Doku Wir schaffen das! Flüchtlingshilfe in Deutschland (2/3)
Doku Wir schaffen das! Flüchtlingshilfe in Deutschland (2/3)
Merkels vehementes „Wir schaffen das!“ hat für viele Kontroversen gesorgt. Der Satz ist weniger politisches Kalkül als humanistisches Credo. Und er betrifft, so der Eindruck, in erster Linie die Bürger, denen er Mut zum Handeln zuspricht. Denn während die Politiker streiten, versuchen jeden Tag Tausende Freiwillige, Ordnung ins Chaos zu bringen. Wer sind diese Menschen, die bis zum Rand der Erschöpfung ehrenamtlich arbeiten? Und wie hat das ungewöhnliche Engagement ihr Leben verändert?
Das Videotagebuch „Wir schaffen das! Flüchtlingshilfe in Deutschland“ gibt einen intimen und ehrlichen Einblick in den Alltag von drei Helfern und zeigt mit vielen privaten Filmaufnahmen wie unterschiedlich die Hilfe aussehen kann. So hat Georg Imgraben eine Fußballmannschaft für Flüchtlinge gegründet, Regina Hunke nahm eine Familie, die sie zufällig im Zug kennengelernt hat, privat bei sich zu Hause auf und Simone Herrmann hat in der Kleiderkammer der Messehallen gearbeitet – jeden Tag, neun Wochen in Folge.
Im Film sprechen Helfer über die Gründe ihres Engagements, über ihre Erfahrungen und darüber, warum man um Deutschland eigentlich keine Angst haben muss. Denn die Gesellschaft ist in diesem Punkt gespalten. Viele Bürger haben ganz offensichtlich Angst: Angst vor ‚Überfremdung‘, vor dem ‚Verlust der deutschen Kultur‘. Einer dieser Besorgten ist Nicolaus Fest. Er ist ein scharfer Kritiker der aktuellen Asylpolitik und bezeichnet Flüchtlinge sogar als „Invasoren“, die illegal ins Land kommen. Für Georg Imgraben hingegen steht fest: „Wer möchte, dass weniger Asylbewerber ins Land kommen, ist ein Verfassungsfeind.“
Teil 1/3 „Mut zum Handeln“ gibt es hier.
Zum Schwerpunkt „Die große Flucht“ zeigt dbate.de:
– VIDEOTAGEBUCH: Flüchtlinge auf Lesbos – mein Einsatz in Griechenland
– VIDEOTAGEBUCH: Flüchtlinge in Seenot – die Retter von Sea-Watch
– VIDEOTAGEBUCH: Meine Flüchtlingshilfe – Videotagebuch aus Ungarn und Österreich
– FLASH: Flucht nach Europa – Wohin mit den Flüchtlingen?
– FLASH: Social Media Trash der Woche – Heidenau und die Flüchtlinge
– FLASH: Flüchtlingsheime im Nobelviertel – Ja oder Nein?
– SKYPE-TALK mit dem „Zentrum für politische Schönheit“: „Flüchtlinge sind unsere letzte Hoffnung“
– FLASH: Die FLüchtlingskrise in 6 Minuten
– FLASH: Flüchtlingshelfer in den Hamburger Messehallen
– FLASH: Hamburg heißt Flüchtlinge willkommen
Veröffentlicht am: 04.12.2015 in Doku
Related Content
Ein Jahr im Stillstand. Ein Jahr Corona.
Das Videotagebuch „Ein Jahr im Stillstand. Ein Jahr Corona.“ zeigt die persönlichen Eindrücke, Gefühle und Gedanken verschiedener Personen im Frühjahr 2020.
ARTE Re: Konflikt unterm Kreuz - Reformdruck in der katholischen Kirche
Was ist schlimm daran, wenn eine Frau Brot und Wein austeilt, Ehen segnet, Kinder tauft? Frauen fordern von der katholischen Kirche Zugang zu geweihten Ämtern.
Unruhen in Uganda - Meine Hoffnung auf mehr Demokratie (Web-Doku)
Seit mehr als drei Jahrzehnten regiert Yoweri Museveni das ostafrikanische Land Uganda. Bei der diesjährigen Wahl fordert ihn Musiker Bobi Wine heraus.
