Interview Nach Tsunami in Japan: „Trauma wird weitervererbt“
Interview Nach Tsunami in Japan: „Trauma wird weitervererbt“
Nach wie vor sind in den Krisengebieten der Tsunami-Katastrophe vielfältige Aufbaumaßnahmen nötig. Statt die Ressourcen in den Wirtschaft-Wiederaufbau zu investieren, sichert sich Japan die Olympischen Spiele 2020. „Ein Wahnwitz“ urteilt Jesper Weber von der Evangelischen Kirche in Tokio.
Jesper Weber engagiert sich ehrenamtlich für soziale Hilfsprojekte in der Tsunami-Region Iwate. In den vergangenen Jahren war er insgesamt 20 Mal vor Ort und konnte zu den Bewohnern eine sehr persönliche Beziehung aufbauen. Er erlebt, dass das Trauma „Tsunami“ noch von den Eltern auch an die Kinder, die erst nach dem Tsunami geboren wurden, weitergegeben wird. Im Skype-Talk mit Heike Golla sagt er: „Die psychiatrische Betreuung ist nach wie vor eine große Notwendigkeit.“
Jesper Weber ist mit einer Japanerin verheiratet und lebt seit 20 Jahren in Tokio.
– Videotagebuch: Mein Tsnuami – Katastrophe via Skype
– Skype-Talk: Japanologin Susanne Klien
– Skype-Talk: Greenpeace Japan: “Krebsrate steigt”
Veröffentlicht am: 12.03.2015 in Interview
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