Interview Der Mann hinter "Online-Omi" Renate Bergmann
Interview Der Mann hinter "Online-Omi" Renate Bergmann
„Ich pack die Zähne ins Glas und gehe in die Falle. Schlafen Sie gut!“ Mit solchen Posts erreicht „Twitter-Omi“ Renate Bergmann mehr als 30.000 Follower. Die 82-Jährige hat vier Ehemänner überlebt, liebt den Geruch von Persil und ist sehr (!) am Leben ihrer Nachbarn interessiert. Doch die „Online-Omi“ ist nicht real. Hinter Frau Bergmann steckt Thorsten Rohde. Für Frau Bergmann hat er jetzt sogar den „Goldenen Blogger“-Preis für den besten Twitter-Account bekommen.
2013 hat Thorsten Rohde sein Alter Ego Renate Bergmann ins Leben gerufen. Seitdem postet die fiktive Twitter-Omi das, was sie beschäftigt, im Netz: „Ich pack die Zähne ins Glas und gehe in die Falle. Schlafen Se gut!“ Ist das nicht alles nur Trash und Non-Sense? Vielleicht ja, vielleicht nein. So richtig weiß man es nicht. Rohde selbst jedenfalls meint, dass seine Online-Omi so beliebt ist, weil wir in Frau Bergmann alle irgendwie unsere eigene Oma wiedererkennen. Amüsant ist es allemal, was Frau Bergmann zu ihrer Kochwäsche, ihren Nachbarn oder ihrer esoterischen Tocher postet. Deswegen ist der Twitter-Account mit über 30.000 Followern jetzt auch mit dem „Goldenen Blogger“-Preis ausgezeichnet worden.
Thorsten Rohde hat unter seinem Pseudonym Renate Bergmann mittlerweile vier Bücher veröffentlicht. Aktuell lebt er von seiner „Online-Omi“.
Mehr SKYPE-Talks gibt´s hier.
Veröffentlicht am: 26.01.2016 in Interview
-
dbateREDAKTION
-
dbateREDAKTION
Related Content
Impfpflicht in der Diskussion - Interview und Stimmen zur Coronaimpfung
Seit Beginn des Jahres 2021 beschäftigt das Thema Impfen die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland. Wie stehen sie zu einer Impflicht?
Interview mit Olaf Scholz aus "Wege zur Macht"
Die SPD entschied sich früh für ihren Kanzlerkandidaten Olaf Scholz. Dennoch steckte die Partei lange im Umfragekeller fest.
Interview mit Armin Laschet aus "Wege zur Macht"
Im Interview spricht Laschet über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten von CDU und CSU sowie über Pannen und Fehltritte im Wahlkampf.
Interview mit Annalena Baerbock aus "Wege zur Macht"
Im Interview spricht die Annalena Baerbock über die "großen Fragen" die Deutschland in den nächsten Jahren bevorstehen und wie die Grünen eine Führungsverantwortung übernehmen wollen.
"Genau genommen bin ich Geschichtenerzähler" - Skype-Interview mit Wolfgang Niedecken
Wolfgang Niedecken feiert am 30. März seinen 70. Geburtstag. Im dbate-Interview blickt der Kölner Sänger auf Kindheitserinnerungen zurück.
Autor Stephan Weichert über seinen Film "Medienmacher von morgen"
Stephan Weichert spricht über die Zukunft der Medien, über den Newswahn, den wir im digitalen Zeitalter täglich erleben und darüber, wie Journalismus verbessert werden kann.
Mehr Videos aus dem Bereich Interview
Hans-Jürgen Börner zum Gysi-Rücktritt: “Notwendig!“
Jahrelang haben sie um Gysis DDR-Vergangenheit gestritten. Interview mit Hans-Jürgen Börner zum Rückzug des LINKEN-Chefs
Was hat gefehlt? Wer hat gewonnen? - Analyse des TV-Duells
Merkel und Schulz fast auf einer Linie – äußerlich wie inhaltlich. Politikwissenschaftler Gregor Landwehr analysiert für uns das TV-Duell vom Wochenende. Und kritisiert neben Versäumnissen der Kandidaten auch Fehler bei den Moderatoren.
Brüssel-Korrespondent: "Wir haben darauf gewartet"
Stille in der belgischen Hauptstadt. Nichts geht mehr. Chefredakteur vom EUobserver Eric Maurice über die Situation in Brüssel.
#Corona-Interviews: Katarina Barley über ihren Weg durch die Krise
Zum Auftakt der #Corona-Interviews spricht Stephan Lamby mit Katarina Barley, Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments.
Weltreise - „Panorama-Pinkeln“ und Zensur
Sie reisen um den halben Globus - Sally Meukow und Julien Wilkens sind weltreisende Blogger. Auf ihrem Ausflug um die Welt haben beide eindrucksvolle Erfahrungen auf russischen Couches, mit Chinas Zensurbehörde, Drogendealern in Nepal und „wunderschönen“ Freiluft-Toiletten in der Mongolei gesammelt.
“Eulenspiegel”-Chef: Gewalt gegen Terror!
Chefredakteur des Satiremagazins Eulenspiegel Mathias Wedel über Grenzen von Komik. Natürlich, nach den Anschlägen auf das Satire-Magazin „Charlie Hebdo“ dürfe man seinen Humor nicht verlieren. Aber man müsse sich eben auch sehr konkret mit der politischen Situation auseinandersetzen. Genau deshalb bedeute „Jetzt erst recht“ für Wedel nicht, mit Mohammed-Karikaturen zu provozieren. Satire löse den aktuellen Religionskampf seiner Meinung nicht, sondern nur „Gewalt“. Wedel findet: „Der Kampf gegen die IS ist ein Krieg. So ist es.“