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Artikel Der große dbate-Jahresrückblick 2017
Artikel Der große dbate-Jahresrückblick 2017
Schlimmer als das verhexte 2016 konnte 2017 ja nicht werden, oder? Damals beschäftigte uns der zunehmende Populismus in Europa, politische Unruhen in der Türkei, der globale Terrorismus, die Wahl Donald Trumps zum US-Präsident und die Brexit-Entscheidung. Doch das Katastrophenjahr hinterließ so seine Spuren. Viele Ereignisse zeigten erst in diesem Jahr ihre Folgen. Wir haben euch die besten Videos des Jahres zusammengestellt – im großen dbate Jahresrückblick.
Januar: Trump wird Präsident
In diesem Jahr gab es einen Mann, der sicherlich für die meisten Schlagzeilen gesorgt hat. Donald Trump wurde am 20. Januar in das Amt des 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gehoben. Was darauf folgte war ein Jahr voller Kritik und Spott – dank seiner fragwürdigen Aktionen, provokanten Äußerungen und nicht zuletzt seiner Liebe zu Twitter. Seine Ansage zum Amtsantritt lautete „America First“. Über die nächsten Wochen folgten darauf lustige bis satirische Anwärter aus der ganzen Welt. Den Start machte eine Late-Night-Sendung aus den Niederlanden, die sich in Trump-Manier als „Netherlands Second“ bewarb.
Februar: Dutertes Drogenkrieg
Über 7.000 Tote hat der brutale Anti-Drogenkrieg des philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte bereits gefordert. Mit sogenannten extralegalen Morden versucht er, dem Drogenproblem auf den Philippinen Herr zu werden. Wer darunter leidet, sind vor allem die armen Menschen, berichten Journalisten und Bewohner des Landes. Unsere Web-Doku zeigt die dramatischen Lebensumstände der Filipinos unter Duterte.
März: Deutsch-türkische Beziehungen
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan veranlasste dieses Jahr ein Referendum, nach dem in der Türkei ein Präsidialsystem möglich werden sollte. Im Vorfeld sollten dafür auch in Deutschland türkische Minister Wahlkampfveranstaltungen durchführen. Doch diese wurden teils untersagt – der Grund: Die Türkei würde keine demokratischen Werte mehr vertreten. Erdogan war empört und verglich diese Entscheidung mit „Nazi-Praktiken“. Wir hatten im März mit Menschen auf der Straße gesprochen, was sie von der Debatte halten.
April: „Fotzen-Arschloch“
Brexit, Trump, AfD, „Volksverräter“, Fake-News. Das Vertrauen in „die da oben“ schwand im letzten Jahr zunehmend. Politische Debatten wurden in sozialen Medien geführt – mal belebend, oft verletzend. Gerüchte und Verschwörungstheorien kamen so ungebremst in Umlauf. Die Dokumentation „Nervöse Republik“ bildete die Stimmung in der deutschen Bevölkerung ab. Als Teil der Doku, forderte der Autor des Films, Stephan Lamby, Politiker und Journalisten dazu auf, an sie adressierte Hass-Mails vorzulesen.
Mai: Macron, der Retter Europas?
Es war fast überall in Europa zu spüren: Das Erstarken der Rechtspopulisten. So kam es auch bei der Präsidentenwahl in Frankreich zu einem Tête-à-tête zwischen dem liberalen Emmanuel Macron und der rechts außen stehenden Marine Le Pen vom Front National. Sieger wurde Macron – ein Zeichen für Europa. Aber für wie lange? „Viele sagen, 2017 sei vielleicht nicht das Jahr des Front National, aber 2022 könnte ihr Jahr werden“, so die Journalistin Amandine Sanchez, die bei der Wahl und den anschließenden Protesten gegen Macron vor Ort war.
Juni: Alexander Gauland zu Deniz Yücel
Seit dem 27. Februar 2017 sitzt der WELT-Journalist Deniz Yücel in türkischer Untersuchungshaft – lange Zeit ohne zu wissen, was ihm vorgeworfen wird. Er solle Mitglied einer Terrororganisation sein, lautet später im Jahr die offizielle Anklage. In seiner Heimat Deutschland kam mit seiner Verhaftung eine riesige Solidaritätsbewegung ins Rollen. Unter #FreeDeniz wurde nicht nur die Freiheit des deutsch-türkischen Journalisten bei Demos, Autokorsos und mit zahlreichen Briefen gefordert. Auch die Freiheit aller in Folge des Putschversuchs in der Türkei willkürlich Inhaftierten. Im Juni trafen wir den AfD-Spitzenkandidaten Alexander Gauland und fragten ihn, ob auch er sich solidarisch zeigt.
