hitlergruß
Themar: Rund 6.000 Neonazis haben am Samstag (15. Juli) beim größten Rechtsrock-Konzert des Jahres teilgenommen. Nun hat die Thüringer Polizei Ermittlungen gegen mehrere Besucher eingeleitet. Verschiedene Videos, die u.a. auf Twitter kursieren, zeigen offenbar Männer, die ihre Hände mehrmals zum verbotenen „Hitlergruß“ erheben. Außerdem sind „Heil“-Rufe zu hören.
Artikel Alt und männlich: Das ist nicht mein Bundestag!
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Ein Kommentar von Anica Beuerbach.
Ich bin unter 30 und weiblich. Säße ich im Bundestag, gehörte ich damit zu einer Personengruppe, deren Anteil gefühlt gegen null Prozent geht. Das Durchschnittsalter des neuen Bundestages liegt bei 49,4 Jahren und die meisten Parlamentarier sind zwischen 40 und 60 Jahre alt. Also, mitunter eine ganze Generation über mir. Wenn ich bedenke, was die brennendsten Themen meiner Generation sind (Klimawandel, Karrierechancen, Wohnungsmarkt) fühle ich mich durch dieses neue Parlament nicht vertreten.
Mit der AfD ist nicht nur eine rechtspopulistische Partei eingezogen, sondern eine, deren Altersdurchschnitt über 50 Jahren liegt. Nur dank der FDP und den Grünen wird der Durchschnitt der anderen Parteien nach unten korrigiert. Doch auch die „jungen Grünen“ im Bundestag sind seit ihrem Einzug in den 1980ern stetig älter geworden. Sie haben es verpasst, junge Abgeordnete nachrücken zu lassen.
Ja, es gibt junge Vertreter im Bundestag, aber sogar so wenige, dass nicht mal das ganze Parteienspektrum abgebildet werden kann: Ganze 13 von insgesamt 709 Abgeordneten sind 1988 (mein Geburtsjahr) oder später geboren. Zwölf von ihnen gehören der CDU, FDP und der AfD an. Und damit entsprechen die wenigen noch nicht einmal meiner politischen Ausrichtung – sie vertreten mich nicht. Im Gegenteil: Sie vertreten zum Teil sogar Meinungen, die ich ablehne, wie Fremdenfeindlichkeit und Einschränkung der Religionsfreiheit (Sebastian Kurz aus Österreich lässt grüßen). Warum fehlt die Vielfalt bei jungen Abgeordneten? Und warum fehlt es überhaupt an 20- bis 29-Jährigen? Zu jung? Zu unerfahren? Was auch die Gründe sind, es fehlen dadurch Stimmen der jüngeren Menschen im Bundestag. Das heißt nicht, dass ältere Menschen nicht im Parlament sitzen sollen – die sind für die Vertretung ihrer Interessen natürlich ebenso wichtig. Aber es sollte zumindest versucht werden, aus möglichst vielen Altersklassen eine vielfältige Perspektive auf die Dinge zu geben.
Zu wenige Frauen im Parlament
Was mich ebenso ärgert ist, dass die „bekannten weiblichen Größen der Politik“ (Katrin Göring-Eckhardt, Manuela Schwesig, Sahra Wagenknecht, Alice Weidel und nicht zuletzt Kanzlerin Angela Merkel selbst), durch ihre starke Präsenz in den Medien von einem großen Problem im Bundestag ablenken: Frauen sind hier weit in der Unterzahl.
Noch nicht mal ein Drittel der Abgeordneten im Bundestag 2017 sind Frauen – also sogar noch weniger als im letzten Parlament. Ziemlich ungerecht, wenn man bedenkt, dass von 61,5 Millionen Wahlberechtigten mehr als die Hälfte (31,7 Millionen) Frauen waren. Doch eines der Grundprobleme war, dass es auf den oberen Listenplätzen an weiblichen Vertretern fehlte.
Mit dem Erstarken der rechtskonservativen AfD und der wirtschaftsliberalen FDP sind gleich zwei männerdominierte Parteien in den Bundestag eingezogen. Immerhin hat die CDU/CSU für ihre Listenplätze eine empfohlene Frauenquote von 30 Prozent. Die ist meiner Meinung nach aber viel zu niedrig und erschreckender Weise noch nicht einmal verpflichtend (wieso gibt es die dann überhaupt?). Momentan ist deswegen nur etwa jeder vierte Unionsabgeordnete im Bundestag weiblich. Auf den Wahllisten der Grünen und Linken muss mindestens die Hälfte von weiblichen Politikern besetzt sein. Alle ungeraden Plätze gehen an Frauen, sodass auch bei den Abgeordneten dieser Parteien im gewählten Bundestag über 50 Prozent Frauen sitzen. Offensichtlich ist Gleichberechtigung von Mann und Frau auch eine Frage der politischen Ausrichtung.
Zugegebenermaßen stand für mich das Geschlecht meines Wahlkreiskandidaten bei der Bundestagswahl nicht im Vordergrund. Als ich zur Wahl gegangen bin, habe ich mein Kreuz bei der Partei gemacht, deren Inhalte mich überzeugen. Ich habe kurz geguckt, aus welchem Milieu mein Wahlkreiskandidat kommt, wofür er sich einsetzt. Er ist männlich, aber er sollte ja auch meine politische Meinung vertreten und nicht zwingend mein Geschlecht. Es wäre ja Blödsinn zu fordern, dass jede Frau auch eine Frau wählen muss – doch sie sollte zumindest die Möglichkeit dazu haben. Und dafür finde ich eine Frauenquote wie bei den Linken und Grünen sehr sinnvoll. Wäre diese verpflichtend für alle Parteien, die sich aufstellen lassen, gäbe es Männern wie Frauen die gleiche Chance in den Bundestag einzuziehen. Das wäre eine gerechte Verteilung der politischen Macht auf die Geschlechter.
Vorreiter Island?
In Island liegt der Frauenanteil im Parlament bei 50 Prozent und das, obwohl es dort nicht mal eine Quotenregelung gibt. Zur letzten Wahl hat sich in Island sogar eine Partei gegründet, die nur aus Frauen besteht. Ihr Ziel war es, der Ungleichheit im Parlament entgegen zu wirken – mit Erfolg. Allgemein hat Island im weltweiten Vergleich die höchste Gleichberechtigung von Frauen und Männern. Gäbe es genug gesellschaftliche Akzeptanz, wäre das ganze also sicherlich auch in Deutschland ohne Frauenquoten möglich. Aktuelle Zahlen aus der Berufswelt lassen darauf allerdings derzeit nicht hoffen. Der durchschnittliche Bruttolohn pro Stunde von Frauen lag im Jahr 2016 um 21 Prozent niedriger als der von Männern. Zwar hat sich der Frauenanteil in Führungspositionen in mittelständischen deutschen Unternehmen verbessert – auf 18 Prozent (Wow!). Bei den großen börsennotierten Unternehmen liegt er weiterhin bei nur 6,1 Prozent. Das sind nur zwei von vielen Beispielen, dass es noch keine Gleichberechtigung gibt.
Dass es in den nächsten vier Jahren bei dem Thema zu bahnbrechenden gesetzlichen Veränderungen kommt, erwarte ich aufgrund des großen Männerüberschusses im Bundestag nicht. In vier Jahren bin ich 33. Vielleicht habe ich dann, zumindest von meiner Altersklasse her, eine höhere Chance darauf, im Bundestag vertreten zu sein.
