Interview Journalistik-Professor: "Wir müssen Rechtsextremen zuhören!"
Interview Journalistik-Professor: "Wir müssen Rechtsextremen zuhören!"
Ganz schön steile These! Oder doch einfach nur Provokation? Journalistik-Professor Horst Pöttker fordert Journalisten und die Gesellschaft dazu auf, Rechtsextremisten wie dem NSU Aufmerksamkeit zu schenken und ihnen zuzuhören. Andernfalls „wisse man nicht, wozu sie in der Lage seien“.
Was ist eigentlich die Aufgabe von Journalisten? Sozialwissenschaftler und Publizist Horst Pöttker findet dazu klare Worte. Die Realität transparent abbilden – unverfälscht. Das heißt so, wie sie ist und nicht so, wie Journalisten sie gerne hätten. Pöttkers Position ist umstritten. Immer wieder hat der renommierte Journalistik-Professor dafür Kritik ernten müssen. Im Skype-Talk fasst Pöttker die Aufgabe von Journalisten zusammen, kritisiert fehlend Aufmerksamkeit von Medienvertretern und lobt die Journalistin Miriam Bunjes für ihre Berichterstattung zu den NSU-Morden.
Weitere SKYPE-TALKS gibt´s hier.
Veröffentlicht am: 09.10.2015 in Interview
Related Content
Impfpflicht in der Diskussion - Interview und Stimmen zur Coronaimpfung
Seit Beginn des Jahres 2021 beschäftigt das Thema Impfen die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland. Wie stehen sie zu einer Impflicht?
Interview mit Olaf Scholz aus "Wege zur Macht"
Die SPD entschied sich früh für ihren Kanzlerkandidaten Olaf Scholz. Dennoch steckte die Partei lange im Umfragekeller fest.
Interview mit Armin Laschet aus "Wege zur Macht"
Im Interview spricht Laschet über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten von CDU und CSU sowie über Pannen und Fehltritte im Wahlkampf.
Interview mit Annalena Baerbock aus "Wege zur Macht"
Im Interview spricht die Annalena Baerbock über die "großen Fragen" die Deutschland in den nächsten Jahren bevorstehen und wie die Grünen eine Führungsverantwortung übernehmen wollen.
"Genau genommen bin ich Geschichtenerzähler" - Skype-Interview mit Wolfgang Niedecken
Wolfgang Niedecken feiert am 30. März seinen 70. Geburtstag. Im dbate-Interview blickt der Kölner Sänger auf Kindheitserinnerungen zurück.
Autor Stephan Weichert über seinen Film "Medienmacher von morgen"
Stephan Weichert spricht über die Zukunft der Medien, über den Newswahn, den wir im digitalen Zeitalter täglich erleben und darüber, wie Journalismus verbessert werden kann.
Mehr Videos aus dem Bereich Interview
Allein im "Nazidorf" Jamel - ein Ehepaar leistet Widerstand
Umzingelt von Neonazis: Für Birgit und Horst Lohmeyer ist das Alltag. Das Ehepaar lebt im "Nazidorf" Jamel (Mecklenburg-Vorpommern), das fast vollkommen von Neonazis bewohnt wird. Im Video sprechen die Lohmeyers über ihr schwieriges Leben in Jamel, Anfeindungen – und erklären, warum sie mit ihrem Musik-Festival "Jamel rockt den Förster" trotzdem jedes Jahr ein lautes Zeichen gegen Rechts setzen.
Kann Mann Feminist sein? – Interview mit Vincent Herr
Vor 60 Jahren wurde das Gesetz zur Gleichberechtigung von Mann und Frau in Deutschland beschlossen. Doch noch immer gibt es viele Lücken, die nicht geschlossen sind. „Dabei geht es Ländern wirtschaftlich und politisch besser, wenn Männer und Frauen gleichberechtigt sind“, sagt der Feminist Vincent Herr.
Griechenland raus aus dem Euro? Josef Ackermann 3/3
Jean Ziegler: "Die Schweiz ist eine Räuberhöhle"
Der Schweizer ätzt gegen die Banken seines Landes. Aus der WDR/ARD-Doku "Der große Steuerbetrug", 29.6., Das Erste
Whistleblower Antoine Deltour - bestrafter Held
Der Wirtschaftsprüfer Antoine Deltour hat Steuerabsprachen internationaler Konzerne mit Luxemburg enthüllt. Dafür musste er teuer bezahlen. Ein Berufungsgericht in Luxemburg hat den Whistleblower jetzt erneut verurteilt: 6 Monate Haft auf Bewährung sowie 1500 Euro Geldstrafe.
"Taten von Einzeltätern kaum zu verhindern" - Gewerkschaft der Polizei
Renate Künasts Tweet mit einer Frage zum tödlichen Schusswaffengebrauch der Polizei gegen den 17-jährigen Attentat bei Würzburg hat für einen Shitstorm gegen die GRÜNEN-Politikerin gesorgt. Auch Jörg Radek, stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, findet klare Worte: "Künasts Kritik ist ungerechtfertigt."