Juli: Krawalle zum G20-Gipfel
Ein besonders einschneidendes Ereignis war der G20-Gipfel in Hamburg. Vom 6. bis 8. Juli kam es zu zahlreichen Demonstrationen und Ausschreitungen gegen das Treffen der 20 größten Industrie- und Schwellennationen in der deutschen Hansestadt. Im berühmt-berüchtigten Schanzenviertel eskalierten dann die Krawalle: Hunderte Menschen wurden verletzt und Sachschäden in Millionenhöhe sind entstanden. dbate war an allen Tagen des Gipfels live vor Ort und zeigte auch „am Tag danach“ die mutwillige Zerstörung im Hamburger Schanzenviertel.
August: Leben im „Nazidorf“ – ein Ehepaar leistet Widerstand
Die Diskussion über Rechtsextremismus fing schon nach der „Flüchtlingskrise“ an, als rassistisch motivierte Gewalttaten gegen Migranten und Unterstützern der Integration zunahmen. Schon seit Jahren wehren sich Birgit und Horst Lohmeyer gegen ihre Nachbarn: Sie leben im „Nazidorf“ Jamel (Mecklenburg-Vorpommern) – außer ihnen wohnen hier ausschließlich Neonazis. Im Interview spricht das Ehepaar über die Schwierigkeiten, die sie dadurch erfahren. Sogar Brandstiftung haben sie schon miterlebt. Mit ihrem eigens initiierten Musik-Festival „Jamel rockt den Förster“ setzen sie jährlich ein lautes Zeichen gegen Rechts.
September: Wer gewinnt die Bundestagswahl 2017?
In Deutschland bildete die diesjährige Bundestagswahl den politischen Höhepunkt – monatelang arbeiteten die Parteien auf diesen Moment hin, unter anderem mit aufwendigen Werbespots. Mit 32,9 Prozent holte die CDU/CSU mit Angela Merkel als Kanzlerkandidatin in vierter Folge die meisten Stimmen. Doch nach dem Scheitern der Jamaika-Sondierungen steht bis zum Ende des Jahres noch immer keine Bundesregierung fest. Auch der Einzug der AfD in den Bundestag sorgte für Diskussionen. Zwei politische Punkte, die uns auch im Jahr 2018 sicherlich noch beschäftigen werden.
Oktober: Krise in Katalonien
Spanien und die autonome Gemeinschaft Katalonien haben ein sehr aufwühlendes Jahr hinter sich. Die katalanische Regierung rief dieses Jahr ein Unabhängigkeitsreferendum aus und forderte die Bürger auf, für oder gegen die Abspaltung von Spanien zu stimmen. Letzten Endes wurde die Unabhängigkeit Kataloniens von der spanischen Regierung für rechtswidrig erklärt. Kurz vor den umstrittenen und teils gewalttätig verlaufenden Wahlen haben wir mit einem in Katalonien lebenden Deutschen über die Stimmung im Land gesprochen.
November: Holocaust-Mahnmal vor Höckes Tür
Kaum eine andere Partei in Deutschland ist inzwischen so umstritten wie die Alternative für Deutschland. Ein Vorfall kurz vor Jahresende bekam von beiden Seiten herbe Kritik: AfD-Politiker Björn Höcke sagte Anfang des Jahres das Holocaust-Mahnmal in Berlin sei ein „Denkmal der Schande“. Die Aktionskünstler vom Zentrum für politische Schönheit errichteten deshalb einen Nachbau des Berliner Holocaust-Mahnmals direkt neben dem Privathaus von Höcke. Dafür wurde das Grundstück extra angemietet und der Nachbar als „gefährliche Person“ gründlich überwacht – eine Aktion, die eine Kündigungsklage und eine zerstörte Kamera nach sich zog.
