Doku Nachrichten aus Syrien – The war on my phone • Trailer
Doku Nachrichten aus Syrien – The war on my phone • Trailer
„Nachrichten aus Syrien“ porträtiert vier Menschen in ihrer Zerrissenheit zwischen der Sicherheit, die ihnen ihre Zufluchtsorte in Europa bieten und den Nachrichten und Videos von Freunden und Verwandten in Syrien, die sie täglich auf ihren Telefonen erreichen. Ein intimer Einblick in den Alltag in Syrien.
Zena ist mit ihrem Mann und ihrer Tochter aus Aleppo geflohen. Die junge Familie wohnt inzwischen im deutschen Ahrweiler, weit weg vom Krieg in ihrer Heimat. Doch ganz von zu Hause weg ist sie nicht. Mit dem Smartphone verfolgt Zena die Lage in Ost-Aleppo, die Bombenangriffe, die Evakuierungen. Täglich erhält sie Nachrichten von ihrer Freundin aus Idlib. Trotz der ständigen Bombardierungen ist sie dort geblieben, um Frauen vor Ort zu helfen, das Kriegstrauma zu überwinden. Zena fühlt über die große Distanz mit ihr mit.
„Ich bin in Europa, in Sicherheit, aber dem Krieg konnte ich nicht entfliehen. Er ist da, jeden Tag. Auf meinem Handy.“
Auch Omar, Shahinaz und Amjad haben Syrien verlassen. Meistens sind die Absender der Videos, die sie aus ihrer Heimat bekommen, Familienmitglieder, Freunde oder alte Weggefährten. Die Aufnahmen haben die Absender mit ihren eigenen Telefonen gemacht und geben so einen persönlichen Einblick in ihr Leben im Krisengebiet. In Zeiten der Digitalisierung scheint eine Flucht vor dem Schrecklichen unmöglich zu sein. Die Bilder von Krieg und Zerstörung erreichen die Menschen global und verfolgen sie. Andererseits ist das Smartphone oft die einzige Möglichkeit mit der geliebten Heimat in Verbindung zu bleiben. Umso schockierender ist es für Shahinaz, als ihre Familie plötzlich nicht mehr erreichbar ist.
Knapp ein Jahr lang haben die Filmemacher von „Nachrichten aus Syrien“ die vier Geflüchteten begleitet und geben dem Krieg in Syrien ein Gesicht. Schon mit der Dokumentation #MyEscape hatten die Autoren bewiesen wie hautnah sie die Geschichten der Flucht erzählen können.
Der Dokumentarfilm „Nachrichten aus Syrien“ von Elke Sasse in Koproduktion mit Sounding Images, Berlin Producers, WDR und Deutscher Welle läuft am 28. November 2018, 23:25 Uhr im WDR. Und in zwei Teilen am 08. und 15. Dezember jeweils um 16:15 Uhr auf Deutsche Welle.
Veröffentlicht am: 27.11.2018 in Doku
Related Videos
Zwischen Krieg und Hoffnung – als Arzt in Syrien (Web-Doku)
Humanitärer Notstand und medizinische Unterversorgung bestimmen den Alltag in Idlib. Dr. Shajul Islam ist ein britischer Arzt, der seit 2012 in Syrien arbeitet und vor Ort hilft. Er erlebt den Krieg und den Wiederaufbau hautnah.
#myescape - Selfies der Flucht (komplett)
Für viele Flüchtlinge ist das Mobiltelefon ein unverzichtbares Mittel zur Organisation ihrer Flucht. Gleichzeitig transportieren sie damit Erinnerungen an das Zurückgelassene. Einige dokumentieren damit auch die Stationen auf ihrer Reise in eine bessere, vor allem sichere Zukunft. In den sozialen Netzwerken kursieren zahllose Clips, die nicht aus sicherem Abstand, sondern aus unmittelbarer Nähe von der Flucht nach Europa erzählen.
