Interview Amnesty International: „Alles Farce in Nordkorea“
Interview Amnesty International: „Alles Farce in Nordkorea“
Öffentliche Hinrichtungen, hungernde Menschen und Totalüberwachung – regelmäßig wird über Missstände in Nordkorea berichtet. Trotzdem reisen immer mehr Touristen nach Nordkorea, um sich ein eigenes Bild zu machen.
Doch sollte man eine Diktatur wie Nordkorea überhaupt bereisen? „Man bringt zwar Devisen ins Land, doch echte Begegnungen mit Einheimischen wird man niemals haben“, sagt Ronny Hübner, der für die Länderkoordinationsgruppe Nordkorea von Amnesty International arbeitet. Im Skype-Talk spricht Hübner außerdem über die „katastrophale Versorgungslage“. Die Essensrationen seien von der Führung um Kim Jong Un halbiert worden. Medizinische Behandlungen sollen ohne Betäubung durchgeführt werden. Deswegen besorgten sich viele Nordkoreaner auf dem Schwarzmarkt Crystal Meth-ähnliche Drogen, um körperliche wie seelische Probleme zu behandeln.
Zum Themenschwerpunkt „Nordkorea“ zeigt dbate.de außerdem:
– Videotagebuch: „Mein Besuch in Nordkorea – Videotagebuch junger Reisender“
– Tipp: Kim Jong Un: Der Mann, der alles kann…
Weitere Infos zur Arbeit der Länderkoordinationsgruppe Nordkorea von Amnesty International finden Sie hier: www.amnesty-korea.de
Veröffentlicht am: 04.03.2015 in Interview
Related Content
Impfpflicht in der Diskussion - Interview und Stimmen zur Coronaimpfung
Seit Beginn des Jahres 2021 beschäftigt das Thema Impfen die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland. Wie stehen sie zu einer Impflicht?
Interview mit Olaf Scholz aus "Wege zur Macht"
Die SPD entschied sich früh für ihren Kanzlerkandidaten Olaf Scholz. Dennoch steckte die Partei lange im Umfragekeller fest.
Interview mit Armin Laschet aus "Wege zur Macht"
Im Interview spricht Laschet über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten von CDU und CSU sowie über Pannen und Fehltritte im Wahlkampf.
Interview mit Annalena Baerbock aus "Wege zur Macht"
Im Interview spricht die Annalena Baerbock über die "großen Fragen" die Deutschland in den nächsten Jahren bevorstehen und wie die Grünen eine Führungsverantwortung übernehmen wollen.
"Genau genommen bin ich Geschichtenerzähler" - Skype-Interview mit Wolfgang Niedecken
Wolfgang Niedecken feiert am 30. März seinen 70. Geburtstag. Im dbate-Interview blickt der Kölner Sänger auf Kindheitserinnerungen zurück.
Autor Stephan Weichert über seinen Film "Medienmacher von morgen"
Stephan Weichert spricht über die Zukunft der Medien, über den Newswahn, den wir im digitalen Zeitalter täglich erleben und darüber, wie Journalismus verbessert werden kann.
Mehr Videos aus dem Bereich Interview
"Dramatisch ist untertrieben" - UNHCR zur Lage im Jemen
Seit knapp drei Jahren herrscht im Jemen Bürgerkrieg. „Täglich sterben hier deswegen 75 Zivilisten“, berichtet der UNHCR-Mitarbeiter Christian Langehenke aus dem Jemen. Im Interview erzählt er, wie wichtig die UNHCR-Hilfe für die mehr als drei Millionen Flüchtlinge im Land ist.
Feind, Todfeind, Parteifreund - Erwin Huber 2/3
Der große Steuerbetrug - ein Whistleblower packt aus
Lutz Otte hatte Zugang zu geheimen Kundendaten in einer Schweiz Bank. Er hat sie verkauft. Und teuer dafür bezahlt. Die Geschichte eines Whistleblowers.
Exoten bei der Bundestagswahl: Die spirituelle Partei "Menschliche Welt"
Die Menschliche Welt will Spiritualität in die Politik bringen. Ihr Vorsitzender ist der Yoga-Mönch Dada Madhuvidyananda, der ein spirituelles Zentrum in Baden-Württemberg leitet. Warum es ihn und seine Mitstreiter in den Bundestag zieht und welche Ziele seine Partei verfolgen, erläutert er im Skype-Interview.
"Es ist eine gefährliche Zeit" – Schauspieler Kai Schumann
Flüchtlingskrise, Brexit, Terror: die Geschwindigkeit der Ereignisse überholt, so der Eindruck, unsere Fähigkeit diese mit nötiger Besonnenheit zu verarbeiten. Gerät die Welt, wie wir sie kennen, aus den Fugen: oder verkennen wir die 'seligen Zeiten' in einer selbstkonstruierten Hysterie? Im Interview spricht der Schauspieler Kai Schumann über den Rechtspopulismus der AfD, ein kaltes Klima der Angst und warum der Begriff 'Flüchtling' falsch ist.
Reporter ohne Grenzen: "Pressefreiheit auch in Demokratien bedroht"
Die Lage für Journalisten hat sich weltweite verschlechtert. Pressefreiheit wird weiter eingeschränkt – zunehmend auch in Demokratien. Das kritisiert die Organisation Reporter ohne Grenzen in ihrem Jahresbericht. Deutschland bleibt unverändert auf Platz 16 von 180 Ländern. Doch auch hierzulande seien Journalisten zahlreichen Gefahren ausgesetzt, so der Geschäftsführer von Reporter ohne Grenzen Deutschland, Christian Mihr, im Interview.
Pingback: dbate.de – wir lieben es rau – Schwerpunkt: Nordkorea – Blick in ein abgeschottetes Land()