Veröffentlicht am: 06.10.2017 in Artikel
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Er wollte einen neuen Weltrekord aufstellen: Den Mount Everest innerhalb von 48 Stunden ohne Sauerstoffflasche überqueren. Kurz vor Bezwingen des höchsten Berges der Welt, stürzt der Extremkletterer Ueli Steck auf einem Nachbarberg in den Tod. In diesem Video sprach er über die Herausforderungen beim extremen Klettern.
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„Der Irre vom Bosporus“ – scharfe Töne im EU-Parlament: Martin Sonneborn, Satiriker und EU-Abgeordneter der PARTEI, hat Erdoğan und die Türkei scharf kritisiert. Anlass dazu gab eine Beschwerde der türkischen Regierung über das Dresdner Konzertprojekt „Aghet“. Sonneborns Rede fiel gewohnt sarkastisch aus.
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Die US-Amerikanerin Kimberly Houzah wollte in einem Victroia’s Secret Laden im US-Bundesstaat Alabama einkaufen, als sie Zeugin eines Diebstahls wird – begangen von einer Afroamerikanerin. Obwohl Houzah selbst mit dem Diebstahl nichts zu tun hat, geschieht anschließend Unglaubliches: sie soll den Laden zusammen mit einer weiteren unbeteiligten Kundin verlassen. Warum? Weil die beiden ebenfalls Afroamerikanerinnen sind. Das ganze Ereignis hat Houzah live auf Facebook gestream
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dbate.de und der Web-TV-Sender dctp.tv des Autors und Filmemachers Alexander Kluge werden künftig projektbezogen kooperieren.
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Autokorsos mit türkischen Flaggen und Hupkonzert. Nein, gestern Abend ging es mal nicht um die WM, sondern um die Wiederwahl des türkischen Staatspräsidenten Erdogan. Vielerorts feierten die Befürworter seinen Wahlsieg.
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#Thermilindner! Das Internet hat mal wieder zugeschlagen. Nach einer Pose in dem ARD-Talk Anne Will (siehe weiter unten) werden gerade lustige Twitter-Memes auf den FDP-Chef Christian Lindner, der selbst einer der aktivisten Politiker in den sozialen Medien ist, im Netz verbreitet. Mit #Thermilindner werden gerade verschiedene lustige Tweets zu Lindner und dem Küchengerät Thermomix kombiniert und verbreitet. Der Großteil ist tatsächlich sehr amüsant. Und selbst der FDP-Politiker kann offenbar darüber schmunzeln…
CSU vs. CDU: Das Wettrennen (Ein Kommentar)
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Artikel Die Bundestagswahl aus Sicht des Internets
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Die SPD zeigt der CDU die kalte Schulter – als einzige Koalitionsmöglichkeit bleibt jetzt nur noch eine „Jamaika-Koalition“ für Deutschland. Auf Twitter wird Martin Schulz scharf kritisiert und über eine mögliche Koalition aus Uniton, FDP und Grünen gescherzt. Für Wahlsiegerin Angela Merkel, aber auch auch für die AfD als drittstärkste Kraft, regnet es Glückwünsche aus Übersee.
Vor der Bundestagswahl ist die Frage, welche Koalition es wohl geben wird, heiß diskutiert worden. SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz gab am Wahlsonntag im Angesicht der verlorenen Wählerstimmen für die SPD bekannt, dass sie keine Große Koalition mit den Unionsparteien CDU und CSU bilden möchte und sich stattdessen in die Opposition begibt. Es bleibt also die Frage, ob sich eine Jamaika-Koalition aus Union, FDP und Grünen bilden wird.
Jamaika bezieht sich auf die Farbkombination der Parteien und bietet damit einige Steilvorlagen in Verbindung mit der karibischen Insel:
Wie witzig wäre es denn eigentlich, wenn die Jamaika-Koalition das Kiffen legalisieren würde ^^? #BTW17
— Ernest Kornelsky (@ErnestKornelsky) 25. September 2017
So sähe die Jamaika-Koalition wohl Frisuren technisch aus:
Wollen wir das?
Wie soll das enden? #btw17 #jamaika pic.twitter.com/OOCUCeB8aD— ✪ pixzoo ✪ (@pixzoo) 17. September 2017
Einen entsprechenden Seitenhieb an die rechtspopulistische AfD gibt es von der Satire-Sendung heute show:
Das wird die AfD aber ärgern, dass jetzt ausgerechnet Jamaika kommt.#BTW17
— ZDF heute-show (@heuteshow) 24. September 2017
Koalition um jeden Preis? Der grüne Spitzenkandidat Cem Özdemir macht nach der Bundestagswahl deutlich, dass die Partei ihre Kernthemen durchsetzen will:
Klimaschutz und eine Politik für eine gerechte Gesellschaft sind für die Grünen Voraussetzungen für eine Regierungsbeteiligung. #BTW17 pic.twitter.com/vF8WqL145r
— tagesschau (@tagesschau) 24. September 2017
Würde Cem Özdemir in einer Jamaika-Koalition Außenminister werden, wäre das wohl nicht nach dem Gusto der AfD, so der BILD-Journalist Julian Reichelt:
Es wäre eine hübsche historische Pointe, wenn Deutschland wegen der starken AfD einen türkisch-stämmigen Außenminister bekäme.
— Julian Reichelt (@jreichelt) 25. September 2017
Endlich habe Martin Schulz Klartext gesprochen, als er kurz nach Wahlergebnis schon eine Große Koalition ausschloss. Und auch in der Berliner Runde bei ARD/ZDF nahm der Kanzlerkandidat der SPD plötzlich kein Blatt mehr vor den Mund. Laut Twitter eine deutlich bessere Performance als während des Wahlkampfs.
Wo war DIESER Martin Schulz vor dem 24. September 2017 um 20:15 Uhr? #Berlinerrunde
— Tilo (@TiloJung) 24. September 2017
Andere sehen das Ganze mit Humor:
Wenn man dem Schulz so zuhört, wie der Merkel scharf angreift … Der wäre doch mal ein guter SPD-Kanzlerkandidat! #elefantenrunde
— extra3 (@extra3) 24. September 2017
Martin Schulz in der Elefantenrunde pic.twitter.com/2XPZD4R52a
— Marcel Lewandowsky (@mlewandowsky) 24. September 2017
Für ihre nun vierte Amtszeit bekommt Angela Merkel Glückwünsche aus aller Welt: Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron gratuliert der CDU-Politikerin und freut sich auf eine Zusammenarbeit für Europa und die beiden Länder.
J’ai appelé Angela Merkel pour la féliciter. Nous poursuivons avec détermination notre coopération essentielle pour l’Europe et nos pays.
— Emmanuel Macron (@EmmanuelMacron) 24. September 2017
Die französische Populistin Marine Le Pen gratuliert im Gegenzug der AfD für ihren historischen Erfolg bei der Bundestagswahl. Sie spricht von einem „Erwachen der europäischen Bürger“.
Bravo à nos alliés de l’#AfD pour ce score historique ! C’est un nouveau symbole du réveil des peuples européens. MLP #BTW2017
— Marine Le Pen (@MLP_officiel) 24. September 2017
Und auch aus dem Nahen Osten kommen Glückwünsche für Angela Merkel. Der Premierminister Israels, Benjamin Netanyahu, bezeichnete die Bundeskanzlerin als wahre Freundin Israels:
Congratulations to Angela #Merkel , a true friend of Israel, on her re-election as Chancellor of Germany.
— Benjamin Netanyahu (@netanyahu) 24. September 2017
Satiriker Jan Böhmermann ist von der Wiederwahl Merkels nur mäßig begeistert und eröffnet diese Umfrage:
Wer hat 3 US-Präsidenten, 4 französische Präsidenten und 3 britische Premierminister mitgemacht und ist immer noch an der Macht?