Der Clown von Aleppo ist tot: Gestorben für ein Lächeln
Die nächste tragische Nachricht aus Syrien: der "letzte Clown von Aleppo" ist bei einem Luftangriff auf Ost-Aleppo getötet worden. Der 24-jährige Syrer Anas Al Basha hatte – trotz der heftigen Gefechte um die umkämpfte Stadt – weiter als Clown gearbeitet. Sein Ziel war es, Aleppos Kindern ein Lächeln ins Gesicht zaubern.
Human Rights Watch über Kriegsverbrechen in Syrien
Der Krieg in Syrien geht in das sechste Jahr. Hunderttausende Zivilisten haben im Krieg ihr Leben verloren. Neutrale Beobachter machen sowohl die syrische Regierung als auch Rebellen und ihre Verbündeten für unzählige Kriegs- und Menschenrechtsverletzungen verantwortlich. Wolfgang Büttner, Sprecher der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch, beobachtet die Lage in Syrien mit wachsender Sorge. Im Interview berichtet er von Verschleppungen, bombardierten Krankenhäusern und den berüchtigten Folterkellern des Assad-Regimes.
Mehr Videos aus dem Bereich Doku
Mein Shitstorm - Das Revenge Porn Opfer
Das Revenge Porn Opfer: Nach der Trennung von ihrem Freund findet Annmarie Chiarini Nacktfotos von sich im Netz. Sie kann nichts dagegen tun, auch weil Polizei und Justiz ihr nicht helfen. Sie wird zur Aktivistin und fordert neue Gesetze.
Höllenhunde - Wie gefährlich sind Pitbull und Co?
Wo sie zubeißen, hält kein Knochen stand. Dafür sind sie jahrhundertelang eigens gezüchtet worden. Doch heute sind die sogenannten Kampfhunde ein Problem für die Gesellschaft. Das liegt auch daran, dass viele Menschen nicht fähig sind, solche Hunde zu erziehen.
Mein Leben als Spiel – Die Welt der Gamer
Was in den 1970er Jahren mit dem Tischtennis-Videospiel „Pong“ in 2D begann, spielt sich heute in faszinierenden und nahezu real antmutenden 3D-Welten voller Action, Abenteuer und Fun ab. Gespielt wird allein, in Gruppen, am PC oder an der Spielkonsole. Die globale Online-Game-Community umfasst Millionen von männlichen und weiblichen Spielbegeisterten. Einige Berufs-Gamer - die sogenannten Pro-Gramer - sind sogar richtige Superstars geworden, treten auf internationalen Games-Conventions auf und messen sich in Wettkämpfen vor einem Mega-Publikum auf Leinwand.
Trailer: Digital Diaries - Doku-Reihe über das Leben im Netz
Die vierteilige Reihe „Digital Diaries“ ist in Kooperation mit dem WDR entstanden und geht dem neuartigen Leben im Internet auf den Grund. Videoblogger in Deutschland und rund um den Globus geben in Skype-Interviews Auskunft über ihre Selbstdarstellungen und zeigen ihre selbstgedrehten Videos. Sie zeigen Bilder ihres Körpers genauso wie ihren Kampf gegen Krebs, sie setzen sich mit ihrer Sexualität auseinander oder geben praktische Lebenshilfen. Ab September im WDR!
Mein 1945 - Teil 4: Neubeginn
Ein Soldat als Schutzengel, das erste Radio-Interview einer Holocaust-Überlebenden, eine Flucht über halb eingestürzte Brücken, der erste Schultag im zerstörten Hamburg – „Mein 1945“ erzählt in der Form eines Videotagebuches, wie Menschen aus Norddeutschland das Jahr 1945 erlebt haben: zwischen Chaos, Untergangsstimmung und Erleichterung.
Aktivisten kippen Brand-Reste von Flüchtlingsheim vor AfD-Büro
Aktivisten der Gruppe "NIKA" (Nationalismus ist keine Alternative) haben Reste eines abgebrannten Flüchtlingsheims vor die AfD-Bundeszentrale in Berlin gekippt. Unter dem Motto "Return to Sender" wollte die Gruppe die AfD dazu bewegen, eine Zustellungsurkunde für den Schutt zu unterzeichnen. Wir haben mit den Aktivisten über ihre Motivation, Ziele und weitere Protest-Aktionen gesprochen.