Dezember: #MeToo-Bewegung wird Person of the Year
Fernab der politischen Debatten fand dieses Jahr vor allem dieses Thema Platz in den Schlagzeilen: sexuelle Belästigung. Nach den Vorwürfen gegen Hollywood-Filmproduzent Harvey Weinstein fanden Frauen und Männer mithilfe des Hashtags #MeToo ein Sprachrohr für ihre traumatischen Erlebnisse. Ein gesellschaftlicher Wandel wurde vorangetrieben, der nun schon über mehrere Monate stark diskutiert wird. Im Dezember wurde die MeToo-Bewegung deswegen vom US-amerikanischen Time Magazine zur „Person of the Year“ ernannt.
Einen passenden Abschluss für das Jahr bildet somit auch dieser Tweet:
Ein Name in den Trending Topics.
2016: Tot.
2017: Sexuell übergriffig.
Freue mich schon auf 2018.— Sushi Sushi has a farm ee i ee i oh! (@StereoSushisu) 16. November 2017
Die dbate-Redaktion wünscht einen guten Rutsch ins neue Jahr!
Veröffentlicht am: 20.12.2017 in Artikel
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Die AfD zieht mit 12,6 Prozent der Stimmen in den Bundestag ein und ist damit die drittstärkste Kraft. Das Netz reagiert teils schockiert auf den Wahlerfolg und die AfD-Spitzenpolitiker. Wir haben für euch die besten Twitter-Reaktionen gesammelt.
Nachdem im Vorfeld in den Sozialen Medien oft dazu aufgerufen wurde, unbedingt wählen zu gehen, um den Einzug der AfD zu verhindern, reagieren jetzt die Twitter-User entsprechend schockiert über das Wahlergebnis der Bundestagswahl 2017. Bei der Alternative für Deutschland hingegen ist die Freude groß.
Für viel Empörung sorgt der Tweet der AfD-Parteivorsitzenden Frauke Petry:
„Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.“ – Gandhi.
DANKE 🇩🇪🇩🇪🇩🇪🇩🇪#Btw17 #AfD— Frauke Petry (@FraukePetry) 24. September 2017
Ein Twitter-User reagiert darauf wie folgt:
„Ich will nicht von @FraukePetry zitiert werden“
– Gandhi
— GOLDIE DER XVI. (@ichbingoldie) 24. September 2017
Die Satire-Sendung heute show macht währenddessen Vermutungen über die Geschehnisse auf der AfD-Wahlparty:
Die AfD wird drittstärkste Kraft. Bernd Höcke rennt gerade über die Wahlparty und verteilt Heil-Fives.#BTW17
— ZDF heute-show (@heuteshow) 24. September 2017
Das Netz reagiert sowohl entrüstet als auch mit Humor. Viele Game of Thrones-Fans wissen, was mit dieser Anspielung aus Westeros gemeint ist:
Die ersten Wahlreaktionen aus dem Ausland treffen ein. Hier: Westeros #BTW17 pic.twitter.com/mIreSzJhUX
— Medienmagazin DWDL (@DWDL) 24. September 2017
Richtige Reaktionen auf die Wahl aus dem Ausland zeigt dieser Tweet. Die Farbwahl des Guardian spricht Bände:
Der Guardian stellt die #AfD mit einer passenden Farbe dar #btw17 pic.twitter.com/DdC7GCWwQw
— neues deutschland (@ndaktuell) 24. September 2017
Auf Twitter trendet am Wahlabend das Hashtag #fckafd. Einige der Tweets beziehen sich vergleichend auf die Geschichte Deutschlands und die Zeit des Nationalsozialismus.
Alle GeschichtslehrerInnen fragen sich gerade, warum sie das 2. Weltkrieg Thema immer und immer wieder durchgekaut haben… #BTW17 #fckafd
— Wuschelwolf (@EiszeitMagie) 24. September 2017
In Sachsen ist die AfD sogar die stärkste Macht nach den Wahlen. Für diese Userin keine Freude:
Ich kann davon ausgehen, dass fast jeder Dritte, der mir morgen begegnet, die AfD gewählt hat?!
Ja, JETZT fühle ich mich bedroht. #fckafd— saphaia (@Zwergpanda) 24. September 2017
Dieser Twitterer einen Gegenvorschlag zur Abschiebung von Flüchtlingen, wie es die AfD fordert:
Können wir mehr Flüchtlinge aufnehmen und die 13,5% abschieben? #fckafd
— Alex (@Alex_5625) 24. September 2017
In seiner Siegesrede sprach AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland davon, Frau Merkel zu jagen. Die heute show zählte eins und eins zusammen und hat Petrys Abgang bei der Bundespressekonferenz neu gedeutet:
Frauke #Petry will nicht in die neue AfD-Fraktion eintreten. Sie hat keinen Jagdschein.
