Interview Sepp Blatter - die Gedankenwelt des Paten
Interview Sepp Blatter - die Gedankenwelt des Paten
FIFA-Präsident Sepp Blatter ist zurückgetreten. Die Korruptionsvorwürfe gegen die FIFA-Verantwortlichen waren zu massiv geworden. dbate zeigt ein ungekürztes Interview mit Sepp Blatter aus 2007. Darin geht es um die WM in Südafrika und um Macht und Machenschaften im Weltfußball.
Sepp Blatter hat seine Macht lange überwiegend auf die Stimmen aus Fußballverbänden aus ärmeren Ländern in Afrika und Lateinamerika gestützt. Doch auch das hat ihm am Ende nicht mehr geholfen.
Kurz vor Blatters Wiederwahl Ende Mai waren zahlreiche FIFA-Funktionäre in der Schweiz wegen des Vorwurfs der Korruption verhaftet. Ein ungewöhnlicher Vorgang für die Langezeit schier unantastbaren Sportfunktionäre. Der mediale Druck, der dadurch entfacht wurde, war schließlich zu groß – auch für den mächtigen Sepp Blatter.
Korruptionsvorwürfe begleiteten die FIFA schon seit Jahrzehnten. 2007 hat Sepp Blatter in einem Interview ausführlich zu den Vorwürfen Stellung bezogen. Das Gespräch wurde von Autor Gerold Hofmann geführt und war Teil der NDR/ARD-Dokumentation „FIFA – Macht und Machenschaften“. Aus aktuellem Anlass zeigt dbate.de das Interview erstmals in ganzer Länge.
Veröffentlicht am: 24.06.2015 in Interview
-
dbateRedaktion
-
dbateRedaktion
Related Content
Impfpflicht in der Diskussion - Interview und Stimmen zur Coronaimpfung
Seit Beginn des Jahres 2021 beschäftigt das Thema Impfen die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland. Wie stehen sie zu einer Impflicht?
Interview mit Olaf Scholz aus "Wege zur Macht"
Die SPD entschied sich früh für ihren Kanzlerkandidaten Olaf Scholz. Dennoch steckte die Partei lange im Umfragekeller fest.
Interview mit Armin Laschet aus "Wege zur Macht"
Im Interview spricht Laschet über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten von CDU und CSU sowie über Pannen und Fehltritte im Wahlkampf.
Interview mit Annalena Baerbock aus "Wege zur Macht"
Im Interview spricht die Annalena Baerbock über die "großen Fragen" die Deutschland in den nächsten Jahren bevorstehen und wie die Grünen eine Führungsverantwortung übernehmen wollen.
"Genau genommen bin ich Geschichtenerzähler" - Skype-Interview mit Wolfgang Niedecken
Wolfgang Niedecken feiert am 30. März seinen 70. Geburtstag. Im dbate-Interview blickt der Kölner Sänger auf Kindheitserinnerungen zurück.
Autor Stephan Weichert über seinen Film "Medienmacher von morgen"
Stephan Weichert spricht über die Zukunft der Medien, über den Newswahn, den wir im digitalen Zeitalter täglich erleben und darüber, wie Journalismus verbessert werden kann.
Mehr Videos aus dem Bereich Interview
Helmut Kohl - das Interview 6/6
Vier Tage, ein Gespräch, im Jahr 2003. Folge 6: Die Spendenaffäre und der Tod von Ehefrau Hannelore. dabte.de zeigt das Interview in sechs Folgen.
"Frauen in Saudi-Arabien tragen Mitschuld an ihrer Unterdrückung"
Die deutsch-saudische Wirtschaftsberaterin Dahlia Rahaimy über Autofahren, Reisen und andere Probleme in Saudi Arabien
Playboy-Chefredakteur: "Mehr Prüderie wäre gut fürs Geschäft"
Die Ankündigung des US-Playboys künftig keine komplett nackten Frauen mehr zeigen zu wollen, hat die Diskussion um Nacktheit in den Medien erneut angekurbelt. Ein Grund für die Entscheidung könnte die Allgegenwärtigkeit von Erotik und Pornografie sein. Sex verkauft sich vielleicht doch nicht mehr so gut, wenn man ihn überall umsonst haben kann. Gleichzeitig will sich der Playboy auch digitalisieren und in sozialen Netzwerken aktiv werden. "Das ist eine Bigotterie in Amerika", meint Playboy-Chefredakteur Florian Boitin und will weiter auf erotische Fotografie setzen. Der deutsche Playboy bleibt sich also vorerst treu.
Götz George über Schimanski: "Sagen Sie nicht 'Scheiße'?"
Vor 35 Jahren betrat Horst Schimanski die Fernsehbühne. Seine erste Handlung als neuer Duisburg-Kommissar im Tatort: drei rohe Eier runter schlucken. Leider musste Götz George diese Szene fünf mal wiederholen.
Hitlers "Mein Kampf": Konfrontation mit dem Wahnsinn
„Mein Kampf“ ist ein furchtbares, ein grausames Buch: aber muss es 70 Jahre nach dem Tod seines Verfassers noch in Angst und Schrecken versetzen? Oder ist die Zeit reif für eine Auseinandersetzung mit Hitlers "Wahnsinn": in Form der wissenschaftlich kommentierten Neuausgabe, die jetzt vom Institut für Zeitgeschichte in München veröffentlicht wurde? Jeremy Adler, Professor für Germansitik am King's College in London, befürchtet Hitlers "Mein Kampf" könnte in Deutschland zum Bestseller werden. Er findet, die Hetzschrift sei "ein wichtiges Werk für den Forscher, aber sollte keine zentrale Stelle in der Auseinandersetzung mit der NS-Zeit einnehmen."
Playboy-Gründer Hugh Hefner: "Ich wollte kein Sex-Magazin machen"
Vor mehr als 60 Jahren hat Hugh Hefner das legendäre Playboy-Magazin auf den Markt gebracht. Nun ist er im Alter von 91 Jahren verstorben. In diesem historischen Interview (2003) spricht der Playboy-Gründer über die Anfänge des Magazins und sein wildes Leben.