Interview DFB-Skandal: "Zwanziger als Befreiungsschlag für SPIEGEL"
Interview DFB-Skandal: "Zwanziger als Befreiungsschlag für SPIEGEL"
Eilmeldung! Der SPIEGEL hat nachgelegt und ex-DFB-Präsident Theo Zwanziger als Zeuge für eine schwarze DFB-Kasse präsentiert. Wie reagiert die BILD-Zeitung – inoffizieller Schutzpatron des DFB – darauf? Und nimmt FOCUS-Herausgeber Helmut Markwort seine Kritik am SPIEGEL nun zurück? Journalismus-Professor Stephan Weichert erklärt die Lage.
Es kommt wieder Schwung in den DFB-Skandal. Nach der SPIEGEL-Veröffentlichtung am 17. Oktober war zunächst der DFB in Erklärungsnot. Plötzlich wendet sich das Blatt – der Deutsche Fußball-Bund, die BILD-Zeitung und der FOCUS üben scharfe Kritik am SPIEGEL. Beweise würden fehlen. Der SPIEGEL muss liefern. Jetzt endlich hat der SPIEGEL reagiert und mit ex-DFB-Präsident Theo Zwanziger „eine Art Kronzeugen“ präsentiert, so Journalismus-Professor Stephan Weichert.
Doch was ist da in den letzten Tagen eigentlich abgelaufen? „Bei den Statements von Alfred Draxler [Chefredakteur Sport-BILD] habe ich Zweifel, ob das noch Journalismus ist“, sagt Weichert im Skype-Talk. Weichert kritisiert aber auch den SPIEGEL. Dieser habe mit seinem Titel und der nachfolgenden Berichterstattung suggeriert, dass er stichhaltige Beweise hätte. Diese seien aber leider nicht präsentiert worden. Die Debatte um die Deutungshoheit im DFB-Skandal geht in die nächste Runde.
Zum DFB-Skandal zeigt dbate.de außerdem:
– SKYPE-TALK zum WM-Skandal: Wer hat jetzt die beste „Krisen-Strategie“?
– FLASH: „Alles korrekt“ – Niersbachs märchenhafte PK
– FLASH: DFB interviewt DFB: „Kann mich nicht erinnern“
Weitere SKYPE-TALKS gibt´s hier.
Veröffentlicht am: 23.10.2015 in Interview
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