— ZDF heute-show (@heuteshow) 25. September 2017
Das fragwürdige Vokabular Gaulands wurde oft kritisch kommentiert. Ein Twitter-User fühlt sich dabei an Quentin Tarantinos Inglourious Basterds erinnert. Dort werden allerdings von einer Untergrund-Bande Judenhasser gejagt und getötet.
„Wir werden sie jagen!“
„Challenge accepted.“ pic.twitter.com/WiEPSHAN2m— Volker Dohr (@VlkrDhr) 24. September 2017
Veröffentlicht am: 25.09.2017 in Artikel
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Mann oder Frau – was bin ich? Menschen, die im „falschen“ Körper geboren sind, stellen sich diese Frage jeden Tag aufs Neue. Sie sind Transgender. In der Web-Doku „Transgender Online“ berichten fünf Transmenschen offen und ehrlich von ihrem Weg ins neue Geschlecht, ihren Krisen und der Suche nach Anerkennung.
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Tariks Genderkrise: Depp des Monats
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Seehofer über GroKo-Verhandlung: „War eine völlig verfahrene Situation“
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Der italienische Nationalstürmer Mario Balotelli ist bekannt für seine extrovertierte Art und fällt mit seinem Verhalten auch neben dem Spielfeld auf. Beim Sonntag-Spiel seines Vereins Olympique Marseille gegen AS Saint-Etienne in der französischen Ligue 1 setzte er allerdings noch einen drauf.
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Erneut wird im Internet die Enthauptung einer Geisel durch IS-Terroristen gezeigt. Das Opfer: Der 26jährige Amerikaner Peter Kassig. Und erneut stellt sich Medien die Frage: Wie sollen sie über die Enthauptung berichten?
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Die Plastikpuppe Barbie ist seit Jahrzehnten fester Bestandteil vieler Kinderzimmer. Immer wieder wurde die Barbie-Puppe, die in der Regel lange Haare und einen in der Realität nur selten vorkommenden Körperbau hat, für ihr Aussehen kritisiert. In Anlehnung an die muslimische US-Olympionikin Ibtihaj Muhammad hat der Puppenhersteller Mattel jetzt eine Barbie mit Kopftuch präsentiert.
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Auch diese Bilder gehören zum G20-Gipfel in Hamburg: Am Samstag konnte man gegen Ende der Demonstration „Grenzenlose Solidarität gegen G20“ auf dem Millerntorplatz berührende Szenen zwischen Demonstranten und Polizisten beobachten.
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Artikel AfD: Einzug in den Bundestag, aber ohne Petry
Schon länger sind sich die Spitzenpolitiker der AfD politisch uneins. Und bereits einen Tag nach dem Einzug in den Bundestag kommt es erneut zu Reibereien zwischen der Bundesvorsitzenden Frauke Petry und den Spitzenkandidaten Alexander Gauland und Alice Weidel. Petry will nicht als Teil der AfD-Fraktion sondern als Einzelperson dem Bundestag beisitzen.
Mit Abgängen hat die AfD inzwischen Erfahrung, ist doch zuletzt Spitzenkandidatin Alice Weidel aus einer Talkshow geflüchtet, als ihr Parteikollege als Nazi beschimpft wurde. Nun verlässt auch AfD-Bundesvorsitzende Frauke Petry fluchtartig den Saal, nachdem sie bei der Bundespressekonferenz am Morgen des 25. Septembers bekannt gegeben hat, nicht der AfD-Fraktion im Bundestag beisitzen zu wollen:
+++ Paukenschlag: Frauke #Petry steht für #AfD-Fraktionsvorsitz nicht zur Verfügung und verlässt #Bundespressekonferenz +++#BTW17 pic.twitter.com/s9ByavH3Nr
— ZDF Morgenmagazin (@morgenmagazin) 25. September 2017
Die restlichen AfD-Politiker bei der Bundespressekonferenz, darunter Gauland, Weidel und Meuthen, quittierten ihren Abgang mit süffisantem Grinsen. Und dem Kommentar, dass sie Petrys Verhalten missbilligen.
Solo im Bundestag
Anstatt der Fraktion anzugehören „werde ich als Einzelabgeordnete einer vernünftigen konservativen Politik Gesicht und Stimme verleihen. Ich werde auf andere Weise aktiv dafür sorgen, dass wir spätestens 2021 die tatsächliche gesellschaftliche Wende einleiten können“, so Petry in einem Facebook-Post.