— Jan Böhmermann (@janboehm) 25. September 2017
Viele Deutsche sind über das hohe Wahlergebnisse der AfD geschockt und wissen nicht ganz, was sie machen sollen. Klaas Heufer-Umlauf hätte da einen Vorschlag:
soll die afd da mal rumoppositionieren. wir werden jetzt aus protest einfach noch netter zueinander. nahezu EXTREM nett. und dann?
— klaas heufer-umlauf (@damitdasklaas) 24. September 2017
Im Vorfeld der Bundestagswahl wurde noch über russische Hacker gesprochen. Jetzt scheinen sich die Menschen, darunter auch der Journalist Jakob Augstein, danach zu sehnen:
Was war jetzt eigentlich mit den Russen? Wollten die nicht unsere Wahl manipulieren?
— Jakob Augstein (@Augstein) 25. September 2017
Langsam könnte Putin mal die richtigen Wahlergebnisse einspielen. Seinen Spaß hat er ja jetzt gehabt. #BTW17
— Sprayraumbarbie (@Sprayraumbarbie) 24. September 2017
Veröffentlicht am: 25.09.2017 in Artikel
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50 Stimmen in 5 Minuten
Von Yoda bis Chewbacca, von Kermit bis Elmo und von Jack Sparrow bis Optimus Prime – der Belgier Nic de Houwer kann sie alle. Über 50 verschiedene Stimmen aus Film und Fernsehen hat der Mann auf Lager. Die meisten davon beherrscht er perfekt oder zumindest zum Verwechseln ähnlich. Na gut, über Nicholas Cage lässt sich sicher diskutieren. Und wie kommt man ausgerechnet auf Star Wars-Trottel JarJar Binks? Aber Gollum und Elmo sind dafür absolut herausragend.
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Minkmar über Willemsen: „Gegenteil von spießig“
„Er pflegte Freundschaften – und Feindschaften“ – Nils Minkmar kannte Roger Willemsen nicht nur als Intellektuellen und Moderator – sondern auch als Chef
„Amerika gewinnt, Deutschland verliert“ – Umfrage zu TTIP
Beworben, gefürchtet und von manchen auch verdammt: das Freihandelsabkommen “TTIP” wird kontrovers diskutiert. Doch wissen die Deutschen eigentlich, womit sie es zu tun haben? Unsere Umfrage in Hamburg zeigt: wirklich interessieren tut es kaum jemanden.
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Zeichen für Cumhuriyet: Türkisches Staatsfernsehen gefotobombt
In der Türkei hat der Prozess gegen siebzehn Mitarbeiter der Zeitung Cumhuriyet begonnen. Das türkische Staatsfernsehen TRT berichtete live vor dem Prozessgebäude. Mit Pro-Cumhuriyet-Plakaten bewaffnet, schlichen sich drei Personen hinter den TRT-Sprecher und teilten still ihre Solidarität mit den angeklagten Journalisten.
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Mit einem hauchdünnen Pinsel bringt der türkische Künstler Hasan Kale Miniatur-Bilder auf allerlei Gestände. Neben Muscheln, Körnern und auch nur mal auf Papier, nimmt er sich in diesem Video eine Nudel vor. Und zaubert auf beeindruckende Weise einen türkischen Palast am Meer vor einem goldenen Himmel.
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Artikel So reagiert das Netz auf den Wahlerfolg der AfD
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Die AfD zieht mit 12,6 Prozent der Stimmen in den Bundestag ein und ist damit die drittstärkste Kraft. Das Netz reagiert teils schockiert auf den Wahlerfolg und die AfD-Spitzenpolitiker. Wir haben für euch die besten Twitter-Reaktionen gesammelt.
Nachdem im Vorfeld in den Sozialen Medien oft dazu aufgerufen wurde, unbedingt wählen zu gehen, um den Einzug der AfD zu verhindern, reagieren jetzt die Twitter-User entsprechend schockiert über das Wahlergebnis der Bundestagswahl 2017. Bei der Alternative für Deutschland hingegen ist die Freude groß.
Für viel Empörung sorgt der Tweet der AfD-Parteivorsitzenden Frauke Petry:
„Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.“ – Gandhi.
DANKE 🇩🇪🇩🇪🇩🇪🇩🇪#Btw17 #AfD— Frauke Petry (@FraukePetry) 24. September 2017
Ein Twitter-User reagiert darauf wie folgt:
„Ich will nicht von @FraukePetry zitiert werden“
– Gandhi
— GOLDIE DER XVI. (@ichbingoldie) 24. September 2017
Die Satire-Sendung heute show macht währenddessen Vermutungen über die Geschehnisse auf der AfD-Wahlparty:
Die AfD wird drittstärkste Kraft. Bernd Höcke rennt gerade über die Wahlparty und verteilt Heil-Fives.#BTW17
— ZDF heute-show (@heuteshow) 24. September 2017
Das Netz reagiert sowohl entrüstet als auch mit Humor. Viele Game of Thrones-Fans wissen, was mit dieser Anspielung aus Westeros gemeint ist:
Die ersten Wahlreaktionen aus dem Ausland treffen ein. Hier: Westeros #BTW17 pic.twitter.com/mIreSzJhUX
— Medienmagazin DWDL (@DWDL) 24. September 2017
Richtige Reaktionen auf die Wahl aus dem Ausland zeigt dieser Tweet. Die Farbwahl des Guardian spricht Bände:
Der Guardian stellt die #AfD mit einer passenden Farbe dar #btw17 pic.twitter.com/DdC7GCWwQw
— neues deutschland (@ndaktuell) 24. September 2017
Auf Twitter trendet am Wahlabend das Hashtag #fckafd. Einige der Tweets beziehen sich vergleichend auf die Geschichte Deutschlands und die Zeit des Nationalsozialismus.
Alle GeschichtslehrerInnen fragen sich gerade, warum sie das 2. Weltkrieg Thema immer und immer wieder durchgekaut haben… #BTW17 #fckafd
— Wuschelwolf (@EiszeitMagie) 24. September 2017
In Sachsen ist die AfD sogar die stärkste Macht nach den Wahlen. Für diese Userin keine Freude:
Ich kann davon ausgehen, dass fast jeder Dritte, der mir morgen begegnet, die AfD gewählt hat?!
Ja, JETZT fühle ich mich bedroht. #fckafd— saphaia (@Zwergpanda) 24. September 2017
Dieser Twitterer einen Gegenvorschlag zur Abschiebung von Flüchtlingen, wie es die AfD fordert:
Können wir mehr Flüchtlinge aufnehmen und die 13,5% abschieben? #fckafd
— Alex (@Alex_5625) 24. September 2017
In seiner Siegesrede sprach AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland davon, Frau Merkel zu jagen. Die heute show zählte eins und eins zusammen und hat Petrys Abgang bei der Bundespressekonferenz neu gedeutet:
Frauke #Petry will nicht in die neue AfD-Fraktion eintreten. Sie hat keinen Jagdschein.
— ZDF heute-show (@heuteshow) 25. September 2017
Das fragwürdige Vokabular Gaulands wurde oft kritisch kommentiert. Ein Twitter-User fühlt sich dabei an Quentin Tarantinos Inglourious Basterds erinnert. Dort werden allerdings von einer Untergrund-Bande Judenhasser gejagt und getötet.
