Artikel Polizeieinsatz in Köln: Das sind die Twitter-Reaktionen

Artikel Polizeieinsatz in Köln: Das sind die Twitter-Reaktionen

Eigentlich verlief die Silvesternacht in Deutschland zu großen Teilen friedlich. Eigentlich. Ein unbedachter Tweet der Polizei in Köln sorgt nun für einen medialen Aufschrei und heftige Diskussionen. Nachdem im letzten Jahr vor allem Männer nordafrikanischer Herkunft für zahlreiche sexuelle Übergriffe und weitere Straftaten in Köln verantwortlich waren, ging die Polizei in diesem Jahr besonders vehement gegen (vermeintliche) Angehörige dieser ethnischen Gruppe vor.

Beamte kontrollierten hunderte Männer aufgrund ihres ausländischen Aussehens.  Kurz vor Mitternacht sorgte die Kölner Polizei dann mit diesem Tweet für Aufregung:


Ein solches Vorgehen der Polizei wird nun als „Racial Profiling“ bezeichnet. Über die Verwendung des Begriffs „Nafri“ hat die Polizei mittlerweile ihr Bedauern geäußert. Doch handelt es sich bei der Verwendung des Begriffs und dem Handeln der Polizei um Rassismus? Und wurde in Köln wirklich „Racial Profiling“ betrieben?

Im Netz wird zum Teil heftig über den Tweet und das Vorgehen der Polizei in Köln diskutiert:

So hatte die Parteivorsitzende der Grünen, Simone Peter, den Begriff „Nafri“ in einem Interview mit der Rheinischen Post als „inakzeptabel“ bezeichnet. In den sozialen Medien wurde sie dafür angefeindet:

Und auch Oezlem Alev Demirel, Landessprecherin DIE LINKE NRW, äußert sich zu dem Tweet der Polizei:

Der stellvertretende BILD-Chefredakteur Nikolaus Blome reagiert wie folgt auf die Aussage von Simone Peters:


Publizist und Journalist Hugo Müller-Vogg (Tichys Einblick, Huffngton Post) tweetete zum Rassismus-Vorwurf gegenüber der Kölner Polizei:

Der Satiriker Jan Böhmermann lässt sich in typisch sarkastischer Manier über die Wortneuschöpfung aus und stellt sie so auf eine Stufe mit einer anderen rassistischen Beschimpfung:

Natürlich hat sich auch die Parteivorsitzende der rechtspopulistischen AfD nicht lumpen lassen, die Debatte anzuheizen. So tweetete Frauke Petry:

Der jüdische Berliner Autor Shahak Shapira tweetete:

Und auch Christopher Lauer, SPD, gibt sich provokant und angriffslustig:

Die CDU/CSU hingegen erkennt kein „Racial Profiling“:

Veröffentlicht am: 02.01.2017 in Artikel

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