Veröffentlicht am: 25.09.2017 in Artikel
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Die Volkswagen-Story (Doku)
In der ARD-Dokumentation kommen zahlreiche Akteure und Beobachter der VW-Skandale der vergangenen Jahre zu Wort. Ebenso Investoren und Kunden in Deutschland und den USA, die sich von Volkswagen betrogen fühlen. Der Skandal um manipulierte Abgaswerte ist aber weit mehr als ein Wirtschaftskrimi. Der Film geht daher auch den Schäden für Umwelt und Gesundheit auf die Spur. Und er zeigt, wie der VW-Konzern versucht, aus der größten Krise seiner Geschichte wieder herauszukommen.
Shitstorm um neue Pepsi-Werbung: Geht das zu weit?
Menschen mit Migrationshintergrund kommen auf der Straße zusammen und protestieren gegen Gewalt gegen Schwarze. Als sie vor einer Front aus Polizisten stehen, überreicht Model Kendall Jenner dem Schutzmann eine versöhnende Pepsi. Und alles ist gut. In den Sozialen Medien sorgte das Werbe-Video für einen Eklat.
Wie ich 2014 Weltmeister wurde 2/5
Der ganz andere WM-Film. Die Finalspiele aus Sicht von Fans. Wenn sich deutsche Männer auf einem fremden Kontinent zurechtfinden müssen – und sich am Ende als Weltmeister fühlen. Eine Dokumentation über die Reise ihres Lebens. Teil 2: Das Halbfinale.
G20-Gipfel in Hamburg: Zahlreiche Autos brennen
G20-Gipfel in Hamburg: Dieses Video, das aus einem fahrenden Auto gefilmt wurde und sich aktuell in den Sozialen Medien verbreitet, zeigt zahlreiche brennende Autos auf der Hamburger Elbchaussee. Nach der „Welcome To Hell“-Demonstration am 6. Juli 2017 ist es in der Nacht und auch am Morgen des 7. Juli zu heftigen Ausschreitungen gekommen.
VWL-Professor Vöpel über Globalisierung und Populismus
Interview mit Prof. Henning Vöpel, Direktor des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitut, über den Zusammenhang von Globalisierung und dem Erstarken von Rechtspopulisten, Veränderungen durch den digitalen Wandel und die Frage, wie sehr Europa durch Trumps Annäherung an Russland an Bedeutung verlieren wird.
Farewell, Mr. President! Emotionaler Abschied von Barack Obama
Mit einer letzten Rede verabschiedete sich Barack Obama vom amerikanischen Volk und seinem Amt als US-Präsident. In ihr plädierte er für Demokratie, Solidarität und einen optimistischen Blick in die Zukunft. Die Rede war sein letzter öffentlicher Auftritt vor der Vereidigung Trumps am 20. Januar.
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Burkini-Verbot: Polizei greift in Nizza offenbar hart durch
Es klingt absurd, ist aber Realität. Im französischen Nizza haben Polizisten mit dem Burkini-Verbot ernst gemacht und eine Frau am Strand aufgefordert, sich zu entkleiden. Fotos, die sich via Twitter verbreitet haben, zeigen wie insgesamt vier Polizisten um die Frau herumstehen und sie offenbar zum Entfernen ihres Oberteils. Ob es sich dabei überhaupt um einen Burkini handelt, lässt sich schwer sagen.
Doppelschwerpunkt: „Flüchtlinge“ und „Wahlen in Griechenland“
– VIDEOTAGEBUCH: Meine Flüchtlingshilfe
– FLASH: Hamburger für Flüchtlinge
– VIDEOTAGEBUCH: Mein Leben in der Euro-Krise
– INTERVIEW: Varoufakis und Tsipras
Der große dbate-Jahresrückblick 2017
Schlimmer als das verhexte 2016 konnte 2017 ja nicht werden, oder? Damals beschäftigte uns der zunehmende Populismus in Europa, politische Unruhen in der Türkei, der globale Terrorismus, die Wahl Donald Trumps zum US-Präsident und die Brexit-Entscheidung. Doch das Katastrophenjahr hinterließ so seine Spuren. Viele Ereignisse zeigten erst in diesem Jahr ihre Folgen. Wir haben euch die besten Videos des Jahres zusammengestellt.
