Doku Klassenfahrt nach Auschwitz – Deutsche Jugendliche und der Holocaust (Doku)
Doku Klassenfahrt nach Auschwitz – Deutsche Jugendliche und der Holocaust (Doku)
Soll der Besuch eines Konzentrationslagers verpflichtend werden? Darüber wird seit Wochen diskutiert, denn in Deutschland wächst eine junge Generation heran, die immer weniger vom Holocaust weiß. Sei es, weil Zeitzeugen aussterben oder weil familiäre Bezüge unter anderem durch Migration fehlen. Auschwitz gilt als wichtigstes Mahnmal für den Holocaust. Zumindest bislang. Kann der Besuch des ehemaligen deutschen Konzentrationslagers daran etwas ändern?
Die 19-jährige Deutsch-Iranerin Nahid und der 16-jährige Philipp nehmen freiwillig an einer Fahrt nach Auschwitz teil. Gemeinsam mit siebzehn anderen Jugendlichen aus ihrer Düsseldorfer Schule. Philipps Großeltern sind nach dem Zweiten Weltkrieg geboren, über den Nationalsozialismus wurde in seiner Familie nur wenig gesprochen. Und Nahid will endlich „dieses Auschwitz“ sehen, über das sie im Geschichtsunterricht immer sprechen. Die gebürtige Iranerin, die vor fünf Jahren aus ihrer Heimat geflohen ist, hat kaum einen Bezug zum Holocaust. In ihrem alten Heimatland gehörten Antisemitismus und Israel-Hass zum ideologischen Programm. Für sie wie für Philipp ist es der erste Besuch eines Konzentrationslagers.
Obwohl immer mehr Menschen aus der ganzen Welt die Gedenkstätte in Auschwitz besuchen, kommen aus Deutschland verhältnismäßig wenig Besucher. Hinzu kommen ein wachsender Rechtspopulismus und ein zunehmender Antisemitismus in Deutschland und Europa. Die Forderung nach verpflichtenden Besuchen von KZ-Gedenkstätten wird deshalb immer lauter. Aber kann eine Auschwitz-Reise tatsächlich etwas bewirken?
Die ECO Media TV-Produktion „Klassenfahrt nach Auschwitz – Deutsche Jugendliche und der Holocaust“ wurde am 26. Januar 2018 als ARTE Re:-Reportage erstmals auf ARTE ausgestrahlt.
Veröffentlicht am: 08.05.2018 in Doku
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