Interview Frank Richter: „Dialog mit Rassisten ist wichtig“

Interview Frank Richter: „Dialog mit Rassisten ist wichtig“

Im sächsischen Freital und Heidenau gehen wütende Bürger, Neonazis und Hooligans auf die Straße und protestieren gegen Flüchtlingsunterkünfte. Auf Transparenten und mit Sprechchören lassen die aufgebrachten Mobs ihren Hass gegenüber den Flüchtlingen raus. Frank Richter, Leiter der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung wohnt in Freital und beobachtet die Entwicklungen mit Sorge.

„Viel zu spät wird der Dialog mit den Bewohnern Freitals gesucht,“ sagt Richter im Skype-Talk. Neben der Politik sei jetzt auch die Zivilgesellschaft in der Verantwortung. „Die schweigende Mehrheit muss sich jetzt zu Wort melden.“

Den Dialog hat der Leiter der Landeszentrale für politische Bildung auch mit Anhängern der PEGIDA-Bewegung gesucht – und wurde vielfach dafür kritisiert. Doch Richter lässt sich nicht von seinem Weg abbringen: „Wir werden es weiter versuchen“. Die Zahlen scheinen ihm Recht zu geben. Die PEGIDA-Bewegung schrumpft seit einigen Wochen.

Zum Schwerpunkt „Fremd im eigenen Land?“ zeigt dbate.de außerdem:

– VIDEOTAGEBUCH: Mein Kopftuch – Muslimas auf YouTube

– SKYPE-TALK mit Dr. Karakayali: „Fremdenfeindlichkeit ist allgegenwärtig“

– SKYPE-TALK mit Rico Gebhardt (Fraktionsvorsitzender DIE LINKE im Sächsischen Landtag): „AfD ist die neue Gefahr von rechts“

– SKYPE-TALK mit Netzwerk „Dresden für Alle“: „Rechte Gewalttaten nehmen wieder zu“

– FLASH: #MerkelStreichelt

 

Veröffentlicht am: 16.07.2015 in Interview

  • Pingback: dbate.de – wir lieben es rau – Schwerpunkt: Fremd im eigenen Land()

  • Am 16.07.2015 von „Herr Fenchel“ auf YouTube gepostet:

    Dieser Mann hat richtig erkannt, daß „ignorieren“ von Ignoranz herstammt.
    Das Herr Richter den Dialog sucht rechne ich ihm hoch an.

  • Am 16.07.2015 von „Leono Liber“ auf YouTube gepostet:

    Die noch halbwegs verständigen Pegidisten haben doch längst gerafft, von welchen zwielichtigen Gestalten sie da vor den Karren gespannt wurden.

    Was da jetzt noch irgendwo marschiert, darf man guten Gewissens zum „harten Kern“ zählen. Ob man die noch mal eingefangen bekommt? Mit Argumenten wohl eher nicht, denn die Argumente sind sattsam bekannt.

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