„Wir werden sie jagen!“
„Challenge accepted.“ pic.twitter.com/WiEPSHAN2m— Volker Dohr (@VlkrDhr) 24. September 2017
Veröffentlicht am: 25.09.2017 in Artikel
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Gedenken in Nizza: Buhrufe für Premierminister Valls
Der französische Premierminister Manuel Valls ist nach Nizza gereist, um gemeinsam mit der Bevölkerung der Opfer des Anschlags vom 14. Juli zu gedenken. Doch die anwesenden Leute machten ihm unmissverständlich klar, dass sie keinen Wert auf dessen Anwesenheit legen und buhten ihn sogar aus. Applaus gab es nur für die Sicherheitskräfte.
Pressefreiheit weltweit: Europa schwächelt in Rangliste 2018
Am 3. Mai ist Tag der Pressefreiheit. Aber wie steht’s eigentlich im Jahr 2018 um die Freiheit von Journalistinnen und Journalisten ihrer Arbeit nachzugehen? Die Organisation Reporter ohne Grenzen hat, wie jedes Jahr, die aktuelle weltweite Situation ausgewertet und stellt fest: In Europa wird sie schlechter.
Interview mit Wolfgang Kubicki über die FDP
Schafft die FDP ein Comeback? Oder löst sie sich auf? Wolfgang Kubicki über den Überlebenskampf seiner Partei.
Best Of: „Blowing In The Wind“-Covers
Mit Songs wie Knockin‘ On Heaven’s Door und Mr. Tambourine Man hat er Generationen verzaubert. Nun wird der Folk- und Rockmusiker mit der kratzigen Stimme für seine Texte mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet. Mit diesem Best Of der „Blowing in the Wind“-Covers verneigen wir uns.
Das Lied, das Leonard Cohen unsterblich macht
Leonard Cohen ist tot. Der kanadische Sänger und Songwriter starb im Alter von 82 Jahren. Seine Geburtsstadt Montreal ordnete an, alle Flaggen auf Halbmast zu setzen. Sie würdigt damit ein herausragendes Künstlerleben.
So wütet Sturm Sebastian an der Nordseeküste
Orkantief Sebastian traf am Mittwoch auf die Nordseeküste und sorgte im Norden Deutschlands für Chaos. Es starben sogar zwei Menschen durch die Folgen des Sturms. Augenzeugenvideos zeigen seine Kraft und die Verwüstung.
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#TV-Duell: So kritisch reagierte das Netz
Die einzige Debatte zwischen Angela Merkel und Martin Schulz zur kommenden Wahl – und Merkel liegt laut Umfragen deutlich vorne. Die Zuschauer waren jedoch nicht zufrieden mit dem TV-Duell und übten auf Twitter viel Kritik. Hier sind die besten Twitter-Reaktionen.
„Kommt her und haltet es 24 Stunden aus“ – Syrer laden AfD nach Ost-Ghouta ein
Syrien sei sicher genug, dass Flüchtlinge dorthin zurückkehren können – so das Fazit der AfD-Abgeordneten, die derzeit das Land besuchen. Die Reise wurde nicht nur von der Bundesregierung scharf kritisiert; Aktivisten aus Syrien fordern mit einem Video die AfD-Politiker auf, statt sich die Schönmalerei des Regimes anzuschauen, zu den Betroffenen im umkämpften Gebiet Ost-Ghouta zu reisen.
Je suis Charlie
– Terror in Paris – die Videos
– Skype-Talk – Titanic-Chefredakteur
– FLASH – die Antwort der Zeichner
– Montage – die Reaktion der Videoblogger (später)
– Ich bin Charlie – Deutsche fühlen mit (später)
Alles für die Kohle: Hambacher Forst wird geräumt
Seit Jahren wird sich um den Hambacher Forst gestritten. Während Braunkohlegegner seit Jahren den Wald mit Barrikaden und Baumhäusern vor einer Rodung bewahren, versucht der Stromerzeuger RWE, das Land für den Kohlebergbau zugänglich zu machen. Jetzt mit der Unterstützung der Landesregierung Nordrhein-Westfalen: Augenzeugenvideos zeigen die Räumung.
Todenhöfer-Interview, Kanada-Aussteiger Luke, WM-Neuvergabe?
– SKYPE-TALK mit Jürgen Todenhöfer
– FLASH: Luke – ein deutscher Kanada-Aussteiger
– STREITGESPRÄCH: WM-Neuvergabe – Ja oder Nein?
Die lustigsten Twitter-Reaktionen auf Sky-Moderator Wasserziehr
Als Praktikant Kaffee kochen zu müssen ist unwürdig? Sky-Moderator Wasserziehr hat den Praktikantenjob noch einmal auf ein ganz anderes Level gebracht und sich dabei blöderweise auch noch filmen lassen. Unter dem Hashtag #Wasserziehr nehmen die Twitter-User den Moderator nun auf die Schippe.
Artikel Bundestagswahl 2017 – der Sieg der Spießer
Artikel Bundestagswahl 2017 – der Sieg der Spießer
Kommentar zur Bundestagswahl 2017 von Stephan Lamby
Martin Schulz und seine SPD haben sich geirrt. Die Deutschen treibt im Jahr 2017 nicht so sehr die Frage um, ob es im Land gerecht zugeht. Die klassische Soziale-Gerechtigkeits-Kampagne, routiniert abgespult von einer gut ausgestatteten Wahlkampfmaschine, lief spektakulär ins Leere. 12,6 % der Wähler haben sich für die unerfahrene, bis aufs Blut zerstrittene AfD entschieden, nur 8 % weniger als für die SPD mit ihrer 154-jährigen Geschichte. Auch die CDU hat mit ihrer ganz auf Angela Merkel zugeschnittenen, selbstgefälligen Gut-und-Gerne-Kampagne die Stimmung im Land falsch eingeschätzt – und dabei über 1 Millionen Wähler an die AfD verloren.
Und wie bei der Brexit-Entscheidung der Briten und bei der Trump-Wahl in den USA hat es auch in Deutschland nicht an Aufklärung über und Kritik an den neuen Rechten gemangelt. Doch die tapfere journalistische Auseinandersetzung mit der AfD greift ebenso wenig wie die falschen Kampagnen von CDU und SPD.
Riesenangst vor Andersartigkeit
Die AfD hat im Wahlkampf wenig auf klassische Parteithemen gesetzt, das Thema soziale Gerechtigkeit hat sie anderen überlassen, auch um Arbeitsmarkt-, Steuer- oder Rentenpolitik hat sie sich kaum gekümmert. Wie und wo also die AfD stellen? Die AfD bekämpft etwas viel Umfassenderes als Ungerechtigkeit, Altersarmut, Bildungsmisere. Sie bekämpft im Kern etwas, das politisch und journalistisch viel schwerer zu greifen ist und das vielen Deutschen offenbar eine Riesenangst bereitet: Andersartigkeit. Die offene Gesellschaft mit vielfältigen Ethnien, Religionsgemeinschaften und Lebensentwürfen empfinden AfD-Wähler nicht als Bereicherung, sondern als Bedrohung. Mehrere Untersuchungen haben nachgewiesen, dass nicht nur Arbeitslose am Rande der Gesellschaft AfD wählen, sondern auch viele Deutsche mit gutem Einkommen aus der gutbürgerlichen Mitte. Sie sorgen sich weniger um den Verlust von Arbeitsplatz und Einkommen als um ihre kulturelle Identität. Die Ehe für alle ist diesen Deutschen genauso ein Grauen wie ein grenzenloses Europa und Hilfe für Kriegsflüchtlinge. Das Gesellschaftsbild, das die AfD für viele Deutsche so attraktiv macht, ist das der prä-68er-Zeit, ohne Rock’n’Roll, Multikulti, Emanzipation. Mag sein, dass sich ein paar AfD-Funktionäre in der Erinnerung an die NS-Zeit wärmen, in der man stolz auf die Leistungen der deutschen Wehrmacht sein konnte. Das Gros der AfD-Wähler als Nazis zu bezeichnen, würde ihnen aber Unrecht tun.