Religion an Schulen: Wie sinnvoll ist der Pflicht-Unterricht?
Ein Religionslehrer und ein bekennender Atheist diskutieren über Religionsunterricht. Ist das alles nur ein missionarischer Auftrag der katholischen Kirche, oder hilft der Unterricht den Kindern verschiedene Religionen kennen und verstehen zu lernen?
AfD bis Trump – so instrumentalisieren Populisten den Anschlag in Berlin
Der Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheid-Platz in Berlin hat die Bundesrepublik schwer erschüttert. Während die Angehörigen um die Opfer trauern, reagiert die europäische Rechte mit Angst schürenden Kommentaren im Netz. Von der AfD bis zu Geert Wilders – die Post und Tweets gegen „Gutmenschen“, Merkel und Flüchtlinge häufen sich einmal mehr. Mit abendländischen Werten hat das nichts mehr zu tun. Hier die Twitter-Reaktionen der Populisten:
Neonazi-Festival in Themar: Polizei ermittelt wegen Hitlergruß
Themar: Rund 6.000 Neonazis haben am Samstag (15. Juli) beim größten Rechtsrock-Konzert des Jahres teilgenommen. Nun hat die Thüringer Polizei Ermittlungen gegen mehrere Besucher eingeleitet. Verschiedene Videos, die u.a. auf Twitter kursieren, zeigen offenbar Männer, die ihre Hände mehrmals zum verbotenen „Hitlergruß“ erheben. Außerdem sind „Heil“-Rufe zu hören.
Artikel Bundestagswahl 2017 – der Sieg der Spießer
Artikel Bundestagswahl 2017 – der Sieg der Spießer
Kommentar zur Bundestagswahl 2017 von Stephan Lamby
Martin Schulz und seine SPD haben sich geirrt. Die Deutschen treibt im Jahr 2017 nicht so sehr die Frage um, ob es im Land gerecht zugeht. Die klassische Soziale-Gerechtigkeits-Kampagne, routiniert abgespult von einer gut ausgestatteten Wahlkampfmaschine, lief spektakulär ins Leere. 12,6 % der Wähler haben sich für die unerfahrene, bis aufs Blut zerstrittene AfD entschieden, nur 8 % weniger als für die SPD mit ihrer 154-jährigen Geschichte. Auch die CDU hat mit ihrer ganz auf Angela Merkel zugeschnittenen, selbstgefälligen Gut-und-Gerne-Kampagne die Stimmung im Land falsch eingeschätzt – und dabei über 1 Millionen Wähler an die AfD verloren.
Und wie bei der Brexit-Entscheidung der Briten und bei der Trump-Wahl in den USA hat es auch in Deutschland nicht an Aufklärung über und Kritik an den neuen Rechten gemangelt. Doch die tapfere journalistische Auseinandersetzung mit der AfD greift ebenso wenig wie die falschen Kampagnen von CDU und SPD.
Riesenangst vor Andersartigkeit
Die AfD hat im Wahlkampf wenig auf klassische Parteithemen gesetzt, das Thema soziale Gerechtigkeit hat sie anderen überlassen, auch um Arbeitsmarkt-, Steuer- oder Rentenpolitik hat sie sich kaum gekümmert. Wie und wo also die AfD stellen? Die AfD bekämpft etwas viel Umfassenderes als Ungerechtigkeit, Altersarmut, Bildungsmisere. Sie bekämpft im Kern etwas, das politisch und journalistisch viel schwerer zu greifen ist und das vielen Deutschen offenbar eine Riesenangst bereitet: Andersartigkeit. Die offene Gesellschaft mit vielfältigen Ethnien, Religionsgemeinschaften und Lebensentwürfen empfinden AfD-Wähler nicht als Bereicherung, sondern als Bedrohung. Mehrere Untersuchungen haben nachgewiesen, dass nicht nur Arbeitslose am Rande der Gesellschaft AfD wählen, sondern auch viele Deutsche mit gutem Einkommen aus der gutbürgerlichen Mitte. Sie sorgen sich weniger um den Verlust von Arbeitsplatz und Einkommen als um ihre kulturelle Identität. Die Ehe für alle ist diesen Deutschen genauso ein Grauen wie ein grenzenloses Europa und Hilfe für Kriegsflüchtlinge. Das Gesellschaftsbild, das die AfD für viele Deutsche so attraktiv macht, ist das der prä-68er-Zeit, ohne Rock’n’Roll, Multikulti, Emanzipation. Mag sein, dass sich ein paar AfD-Funktionäre in der Erinnerung an die NS-Zeit wärmen, in der man stolz auf die Leistungen der deutschen Wehrmacht sein konnte. Das Gros der AfD-Wähler als Nazis zu bezeichnen, würde ihnen aber Unrecht tun.