Mit dem Van im Lockdown (Web-Doku)
Corona hält die Welt fest im Griff. Das mussten auch die zwei Globetrotter Patricia Bezzola und Stefan Linder erfahren., die aktuell in Argentinien festsitzen.
Wie tickt Ricarda Lang? - Ein Kurzporträt
Seit einem Jahr ist Ricarda Lang die stellvertretende Bundesvorsitzende und frauenpolitische Sprecherin der Grünen. Jetzt strebt die 26-jährige Schwäbin das nächste Amt an: Sie kandidiert für die Bundestagswahl 2021. Der Filmemacher Carl Exner hat die junge und ambitionierte Politikerin einen Tag im Berliner Sommer begleitet.
Meine Kunst für Trump (Web-Doku)
Jeff Sonksen hat seine Garage in ein Malstudio umgewandelt und entwirft dort Holzaufsteller von Politikern in Echtgröße. Sein Lieblingsmotiv: Donald Trump.
Mehr Videos aus dem Bereich Doku
Das große (Arbeits-)Los 4/5 - Dominik
Dominik ist Schulabbrecher und Weltenbummler. Immer dabei: sein Notizbuch, denn Dominik schreibt Gedichte. Seine Reise führte ihn schließlich nach Berlin. Hier will er in der Poetry Slam-Szene durchstarten.
Nervöse Republik – Ein Jahr Deutschland (kompletter Film)
Deutschland im Zustand der Dauererregung. dbate zeigt den kompletten Film "Nervöse Republik – Ein Jahr Deutschland".
Mein Argentinien - die ewige Krise
Höhepunkt der Argentinischen Krise: Plünderungen in Tucumán und Córdoba, 2013. Nach einem Polizeistreik versinken diese Städte im Chaos. Die Studentin Abby Gacioppo hat die Plünderungen erlebt und ihre Erfahrungen in einem Lied verarbeitet. Sie erklärt. wie es sich in dem schuldengeplagten Land lebt und wieso die Argentinier auf die Straße gehen. Das Konfliktpotenzial steigt und vermehrt kommt es zu Demonstrationen mit heftigen Ausschreitungen. Seit dem Staatsbankrott 2001 schlägt sich das Land mit ausstehenden Forderungen von Gläubigern umher. Die Inflation nimmt stetig zu und die Schere zwischen Arm und Reich wird immer größer. Wer sind die Verlierer der argentinischen Krise?
Mein Krawall - Teil 2: Bürger gegen Polizei
Brennende Autos, Tränengas und Kämpfe mit der Polizei – was treibt junge Menschen auf die Straße? Immer mehr unzufriedene Jugendliche leisten Widerstand gegen die Staatsmacht. Nicht alle Proteste bleiben friedlich. In „Mein Krawall“ berichten Demonstranten aus Deutschland, Griechenland, Frankreich und den USA über ihre Motivation, der Polizeigewalt etwas entgegenzusetzen.
Mein Krawall - Teil 1: Macht und Ohnmacht
Brennende Autos, Tränengas und Kämpfe mit der Polizei – was treibt junge Menschen auf die Straße? Immer mehr unzufriedene Jugendliche leisten Widerstand gegen die Staatsmacht. Nicht alle Proteste bleiben friedlich. In „Mein Krawall“ berichten Demonstranten aus Deutschland, Griechenland, Frankreich und den USA über ihre Motivation, der Polizeigewalt etwas entgegenzusetzen.
Mein Krawall - Teil 3: Eskalation und Medienkrieg
Brennende Autos, Tränengas und Kämpfe mit der Polizei – was treibt junge Menschen auf die Straße? Immer mehr unzufriedene Jugendliche weltweit leisten Widerstand gegen die Staatsmacht. Nicht alle Proteste bleiben friedlich. In „Mein Krawall“ berichten Demonstranten aus Deutschland, Griechenland, Frankreich und den USA über ihre Motivation, der Polizeigewalt etwas entgegenzusetzen.