Bundestagswahlkampf 2017 war auch ein Kulturkampf
Viele AfD-Wähler dürften sich insgeheim nicht in die NS-Zeit zurücksehnen, sondern in die Adenauerära, mit ihrer streng standardisierten deutschen Leitkultur – aufgepeppt höchstens durch ein wenig Dieter Bohlen und Helene Fischer anstelle von Peter Alexander und Heino. Das Adenauer-Deutschland wird selbst von den AfD-Wählern verklärt, die es gar nicht erlebt haben, weil sie entweder zu spät oder im anderen Teil Deutschlands geboren wurden. Das Adenauer-Deutschland ist ein Synonym für ein Land, das sich erfolgreich gegen fremde Einflüsse abschottet (die vielen Gastarbeiter, die ab Mitte der 1950er Jahre in die Bundesrepublik kamen, wurden als billige Arbeitskräfte gebraucht und am Rande der Gesellschaft geduldet. Von einer „Durchmischung des deutschen Volkes“ war damals nicht die Rede). Das Adenauer-Deutschland ist aber auch ein Synonym für ein Land, das sich jedem politischem und gesellschaftlichem Fortschritt widersetzt. AfD-Spitzenkandidat Gauland wurde am Wahlabend gefragt, welches Deutschland er sich wünscht. Seine knappe Antwort: „Ein Deutschland ohne Flüchtlinge“. Mit anderen Worten: Ein Deutschland ohne fremde Einflüsse, ohne Veränderungsdrang. 1957 erzielte die CDU von Konrad Adenauer mit ihrer „Keine Experimente“-Kampagne die absolute Mehrheit – und verschaffte dem deutschen Spießbürger ein neues Selbstwertgefühl. „Kennen wir nicht – wollen wir nicht“ wurde zur Abwehrhaltung einer Generation gegen alles Neue. 60 Jahre später ist die gesamte gesellschaftspolitische Debatte der AfD letztlich nicht in die Zukunft, sondern in diese Vergangenheit gerichtet: Keine offenen Grenzen, die Deutschen sollen unter sich bleiben, keine Experimente.
Der Bundestagswahlkampf 2017 war auch ein Kulturkampf, der von den etablierten Parteien (siehe oben) arrogant ignoriert wurde. Der AfD-Triumph ist ein Sieg der Spießer.
Veröffentlicht am: 25.09.2017 in Artikel
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Mein Shitstorm – Das Revenge Porn Opfer
Das Revenge Porn Opfer: Nach der Trennung von ihrem Freund findet Annmarie Chiarini Nacktfotos von sich im Netz. Sie kann nichts dagegen tun, auch weil Polizei und Justiz ihr nicht helfen. Sie wird zur Aktivistin und fordert neue Gesetze.
Ruhrbarone.de: Bloggen über Bloggen reicht nicht
Für Stefan Laurin, Gründer des Blogs Ruhrbarone, „macht es keinen Sinn zwischen Bloggen und Journalismus zu unterscheiden.“
Die Erde ist flach? Verschwörungstheoretiker Manuel Heine im TV
Das hatte auch Jürgen Domian noch nicht erlebt. Verschwörungstheoretiker Manuel Heine ruft in seiner Sendung an und verkündet, dass die Erde in Wirklichkeit flach und Hillary Clinton eigentlich ein „Reptiloid“ sei. Das Video der Aktion wurde im Netz zu einem viralen Hit. Doch damit nicht genug. Nun ging das Spektakel im Sat.1-Frühstücksfernsehen weiter. Aus welchen Gründen auch immer hatten sich die Macher der Sendung entschieden, den Verschwörungstheoretiker einzuladen. Dieser wiederholte nochmals seine kruden Theorien.
Nach Tsunami in Japan: „Trauma wird weitervererbt“
Statt die Ressourcen in den Wiederaufbau der Wirtschaft zu investieren, sichert sich Japan die Olympischen Spiele 2020. „Ein Wahnwitz“ urteilt Jesper Weber von der Evangelischen Kirche in Tokio…
„Chewbacca Mask Lady“ – Facebook-Video bricht Klickrekord
Was ist die Rezeptur für ein virales Facebook-Video? Eine Texanerin hat die Formel offensichtlich geknackt: sie schaltete Facebook-Live in ihrem Auto an, setzte sich eine Maske der Star Wars-Ikone Chewbacca auf und kam aus dem Lachen nicht mehr heraus.
Serie: Drohnen-Videos aus Idomeni (Teil 1)
Katastrophe mit Anlauf: Seit Monaten versuchen Flüchtlinge, die griechisch-mazedonische Grenze zu überwinden. Immer wieder filmt eine Kamera-Drone die Szene. Derzeit dürfen lediglich Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak die mazedonisch-griechische Grenze passieren. Der Grund: Die Länder an der Balkanroute hatten sich unter Führung Österreichs darauf verständigt, täglich nur noch bis zu 580 Migranten nach Norden durchzulassen.
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Netz-Hype um Frau, die Trump den Mittelfinger zeigte
Juli Briskman hat Donald Trump den Mitelfinger gezeigt. Das kostete sie jetzt ihren Job. Doch das Netz solidarisiert sich mit der Frau. Viele wollen sie als nächste US-Präsidentin…
Schwerpunkt: Besetzung der Brent Spar
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– INTERVIEW: Jochen Graebert (NDR)
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„Kommt her und haltet es 24 Stunden aus“ – Syrer laden AfD nach Ost-Ghouta ein
Syrien sei sicher genug, dass Flüchtlinge dorthin zurückkehren können – so das Fazit der AfD-Abgeordneten, die derzeit das Land besuchen. Die Reise wurde nicht nur von der Bundesregierung scharf kritisiert; Aktivisten aus Syrien fordern mit einem Video die AfD-Politiker auf, statt sich die Schönmalerei des Regimes anzuschauen, zu den Betroffenen im umkämpften Gebiet Ost-Ghouta zu reisen.
Anwohner filmt Vulkanausbruch in Hawaii aus der Nähe
Genauso schön wie beängstigend: Ikaika Marzo filmt fast jeden Tag live die Lavafontänen auf seiner Heimat Hawaii. 2000 Menschen mussten schon fliehen, doch er bleibt dort.
Schwerpunkt: VOCER Innovation Day 2015
– #vid15-Umfrage
– INTERVIEW mit Anja Reschke (NDR)
– INTERVIEW mit Stephan Weichert (VOCER-Herausgeber)
– Interview-Zusammenschnitt
Videotagebuch des „singenden Astronauten“
Seit Frühjahr 2014 stand eine dbate-Mitarbeiterin mit der kanadischen Weltraum Agentur CSA in Kontakt. Sie führte ein Interview mit dem Astronauten Chris Hadfield und konnte schließlich das Videomaterial seiner Weltraummission von Dezember 2012 bis Mai 2013 für ein ungewöhnliches Videotagebuch nutzen.
Artikel Die besten Karikaturen zum Bundestagswahlkampf 2017
Artikel Die besten Karikaturen zum Bundestagswahlkampf 2017
Der Bundestagswahlkampf 2017 geht in die heiße Phase. Auch die Karikaturisten haben sich natürlich ihre Gedanken und Meinungen zum Wahlkampf gemacht. dbate zeigt die besten Bundestagswahl-Karikaturen der Künstler Thomas Plaßmann, Jürgen Tomicek und Heiko Sakurai.
