Interview "Rechte Gewalttaten nehmen wieder zu"
Interview "Rechte Gewalttaten nehmen wieder zu"
Rassismus breitet sich in Deutschland wieder verstärkt aus. Das will das Netzwerk „Dresden für Alle“ nicht hinnehmen und wehrt sich. Ein Interview über Ursachen und Auswirkungen eines besorgniserregenden Trends…
Dresden ist die Geburtsstadt der Pegida-Bewegung und war in den letzten Monaten immer wieder Schauplatz von großen Demonstrationen im Zeichen von Fremdenfeindlichkeit und Rassismus. Bei sogenannten Montagsdemonstrationen kamen wöchentlich bis zu 25.000 Menschen zusammen, um sich gegen die angebliche „Islamisierung des Abendlandes“ zu wehren. Parallel dazu wurden viele Gegendemonstrationen organisiert, bei denen sich Tausende Teilnehmer zu multikulturellem Zusammenleben und Weltoffenheit bekannten.
Eric Hattke und Gabriele Feyler, Sprecher vom Netzwerk „Dresden für Alle“, erklären im Skype-Talk mit Niklas Rathsmann, wie man gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit vorgehen kann. „Die Zahl rechtsextremer Angriffe auf Asylunterkünfte in Deutschland hat sich von 2013 auf 2014 mehr als verdreifacht“, beschreibt Hattke einen besorgniserregendenTrend. Das läge vor allen Dingen an „einer Großen Ignoranz von Fakten und an einer großen Empathielosigkeit.“
„Dresden für Alle“ engagiert sich gegen Ausländerfeindlichkeit in der Landeshauptstadt Sachsens und verbindet auf der Basis des Bekenntnisses zur UN-Charta für Menschenrechte Organisationen und Menschen, die sich für ein buntes und inklusives Dresden einsetzen. Über 80 Organisationen und Vereine sind in dem Netzwerk zusammengeschlossen. Mehr Informationen zum Netzwerk „Dresden für Alle“ finden Sie unter: http://dresdenfueralle.de/blog/de/ oder https://twitter.com/DresdenFuerAlle.
Zum Schwerpunkt „Fremd im eigenen Land?“ zeigt dbate.de außerdem:
– VIDEOTAGEBUCH: Mein Kopftuch – Muslimas auf YouTube
– SKYPE-TALK mit Dr. Karakayali: „Fremdenfeindlichkeit ist allgegenwärtig“
Veröffentlicht am: 16.07.2015 in Interview
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