Interview Aktionskünstler: "Flüchtlinge sind unsere letzte Hoffnung"
Interview Aktionskünstler: "Flüchtlinge sind unsere letzte Hoffnung"
Über ihre Aktionen ist viel diskutiert worden. Im Juni beerdigten Mitglieder der Organisation „Zentrum für Politische Schönheit“ (ZPS) zwei Flüchtlinge in Berlin – zumindest behauptet die Gruppe, dass in dem Sarg eine Mutter und ihr totes Kind waren. Mit der umstrittenen Kampagne „Die Toten kommen“ will das ZPS auf das Flüchtlingsdrama im Mittelmeer aufmerksam machen.
In wenigen Tagen will die Organisation vor dem Kanzleramt einen Friedhof errichten und dort zahlreiche tote Flüchtlinge beerdigen. „Pietätlos sind nicht die Aktionen. Pietätlos ist die Frage, ob da wirklich tote Menschen begraben werden“, sagt Justus Lenz vom ZPS im Skype-Talk auf dbate.de. Im Interview spricht Lenz außerdem über den Transport von toten Flüchtlingen nach Deutschland und klagt deutsche Politiker an. Die Aktionen des ZPS, deren Mitglieder sich selbst als „Sturmtruppe zur Errichtung moralischer Schönheit“ bezeichnen, sind spektakulär und medienwirksam.
Ist das wirklich Kunst? Oder anders gefragt: Was darf Kunst? Mit Recht darf man über die Fragwürdigkeit der Aktion streiten. Fakt ist aber auch: mindestens so fragwürdig ist unser Umgang mit der Flüchtlingskatastrophe auf dem Mittelmeer.
Veröffentlicht am: 19.06.2015 in Interview
-
dbateRedaktion
-
dbateRedaktion
-
dbateRedaktion
-
dbateRedaktion
-
dbateRedaktion
-
dbateRedaktion
-
dbateRedaktion
-
dbateRedaktion
-
dbateRedaktion
-
dbateRedaktion
-
dbateRedaktion
Related Content
Impfpflicht in der Diskussion - Interview und Stimmen zur Coronaimpfung
Seit Beginn des Jahres 2021 beschäftigt das Thema Impfen die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland. Wie stehen sie zu einer Impflicht?
Interview mit Olaf Scholz aus "Wege zur Macht"
Die SPD entschied sich früh für ihren Kanzlerkandidaten Olaf Scholz. Dennoch steckte die Partei lange im Umfragekeller fest.
Interview mit Armin Laschet aus "Wege zur Macht"
Im Interview spricht Laschet über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten von CDU und CSU sowie über Pannen und Fehltritte im Wahlkampf.
Interview mit Annalena Baerbock aus "Wege zur Macht"
Im Interview spricht die Annalena Baerbock über die "großen Fragen" die Deutschland in den nächsten Jahren bevorstehen und wie die Grünen eine Führungsverantwortung übernehmen wollen.
"Genau genommen bin ich Geschichtenerzähler" - Skype-Interview mit Wolfgang Niedecken
Wolfgang Niedecken feiert am 30. März seinen 70. Geburtstag. Im dbate-Interview blickt der Kölner Sänger auf Kindheitserinnerungen zurück.
Autor Stephan Weichert über seinen Film "Medienmacher von morgen"
Stephan Weichert spricht über die Zukunft der Medien, über den Newswahn, den wir im digitalen Zeitalter täglich erleben und darüber, wie Journalismus verbessert werden kann.
Mehr Videos aus dem Bereich Interview
So will "Breitbart" in Europa Politik beeinflussen - Medienforscher Weichert im Interview
„Breitbart News“ ist ein rechtes Meinungsmedium aus den USA, das Rassismus predigt und mit der Verbreitung von Fake News für Furore sorgt. Professor für Digitalen Journalismus Stephan Weichert erklärt den Erfolg der populistischen Meldungen und der sogenannten ‚alternative facts‘ in den Sozialen Medien. „Breitbart“ plant nun auch nach Deutschland und Frankreich zu expandieren. Was das bedeutet und wie deutsche Journalisten darauf reagieren sollten, erklärt Weichert im Interview.
Interview: Ströbele fordert mehr Schutz für Whistleblower
Werden Whistleblower, die Missstände und kriminelle Machenschaften aufdecken, in Deutschland genügend geschützt? Nein, meint Hans-Christian Ströbele von Bündnis90/Die Grünen. Bereits 2014 hat er zusammen mit der Grünen-Fraktion einen entsprechenden Gesetzentwurf in den Bundestag eingebracht. Passiert ist bislang nichts. Die mangelnde Gesetzeslage widerspricht laut Ströbele sogar EU-Vorgaben. Als Hemmschuh sieht er vor allem zwei – die Unternehmen und die CDU.
„Breitbart“ will nach Deutschland: Wie gefährlich ist das rechte Medium?
Breitbart News ist keine – wie der Name suggeriert – klassische Nachrichtenseite. Es ist viel mehr "eine rechte Propagandamaschine", so Medienforscher Lutz Frühbrodt. Er analysiert das Medium, welches für den Wahlerfolg Donald Trumps mitverantwortlich sein soll und nun nach Europa expandieren will.
Helmut Schmidt über seinen Freund Henry Kissinger
Beide verband eine tiefe Freundschaft - Helmut Schmidt und Henry Kissinger. Auf Schmidts Trauerfeier sprach der ehemalige US-Außenminister Kissinger für seinen verstorbenen Freund. Was empfand Schmidt für den Mann, der Verantwortung für den Militärputsch in Chile 1973 trug und der US-Präsident Richard Nixon half, den Vietnamkrieg in die Länge zu ziehen? dbate zeigt ein Interview (2007), in dem Schmidt über seine langjährige Freundschaft zu Kissinger spricht.
Unbezahlbares Wohnen – greift die Mietpreisbremse?
Hamburg, München, Berlin, Frankfurt: Seit Jahren steigen die Mietpreise in deutschen Städten. Die Bundesregierung versprach mit Einführung der Mietpreisbremse, Wohnraum auch für Normalverdiener endlich wieder bezahlbar zu machen. Doch Städte melden: Die gesetzliche Regelung greift de facto nicht. Interview mit dem bau- und wohnungspolitischen Sprecher der Grünen, Chris Kühn, über die Fehler und Lücken der Mietpreisbremse.
Amnesty International: „Alles Farce in Nordkorea“