Thomas Plaßmann scheint die Problematik der Unentschlossenheit gut zu verstehen. Schließlich kann man sich bis Sonntagabend Zeit lassen und sich Gedanken über sein Kreuzchen machen. Wer bekommt Erst-, wer bekommt Zeitstimme? Diese Problematik greift Plaßmann in seiner Karikatur „Die Stunde der Taktiker“ auf:
Ironisch greift er außerdem die „heiße Phase“ des Wahlkampfes auf. Total spannend oder etwa nicht?
Bundeskanzlerin Angela Merkel kandidiert für schon für ihre vierte Amtszeit. Seit 2005 hat sie das Amt der Bundeskanzlerin inne. Das greift Karikaturist Jürgen Tomicek mit dieser Karikatur auf:
Tomicek sieht die „Große Koalition“ nicht in Gefahr. SPD-Kanzlerkandidat hat sich dafür extra hübsch gemacht…
Von Wind keine Spur? Dieses Jahr gab es jede Menge Kritik, dass der Wahlkampf zu langweilig sei.
Der Künstler Heiko Sakurai fasst die Problematik der Koalitionsbildung wie folgt zusammen:
Während Merkel und Schulz sich mit Samthandschuhen anfassen, geht es bei den kleineren Parteien richtig zur Sache. Um Platz drei wird erbittert gekämpft:
Plant Martin Schulz schon für die Zeit nach der (verlorenen) Wahl? Und wer bekommt welchen Posten? Karikaturist Sakurais Blick in die Glaskugel:
Veröffentlicht am: 22.09.2017 in Artikel
Zufällige Auswahl
Nervöse Republik – Ein Jahr Deutschland (kompletter Film)
Deutschland im Zustand der Dauererregung. dbate zeigt den kompletten Film „Nervöse Republik – Ein Jahr Deutschland“.
Exoten bei der Bundestagswahl: Bergpartei, die Überpartei
Vom Hausbesetzer zum Politiker: Die Bergpartei setzt sich künstlerisch und politisch ein. Dass dazu auch immer eine ganze Menge Spaß gehört, ist für den Parteivorsitzenden Rico Tscharntke selbstverständlich. Damit eckt „die Überpartei“ oft an – am meisten jedoch an die deutschen Richtlinien für Parteiwerbung.
Sundermann zum NSU: Rechtes Auge, blindes Auge!
Der freie Journalist Tom Sundermann beobachtet für ZEIT ONLINE den NSU-Prozess. Er glaubt nicht, dass Beate Zschäpe die wichtigen Fragen ndem Netzwerk, den Komplizen und der Infrastruktur des NSU beantworten wird. Vielmehr wird sie versuchen der lebenslangen Haftstrafe mit Sicherheitsverwahrung zu entgehen. Am Ende bleiben vermutlich mehr Fragen als zuvor.
Wolfgang Kubicki: „Moral ist das Gegenteil von Politik“
FDP-Politiker Wolfgang Kubicki war eigentlich raus aus dem Berliner Politikbetrieb. Nun führt er nicht nur neben Christian Lindner für die FDP die Verhandlungen in den Sondierungsgesprächen für eine Jamaika-Koalition, sondern ist sogar für allerhand Ämter im Gespräch – vom Fraktionsvorsitzenden bis zum Bundesfinanzminister.
Drive-By – Rap mit Rollstuhl
Nicolas Uhl sitzt wegen seiner Behinderung im Rollstuhl. Das hält ihn aber nicht davon ab, Musik zu machen und zum Beat zu nicken: Er nimmt euch mit auf ’nen Drive-By-Trip.
Corona weltweit: Interview mit Kristina Shramko aus Wuhan, China
Die Kanadierin Kristina Shramko lebt und arbeitet in Wuhan als Influencerin. Als die Coronakrise dort Ende ausbrach, war sie mitten drin im Geschehen.
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Wie wird 2018? Erwartungen ans nächste Jahr
Ein seltsames Jahr ist zu Ende, 2017 war das Jahr des Übergangs – eine Regierung in der Dauerkrise; Finanzspekulanten, die auf das Platzen der nächsten Börsenblase warten; verunsicherte Bürger, die nicht wissen, ob sie sich vor Terroranschlägen fürchten oder sich an sie gewöhnen sollen; und über all dem die Frage, vor wem man mehr Angst haben soll: Kim Jong-un oder Donald Trump?
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Bis zum 26. Mai wurde in Europa gewählt. Alle 28 Länder (inklusive des Vereinigten Königreichs, trotz Brexit-Referendums) stimmten ab, um das europäische Parlament für die nächsten 5 Jahre zu bestimmen.
#MeToo: Hier spricht die Initiatorin der Bewegung
Unter #MeToo berichten aktuell Frauen davon, wie sie sexuelle Belästigung und sogar sexuellen Missbrauch erlebt haben. Die Bewegung und das Hashtag kamen durch den sogenannten Weinstein-Skandal ins Rollen. US-Schauspielerin Alyssa Milano hatte als Reaktion darauf einen Aufruf bei Twitter gestartet. Doch die Bewegung ist schon viel älter. Jetzt hat sich die Gründerin geäußert.
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Schwerpunkt: Alles Pop? Das ESC-Gegenprogramm
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dbate.de zeigt Doku-Film #myescape
– VIDEOTAGEBUCH: #myescape – Selfies der Flucht
Artikel Geplanter Abgang? AfD-Politikerin Weidel verlässt TV-Sendung
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In der Sendung „Wie geht’s, Deutschland?“ kam es zum Eklat: AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel verließ die laufende Diskussion über Integration. Kurz zuvor hatte CSU-Politiker Andreas Scheuer ihren Parteikollegen Björn Höcke als rechtsradikal bezeichnete. Kritiker halten Weidels Flucht für inszeniert.
„Wie geht’s, Deutschland?“ – Eine Antwort darauf lieferte der Abgang von AfD-Politikerin Alice Weidel aus der ZDF-Sendung zur Bundestagswahl. Der CSU-Politiker Andreas Scheuer hatte Weidel unter Beifall des Publikums aufgefordert, sich von „rechtsradikalen“ AfD-Mitgliedern wie Björn Höcke und Alexander Gauland zu distanzieren.
Nach einer Diskussion mit Andreas Scheuer hat Alice Weidel die Sendung #WiegehtsDeutschland verlassen: pic.twitter.com/CghHHUqY5n
— ZDF heute (@ZDFheute) 5. September 2017
Die AfD veröffentlichte schon wenige Minuten nach Ende der ZDF-Sendung über Twitter ein Statement, in dem sie die Professionalität der Moderatorin Marietta Slomka anzweifelte und ihr vorwarf, parteiisch zu sein:
Meine Stellungnahme zum Verlassen der Sendung #wiegehtsD aufgrund der tendenziösen & völlig unprofessionellen Moderatorin Marietta #Slomka: pic.twitter.com/4upZkDs518
— Dr. Alice Weidel (@Alice_Weidel) 5. September 2017
Obwohl auch Weidel mehrfach von den Vertretern von CSU und CDU scharf kritisiert wurde, fanden die beiden Parteien keine Erwähnung in dem Statement. In den sozialen Medien wurde der Politikerin wegen der „verdächtig schnellen“ Äußerung vorgeworfen, der Abgang sei eine absichtliche Inszenierung gewesen. Das vermutet auch die SPIEGEL-Redakteurin Melanie Amann, die oft über die AfD berichtet und sich mit deren Taktiken auskennt:
Das ging (auffällig) schnell: Statement @Alice_Weidel zu ihrem #Alixit aus #wiegehtsD. Gibt nicht @AndiScheuer die Schuld, sondern #Slomka. pic.twitter.com/rIebX3mjzA
— Melanie Amann (@MelAmann) 5. September 2017
Ist Björn Höcke rechtsradikal?