Bundestagswahlkampf 2017 war auch ein Kulturkampf
Viele AfD-Wähler dürften sich insgeheim nicht in die NS-Zeit zurücksehnen, sondern in die Adenauerära, mit ihrer streng standardisierten deutschen Leitkultur – aufgepeppt höchstens durch ein wenig Dieter Bohlen und Helene Fischer anstelle von Peter Alexander und Heino. Das Adenauer-Deutschland wird selbst von den AfD-Wählern verklärt, die es gar nicht erlebt haben, weil sie entweder zu spät oder im anderen Teil Deutschlands geboren wurden. Das Adenauer-Deutschland ist ein Synonym für ein Land, das sich erfolgreich gegen fremde Einflüsse abschottet (die vielen Gastarbeiter, die ab Mitte der 1950er Jahre in die Bundesrepublik kamen, wurden als billige Arbeitskräfte gebraucht und am Rande der Gesellschaft geduldet. Von einer „Durchmischung des deutschen Volkes“ war damals nicht die Rede). Das Adenauer-Deutschland ist aber auch ein Synonym für ein Land, das sich jedem politischem und gesellschaftlichem Fortschritt widersetzt. AfD-Spitzenkandidat Gauland wurde am Wahlabend gefragt, welches Deutschland er sich wünscht. Seine knappe Antwort: „Ein Deutschland ohne Flüchtlinge“. Mit anderen Worten: Ein Deutschland ohne fremde Einflüsse, ohne Veränderungsdrang. 1957 erzielte die CDU von Konrad Adenauer mit ihrer „Keine Experimente“-Kampagne die absolute Mehrheit – und verschaffte dem deutschen Spießbürger ein neues Selbstwertgefühl. „Kennen wir nicht – wollen wir nicht“ wurde zur Abwehrhaltung einer Generation gegen alles Neue. 60 Jahre später ist die gesamte gesellschaftspolitische Debatte der AfD letztlich nicht in die Zukunft, sondern in diese Vergangenheit gerichtet: Keine offenen Grenzen, die Deutschen sollen unter sich bleiben, keine Experimente.
Der Bundestagswahlkampf 2017 war auch ein Kulturkampf, der von den etablierten Parteien (siehe oben) arrogant ignoriert wurde. Der AfD-Triumph ist ein Sieg der Spießer.
Veröffentlicht am: 25.09.2017 in Artikel
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Thomas Middelhoff für 3 Jahre ins Gefängnis
Der ehemalige Arcandor-Chef wurde wegen Untreue und Steuerhinterziehung verurteilt. Drei Jahre Haft für Thomas Middelhoff – eine gerechte Strafe? Was meinen Sie?
Dieses Bodypainting schnürt einem die Luft ab
Make-up kann kleine Pickel verdecken, mehr Selbstbewusstsein geben, uns für eine bestimmte Zeit sogar in einen anderen Menschen verwandeln – doch Mirjana, eine Body-Art-Künstlerin aus Serbien, zeigt uns was noch alles möglich ist. Mit Make-up-Farben erschafft die Künstlerin Illusionen, ganze Landschaften auf ihrer Haut.
Comedy auf YouTube – albern im Netz 1/2
Ist das etwa die Zukunft deutschsprachiger Comedy? Irgendwie ja, denn sie haben ein Millionenpublikum. Allerdings nicht im TV, sondern auf YouTube. Hier tummeln sich Tausende Videos von Sketchen, Parodien und Rankings. Ist das jetzt also ernstzunehmende Comedy oder doch nur eine Ansammlung von billigen Flachwitzen? Im Videotagebuch „Comedy auf YouTube“ haben wir vier Netz-Comedians unter die Lupe genommen und gefragt, was Humor im Netz alles darf, wie man mit Trash Cash machen kann und welche Rolle dabei die Community spielt. Teil 1: YouTube, Trash, TV.
