Interview Nach dem Terror: "Brüssel ist eine Geisterstadt!"

Interview Nach dem Terror: "Brüssel ist eine Geisterstadt!"

Sirenen, Helikopter und Eilmeldungen im Sekundentakt. Die Deutsche Christina Christopoulou wohnt und arbeitet im Brüsseler Maelbeek Viertel. Nur wenige Minuten vor den Anschlägen ist sie an der Metro-Station Maelbeek, in der sich einer der verheerenden Terroranschläge ereignete, vorbeigegangen. Aus ihrem Büro in Brüssel, berichtet die junge Beraterin von ihren Eindrücken nach der Terrorserie.

„Ein Kollege konnte sogar noch die Druckwelle der Explosion spüren“, erzählt Christina Christopoulou. Jetzt herrscht Stille. Bis auf Sirenen und Helikopter steht die Stadt komplett still. Kurz nach den Anschlägen wurden sogar die Telefonleitungen gekappt. Den Menschen blieb nur das Internet, um Angehörige zu informieren. Auch Beraterin Christina Christopoulou erhielt zahlreiche Nachrichten. Ähnlich wie bei den Pariser Anschlägen, konnte man über Facebook seinen Status „In Sicherheit“ teilen.

„Der Anschlag ist symbolisch, ein Angriff auf Europa“, dessen ist sich Christopoulou sicher, „wir sollten uns nicht gegenseitig angreifen, denn das ist genau das, was sie wollen.“ Doch wie soll es jetzt weitergehen? Welche Konsequenzen müssen gezogen werden? Auf der einen Seite rufen viele Politiker zu mehr Zusammenhalt und Solidarität auf. Auf der anderen Seite wittern europäische Rechtspopulisten nun ihre Chance und verschärfen ihre Islamkritik. So auch einige AfD-Politiker. Die in Brüssel arbeitende Christopoulou sieht das kritisch: „Am Ende des Tages sind wir alle Europäer, und die AfD zu wählen, wird die Probleme auch nicht lösen.“

Zu den Terroranschlägen in Brüssel zeigt dbate.de:

– FLASH: Terror in Brüssel – das sind die Augenzeugenvideos

– SKYPE-TALK mit Brüssel-Korrespondent Maurice: „Wir haben darauf gewartet“

– FLASH: Flughafen Brüssel: Augenzeugenvideo zeigt Szenen nach Explosion

– FLASH: Metro Brüssel: Augenzeugenvideo zeigt Szenen nach Explosion

 

Veröffentlicht am: 22.03.2016 in Interview

  • Pingback: dbate.de – Videos. News. Debatte. – Schwerpunkt: Terror in Brüssel()

  • Am 25.03.2016 von „3333927“ auf YouTube gepostet:

    Ähm, Christina Christopoulou, bevor man ein Interview via Webcam macht, sollte man darauf achten, dass nicht das halbe Gesicht abgeschnitten wird. 😉

    Anonsten kurz zum Thema noch: Es war vorhersehbar mit den Anschägen in Brüssel. Einerseits gabs genug Warnungen vorher und andererseits sollte man mal wie immar auf das Datum und die Symbolik dahinter achten.

    Und weiters sollte klargestellt werden, dass eine totale Überwachung aller Bürger nichts zur Sicherheit beiträgt, sondern nur deren Freiheitsrechte ad acta legt. Jene Terroristen – egal von wem auch immer finanziert – wurden und werden unregistriert einfach von Land zu Land bis zu ihrem Zielort durchgeschleußt. Es sind ja alles nur 100%ige und astreine Flüchtlinge, was kümmern uns da all die EU-Verträge? All diese in Deutschland verschwundenen Flüchtlinge, wohin sind die denn gegangen? Warum findet die niemand, trotz der bereits vorhandenen Überwachung?

    Wenn man das Problem lösen will, muss man an erster Stelle die Ursachen der Flüchtlingsflut beseitigen, was eben NICHT bedeutet die Versorgung der Flüchtlingscamps im Nahen Osten um an die 400% zu kürzen. 9€ pro Flüchtling ist eben ein inhumaner Witz, anstatt das eben bei um die 40€ zu belassen. Ansonsten einfach die EU-Verträge und das deutsche Gesetz einhalten, nach welchen kein Flüchtling Asylrecht hat, der von eine sicheren Staat einreiste. Stattdessen sollte der Asylantrag in sicheren heimatnahen Ländern gestellt werden können und nach guter Prüfung jener wahre Flüchtling via Zug oder Flugzeug nach Europa geflogen werden. Das verhindert zudem auch, dass Menschen im MIttelmeer ertrinken müssen und Schleußer damit Geld on Mass machen können.

    Aber solange das keiner in der EU-Dikatatur-Komission kapiert oder will, wird nur an Symptomen bisschen herumgedoktert, bis zum nächsten Anschlag. Jener wird sicher spätestens zur EM auch in Berlin eintreten. Wenn man darauf wetten könnte, würde ich 100k Euro auf Berlin zwischen Mai bis Juli setzen. Und 10k jeweils auf jede Hauptstadt im Westen Deutschlands und 50k auf Dänemark oder Schweden.

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