Björn Höcke gilt als der große Streitpunkt zwischen dem AfD-Spitzenduo Weidel und Gauland, den CSU-Politiker Scheuer gezielt angesprochen hat. Höcke war in der Vergangenheit wegen abfälliger Kommentare zu Holocaust-Denkmälern negativ aufgefallen. Ihm droht daher der Parteiausschluss, gegen den sich Alexander Gauland aber einsetzt. Gegen Gauland selbst laufen ebenfalls Ermittlungen wegen einer Äußerung über die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung Aydan Özuguz, die er (so wörtlich) „nach Anatolien entsorgen“ wolle.
Veröffentlicht am: 06.09.2017 in Artikel
Zufällige Auswahl
„Asylschmarotzer” – Zwei Minuten zum Nachdenken
In den sozialen Netzwerken äußern viele Nutzer ihren Hass auf Flüchtlinge und bekommen dafür teils auch noch großen Zuspruch. Der gemeinnützige Verein „Liberale Flüchtlingshilfe“ antwortet den Flüchtlingsgegnern mit einem bewegenden Video, das Kriegsszenen und Hasskommentare gegenüberstellt.
Jerusalem: LKW rast in Soldatengruppe
In Jerusalem ist ein LKW in eine Menschenmenge gefahren. Die israelische Polizei meldete vier Tote und 17 weitere Verletzte. Bei den Opfern handelt es sich um israelische Soldaten – drei […]
Andre Meister (netzpolitik.org): „Haben nur unsere Pflicht getan“
Das kann man wohl „mit Kanonen auf Spatzen schießen“ nennen – zwei Journalisten von netzpolitik.org wird von der Generalbundesanwaltschaft Landesverrat vorgeworfen. Blogger Andre Meister und Netzpolitik-Chefredakteur Markus Beckedahl wird vorgeworfen, geheime Dokumente über geheimdienstliche Überwachungsmethoden im Internet, die ihnen zuvor von einem Whistleblower zugespielt wurden, veröffentlicht zu haben.
„Worldwide Berlin“ – Südafrika 3
www.worldwideberlin.de: Berlin liegt am Meer – jedenfalls in Berlinhafen, Papua-Neuguinea. Berlin ist Ruhe – jedenfalls in Bolivien, mit 1000 Lamas und 10 Menschen. Es gibt weltweit mehr als 100 Orte mit diesem Namen. In einem einmaligen Crossmedia-Projekt verbindet sich die deutsche Hauptstadt mit den Berlins der Welt. Teil 3: Südafrika.
Dallas nimmt Abschied von getöteten Polizisten: Obamas Trauerrede
Schwarz gegen Weiß – Lässt sich der Rassenkonflikt in den USA noch überwinden?, fragt US-Präsident Obama. dbate zeigt seine komplette Rede im Rahmen einer Trauerfeier in Dallas.
Nach US-Wahl: Die ersten packen schon ihre Koffer…
We have to get out of this country! Wie geschockt einige Amerikaner über das Ergebnis der US-Wahl sind, zeigt beispielsweise der Zusammenbruch der Website der kanadischen Einwanderungsbehörde. Für welches Exil „Greg“ in diesem kurzen Video packt, bleibt ungeklärt. Hauptsache schnell weg…
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Schwerpunkt: Jahrestag des Tsunamis
– Videotagebuch: Mein Tsnuami 1/4
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– Skype-Talk: Greenpeace Japan: “Krebsrate steigt”
– Flash: Fukushima Tomioka – die verlassene Stadt
Marseille: Auto rast in mehrere Bushaltestellen
In Marseille sollt ein Auto in mehrere Bushaltestellen gerast sein. Eine Frau ist nach ersten Medienberichten dabei getötet worden. Ob es sich dabei um einen Anschlag handelt und ob es einen islamistischen Hintergrund gibt, ist bislang völlig unklar. Augenzeugen-Videos zeigen die Szenen danach.
Nervöse Republik – ein Jahr Deutschland
Für eine ARD-Dokumentation beobachtete Stephan Lamby Politiker und Journalisten ein Jahr lang aus der Nähe. Das Jahr hatte es in sich. Ein Strukturwandel der Öffentlichkeit zeichnet sich ab.
Doppelschwerpunkt: „Flüchtlinge“ und „Wahlen in Griechenland“
– VIDEOTAGEBUCH: Meine Flüchtlingshilfe
– FLASH: Hamburger für Flüchtlinge
– VIDEOTAGEBUCH: Mein Leben in der Euro-Krise
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Das hässliche Gesicht Europas – Ein Kommentar
In Zeiten von Terror rückt Europa näher und besinnt sich auf das, was es repräsentiert – Freiheit, Einheit trotz Vielfalt und vor allem Frieden. Denn es ist verstörend genug, dass Menschen, geblendet von Hass, für falsche Ideale morden. Aber Europa hat auch sein hässliches Gesicht.
AfD, Trump – und wir | Etablierte Medien verlieren Deutungshoheit
Es hat ja nun wirklich nicht an kritischen Berichten zur AfD gefehlt. SPIEGEL, STERN, ZEIT, SZ, FAZ, ARD, ZDF, die großen Online-Medien – sie alle haben sich redlich Mühe gegeben, vor den neuen Rechten zu warnen. Das Ergebnis: 1.349.620 Deutsche haben im März die AfD gewählt.
Artikel #TV-Duell: So kritisch reagierte das Netz
Artikel #TV-Duell: So kritisch reagierte das Netz
Die einzige Debatte zwischen Angela Merkel und Martin Schulz zur kommenden Wahl – und Merkel liegt laut Umfragen deutlich vorne. Die Zuschauer waren jedoch nicht zufrieden mit dem TV-Duell und übten auf Twitter viel Kritik. Hier sind die besten Twitter-Reaktionen.
Das einzige direkte Aufeinandertreffen von Angela Merkel und Martin Schulz im TV während des Wahlkampfes stand schon im Vorfeld unter einem schlechten Stern. Merkel soll sich gegen Änderungen des Formats ausgesprochen haben, und droht sogar mit der Absage des TV-Duells. So blieb es beim gehabten Frage-Antwort-Spiel zwischen den vier Moderatoren und den zwei Kanzlerkandidaten.
Die meisten Zuschauer fanden das TV-Duell langweilig und auch eine richtige Debatte kam ihrer Meinung nicht zustande.
Jan Böhmermann resümiert den Abend sarkastisch:
Merkel leitet die Runde super. Schulz scheint auch zufrieden. #tvduell
— Jan Böhmermann (@janboehm) 3. September 2017
Einige User sahen die Spannung des Abends ebenfalls humorvoll:
Dinge, die ich lieber tun würde, als mir dieses #TVDuell reinzutun. pic.twitter.com/7wfV0Nd5Cc
— Varg I Veum (@Varg_I_Veum) 3. September 2017
Bei vielen Debattenpunkten waren sich Merkel und Schulz einig. Eine gewisse Anspielung lag da nicht fern:
Was ich mich jetzt nach den #tagesthemen frage, warum niemand auf die Idee kam, den Gag zu machen, das #tvduell wäre „Duett statt Duell“
— Erik Flügge (@erik_fluegge) 3. September 2017
Die Heute Show hat den Abend in Zahlen und Fakten zusammengefasst:
Erkenntnisse aus dem #TVDuell:
Eine Schulz-Minute hat 142 Sekunden.