„Ostern“ auf Langeoog: Sturmflut schwemmt Ü-Eier an
Sturmtief „Axel“ hat den Bewohnern von Langeoog ein verfrühtes Osterfest beschert. Am Strand der Nordseeinsel wurden – sehr zur Verwunderung der Bewohner – Tausende bunte Überraschungseier angespült. Da diese zur Gefahr für Fisch und Vögel werden können, sind die Inselbewohner zum Sammeln der Plastikeier aufgerufen.
Wie ich 2014 Weltmeister wurde 2/5
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Schweiger-Parodie: Böhmermann gegen die Nation
Silvesternacht. Die Angst hat Deutschland im Griff. Politik, Polizei und Medien reagieren nur zögerlich und wenn dann falsch. Die Verunsicherung hat schon einige Patzer verursacht: von der „Armlänge Abstand“ bis zur Aussage einer WDR-Journalistin, ihr Sender müsse „pro Regierung berichten“. Das ist auch an Jan Böhmermann nicht vorbeigegangen: Der neue Trailer des Neo Magazin Royale hat die Antwort: „Zwischentöne finden“. Doch für die Satire-Sendung geht das natürlich nicht ohne Seitenhiebe in Richtung Til Schweiger, Felix Baumgartner, Beatrix von Storch, Frauke Petry und allen, die gerade etwas überreagieren.
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Videos: Taliban erobern offenbar Teile von Kunduz
Im afghanischen Kunduz kommt es seit Montag zu heftigen Gefechten zwischen Taliban-Kämpfern und afghanischen Sicherheitskräften. Dieses Twitter-Video des Journalisten Ahmet Yar zeigt eine von den Taliban aufgebaute Straßensperre auf dem Weg nach Kunduz. Die Taliban versuchen so, Hilfe für das afghanische Militär und US-Soldaten in Kunduz zu verhindern.
Das falsche Leben der Petra Hinz, MdB
So sieht ein gefälschter Lebenslauf aus: „1984 Abitur, 1985 bis 1995 Studium der Rechts- und Staatswissenschaften, Abschluss erstes und zweites Staatsexamen“. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Petra Hinz aus Essen hat zugegeben, weite Teile ihrer Vita erfunden zu haben. Anders als bislang behauptet, hat sie demnach nicht Abitur gemacht, nicht Jura studiert und keine Staatsexamen gemacht. Die Angaben von Hinz hatten die „WAZ“ und die „NRZ“ hinterfragt.
Trump, Erdowahn, Brexit – 2016 war ein Arschloch
Das ereignisreiche Jahr 2016 neigt sich dem Ende entgegen. Die US-Wahl, Terror-Anschläge oder die zahlreichen Todesfälle brühmter Persönlichkeiten waren in den Medien und auch auf dbate allgegenwärtig. In unserem kleinen Jahresrückblick zeigen wir einige spannende und im Netz viel beachtete Videos, die dbate dieses Jahr gezeigt hat. Auf ein (besseres) neues Jahr 2017!
Streik der Lufthansa-Piloten: Gerechtfertigt oder dreist?
Die Piloten der Lufthansa setzen ihren Streik weiter fort. Auch am Dienstag (29. November) und Mittwoch (30. November) wollen die Piloten der Fluglinie Kurz- und Langstrecken bestreiken. Die Fronten im Machtkampf zwischen der Pilotengewerkschaft Cockpit und der Lufthansa scheinen unverändert – und ein Ende der Streiks ist nicht in Sicht. Sind die Piloten-Streiks gerechtfertigt oder einfach nur dreist?
Boliviens Todesstraße| Wie tickt Patricia Riekel? | „Goldener Blogger“-Preis
– VIDEOTAGEBUCH: Boliviens Todesstraße
– INTERVIEW: Wie tickt Patricia Riekel?
– SKYPE-TALK mit „Twitter-Omi“ Renate Bergmann
– SKYPE-TALK: Bärbel Stolz über Schwaben in Berlin
– FLASH: „Wer sind diese Deutschen?
Feine Sahne Fischfilet: Darf Steinmeier die umstrittene Band unterstützen?
Vor wenigen Jahren wurde die Band Feine Sahne Fischfilet vom Verfassungsschutz noch als linksradikal eingestuft. Ihr Sänger wurde für das Anzünden eines Autos bestraft und verherrlichte in seinen Texten unter anderem die Gewalt gegen Polizisten. Jetzt spielt die Band auf einem Konzert gegen Rechts, und wird von Zehntausenden bejubelt. Ist das richtig?