Interview Mit Satire gegen Rechts: Wer ist eigentlich Storch Heinar?
Interview Mit Satire gegen Rechts: Wer ist eigentlich Storch Heinar?
Wahlkampfzeit ist Storchenzeit in Mecklenburg-Vorpommern. Seit neun Jahren zieht Storch Heinar dort seine Kreise, um den Einzug rechter Parteien in den Landtag zu verhindern. Was die „Thor Steinar“-Satire auslösen kann, das erklärt Projektleiter Julian Barlen im Interview.
Mit Plakaten und Aktionen versucht die Satire-Kampagne Storch Heinar auch in diesem Jahr wieder gegen Rechts mobil zu machen. Ins Leben gerufen wurde das Projekt 2008 durch junge SPD-Politiker. Inzwischen aber ist der Storch zu einer Marke geworden, mit 110.000 Facebook-Abonnenten und eigenem Online-Shop. Die Erlöse fließen auch ins Projekt „Endstation Rechts“. Entsprechend schlecht kommt der Storch bei Anhängern rechter Parteien an: „80 Prozent unserer Plakate lagen zerfetzt im Graben“, erzählt Barlen.
„Populisten können selten über sich selber lachen“
Julian Barlen ist SPD-Politiker in Mecklenburg-Vorpommern und leitet die Projekte „Storch Heinar“ und „Endstation Rechts“. Er sagt: „Wir möchten vor allem ein hohes Maß an demokratischer Wahlbeteiligung erreichen.“ Wie der Storch 2017 Stimmung gegen Stimmungsmacher machen soll, erklärt Barlen im Skype-Gespräch.
Veröffentlicht am: 19.09.2017 in Interview
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