Ein Merkel-Nein hat 32 Wörter.
Eine Strunz-Frage hat drei Facepalms.— ZDF heute-show (@heuteshow) 4. September 2017
Besonders Moderator Claus Strunz fiel im Netz auf starke Kritik. Er zitierte Kanzlerkandidat Martin Schulz falsch und auch seine Fragen sorgten für viel Häme.
Ganz Twitter immer so, wenn Claus Strunz eine Frage stellt: #TVDuell pic.twitter.com/M3gzM8CllN
— André (@Leitung296) 3. September 2017
Generell wurde im Netz die Auswahl der Fragen stark kritisiert. Unter dem Hashtag #fragendiefehlen sammelten User die Fragen, die sie wirklich interessiert hätten.
„Frau Merkel, in ihrer Regierungszeit ist die Ungleichheit immer größer geworden. Wie ändern sie das?“ #fragendiefehlen #tvduell
— Rico Grimm (@gri_mm) 3. September 2017
Neben den Fragen wurden auch die Antworten der Kandidaten auf die Schippe genommen:
Moderatoren: „Jetzt kommen Ja/Nein-Fragen“. Merkel: „Vielleicht.“ #TVDuell
— extra3 (@extra3) 3. September 2017
Veröffentlicht am: 04.09.2017 in Artikel
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Die Würde des Menschen ist unantastbar. Deshalb wird die finanzielle Grundsicherung in Form von Hartz IV an den ärmsten 20 Prozent der Deutschen bemessen. Sollte sie zumindest. Das probono Magazin zeigt, wie es wirklich um das Arbeitslosengeld für Hilfebedürftige steht.
5 Fragen an Klaus Brinkbäumer und Stephan Lamby zu „Im Wahn – die amerikanische Katastrophe“
Ein Gespräch mit Klaus Brinkbäumer und Stephan Lamby über ihr Buch, die USA unter Trump und die Wahlnacht.
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Ein Netzwerk, um sich weltweit mit Familie und Freunden austauschen zu können. Das war mal die Idee von Facebook. Doch inzwischen spielt die Internet-Seite auch eine elementare Rolle bei der Organisation politischer Bewegungen.
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Die TOP 15 Verschwörungstheorien im Netz, Platz 3-1
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Artikel #Thermilindner: Der lustigste Hashtag zur Bundestagswahl
#Thermilindner! Das Internet hat mal wieder zugeschlagen. Nach einer Pose in dem ARD-Talk Anne Will (siehe weiter unten) werden gerade lustige Twitter-Memes auf den FDP-Chef Christian Lindner, der selbst einer der aktivisten Politiker in den sozialen Medien ist, im Netz verbreitet. Mit #Thermilindner werden gerade verschiedene lustige Tweets zu Lindner und dem Küchengerät Thermomix kombiniert und verbreitet. Der Großteil ist tatsächlich sehr amüsant. Und selbst der FDP-Politiker kann offenbar darüber schmunzeln…
Und um diese Pose geht es. Christian Lindner mit zwei erhobenen Zeigefingern:
#ThermiLindnerpic.twitter.com/nynUAGuRSL
— Anna Berg (@bergdame) 24. August 2017
Was ist wichtiger? Thermomix oder Tinder?
Auch ein #ThermiLindner muss Prioritäten setzen pic.twitter.com/R6Pbrqo21i
— thore (@justthore) 24. August 2017
Ein Wort.
#ThermiLindnerpic.twitter.com/SS1lbP8wuS
— Plinz von Ament (@aronlesnik) 24. August 2017
Wahlversprechen mal anders…
Thermomix für Alle! #ThermiLindnerpic.twitter.com/h5jGnEloq1
— Marco (@marcobrembs) 24. August 2017
So einfach ist das also mit dem Thermomix:
#thermilindnerpic.twitter.com/2sYboZHHRu
— Felix von Ackern (@vonAckern) 24. August 2017
Jede noch so kleine Pose wird in ein Meme umgewandelt:
12 Funktionen hat er. #ThermiLindnerpic.twitter.com/9JrLmsC2An
— Luka (@dici69) 24. August 2017
Und auch Bundeskanzlerin Merkel spielt natürlich eine Rolle – und ist Lindner in diesem Fall einen Schritt voraus:
#thermilindner#Gesichtserkennung#Foodprinter#Merkel zeigt wie es in Zukunft laufen wird ! pic.twitter.com/c4LzBF0DVc
— Grim Reaper (@2GRIMREAPER3) 24. August 2017
Besonders kreativ zeigt sich dieser Twitter-User:
jetzt im Kiosk#ThermiLindnerpic.twitter.com/2Fkd9fXMO9
— ✪ pixzoo ✪ (@pixzoo) 24. August 2017
Dieses Foto wurde besonders oft verbreitet und neu interpretiert:
#thermilindnerpic.twitter.com/QgjmS4MdZk
— dnl wgnr (@danilwagner1) 24. August 2017
Auch der Abgang von Wolfgang Bosbach, der bei Twitter für viele Lacher sorgte, wird hier mit #Thermilindner kombiniert:
Bitte bleib doch, Wolfgang, ich pack auch noch den praktischen Gareinsatz kostenlos mit drauf! #BosbachLeavingThings#ThermiLindnerpic.twitter.com/1aL3W9LBh6
— Marcel (@Der_Mazze) 24. August 2017
Photoshop lässt grüßen:
#thermiLindnerpic.twitter.com/mILa7NdTSW
— Maximilian (@Homo_Narcissus) 24. August 2017
Leckere Rezeptideen:
#thermilindnerpic.twitter.com/5IAKamnhoY
— Quentin Lichtblau (@LichtblauQ) 24. August 2017
Auch solche GIFs hat die Online-Community erstellt:
#ThermiLindnerpic.twitter.com/ebqYe8KAIJ
— Jens Clasen (@jenshealthde) 24. August 2017
Und was sagt Lindner selbst? Der gibt sich gelassen:
Twitter macht heute hungrig. Wird Zeit, dass ich nach Hause komme… 😂 #ThermiLindner
— Christian Lindner (@c_lindner) 24. August 2017
Veröffentlicht am: 25.08.2017 in Artikel
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Wahlslogans von AfD und NPD – ein Vergleich. Gegen die eine Partei läuft ein Verbotsverfahren, die andere triumphiert gerade bei Wahlen. Doch wie groß ist der Unterschied? Wir haben auf den Straßen Hamburgs nachgefragt: Wer hat’s gesagt: Welcher Wahlspruch gehört zur AfD, welcher zur NPD?
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Als Antwort auf den rechten Mob, der sich in der vergangenen Woche in Chemnitz gegen Ausländer laut gemacht hat, kommen Bands wie Die Toten Hosen und Kraftklub am Montagabend zu einem gemeinsamen Konzert gegen Rechts zusammen. Dieses musikalische Statement wird ab 17 Uhr live bei YouTube übertragen.
Entwicklungshilfe für Afrika? „Großkonzerne vertreiben Kleinbauern“
Private Investitionen in Afrika sollen Hunger und Armut bekämpfen. Die Realität sieht häufig aber anders aus. Frank Ademba aus Tansania arbeitet eng mit Kleinbauern zusammen und erzählt, wie sehr sie unter dem Vorgehen der multinationalen Großkonzernen leiden.
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Anwohner filmt Vulkanausbruch in Hawaii aus der Nähe
Genauso schön wie beängstigend: Ikaika Marzo filmt fast jeden Tag live die Lavafontänen auf seiner Heimat Hawaii. 2000 Menschen mussten schon fliehen, doch er bleibt dort.
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