Doku #myescape - Selfies der Flucht (komplett)
Doku #myescape - Selfies der Flucht (komplett)
Hunderttausende Menschen aus Syrien, Afghanistan oder Eritrea fliehen nach Deutschland – auf der Suche nach einer besseren, vor allem sicheren, Zukunft. Viele Flüchtlinge dokumentieren ihre Reise schonungslos mit dem Handy. Der Dokumentarfilm #myescape erzählt ebendiese Fluchtgeschichten. Der komplette Film.
Für viele Flüchtlinge ist das Mobiltelefon ein unverzichtbares Mittel zur Organisation ihrer Flucht. Gleichzeitig transportieren sie damit Erinnerungen an das Zurückgelassene. Einige dokumentieren damit auch die Stationen auf ihrer Reise in eine bessere, vor allem sichere Zukunft. In den sozialen Netzwerken kursieren zahllose Clips, die nicht aus sicherem Abstand, sondern aus unmittelbarer Nähe von der Flucht nach Europa erzählen.
Die Flüchtlinge erzählen anhand ihrer Videos von ihrer Heimat, von ihrem Abschied, den verschiedenen Stationen der Flucht und schließlich der Ankunft in Deutschland. So entsteht ein eindrückliches Bild von Menschen, die ihre Heimat verlassen müssen und sich auf den Weg machen.
AHMED UND HEBA ALWAN, ihre Tochter GANA und ihr Freund SALEH ZEER stammen aus Idlib in Syrien. Ahmed war Journalist und arbeitete für arabische Sender. Heba hat Architektur studiert, Ihre Tochter Jana ist 1 Jahr alt. Saleh war Ingenieurstudent kurz vor seinem Abschluss. Idlib wurde heftig bombardiert. Als islamistische Gruppen die Stadt eroberten wurde außerdem die Arbeit für Journalisten unerträglich. Nachdem Ahmed bedroht wurde, entschied sich die Familie zur Flucht. Über die Balkanroute flohen sie mit ihrer kleinen Tochter nach Deutschland. Wenn sich die Lage in Syrien verbessert möchten sie zurückkehren. Ahmed will wieder seinem Beruf nachgehen, Saleh will fertig studieren und Heba möchte als Architektin beim Wiederaufbau helfen.
HAMBER AL ISSA floh ebenfalls über die Balkanroute aus Syrien.Er ist Arzt. Da er noch nicht hier arbeiten darf, hilft er in einer medizinischen Einrichtung als Übersetzer.Solange er nicht zurückkehren kann, will er sich in seinem Beruf qualifizieren. Sobald es möglich ist, möchte er wieder in Syrien leben und dort ein Medizinzentrum gründen.
TOBA SHIRMOHAMMADI (16) aus Herat, Afghanistan, ist mit ihren beiden Schwestern und deren Ehemännern vor kurzem nach Deutschland geflohen. In ihrer Heimat gab es Anschläge auf weibliche Schülerinnen, um sie von der Schule fernzuhalten. Toba wollte eigentlich studieren und an den Vorbereitungskursen für die Universität teilnehmen. Über den Iran, die Türkei und Griechenland kam sie über die „Balkanroute“ nach Deutschland. Hier in Deutschland hofft Toba darauf, endlich studieren zu können. Zuvor will sie aber die Sprache lernen. Ihr Ziel ist es selbständig leben zu können.
WEDI KESHI – unter diesem Künstlernamen war er in Eritrea bekannt. Weil das dortige Regime Flüchtlinge auch im Ausland verfolgt, tritt er im Film unter diesem Namen auf. Wedi Keshi floh durch die Sahara von Eritrea nach Libyen. Auf seiner Flucht musste er sich Banditenübergriffen erwehren und wie die meisten eritreischen Flüchtlinge wochenlang in Lagern der Schlepper ausharren, bis neues Geld an sie überwiesen wurde. Von Tripolis aus wurde er dann mit einem kleinen Boot in Richtung Italien gebracht, wo er von der Küstenwache aufgegriffen wurde.
Der Dokumentarfilm von den Berlin Producers in Kooperation mit dem WDR wurde am Mittwoch, den 10.02 um 22.55 Uhr im WDR gezeigt.
Veröffentlicht am: 17.02.2016 in Doku
Related Content
Ein Jahr im Stillstand. Ein Jahr Corona.
Das Videotagebuch „Ein Jahr im Stillstand. Ein Jahr Corona.“ zeigt die persönlichen Eindrücke, Gefühle und Gedanken verschiedener Personen im Frühjahr 2020.
ARTE Re: Konflikt unterm Kreuz - Reformdruck in der katholischen Kirche
Was ist schlimm daran, wenn eine Frau Brot und Wein austeilt, Ehen segnet, Kinder tauft? Frauen fordern von der katholischen Kirche Zugang zu geweihten Ämtern.
Unruhen in Uganda - Meine Hoffnung auf mehr Demokratie (Web-Doku)
Seit mehr als drei Jahrzehnten regiert Yoweri Museveni das ostafrikanische Land Uganda. Bei der diesjährigen Wahl fordert ihn Musiker Bobi Wine heraus.
Mit dem Van im Lockdown (Web-Doku)
Corona hält die Welt fest im Griff. Das mussten auch die zwei Globetrotter Patricia Bezzola und Stefan Linder erfahren., die aktuell in Argentinien festsitzen.
Wie tickt Ricarda Lang? - Ein Kurzporträt
Seit einem Jahr ist Ricarda Lang die stellvertretende Bundesvorsitzende und frauenpolitische Sprecherin der Grünen. Jetzt strebt die 26-jährige Schwäbin das nächste Amt an: Sie kandidiert für die Bundestagswahl 2021. Der Filmemacher Carl Exner hat die junge und ambitionierte Politikerin einen Tag im Berliner Sommer begleitet.
Meine Kunst für Trump (Web-Doku)
Jeff Sonksen hat seine Garage in ein Malstudio umgewandelt und entwirft dort Holzaufsteller von Politikern in Echtgröße. Sein Lieblingsmotiv: Donald Trump.
Mehr Videos aus dem Bereich Doku
Mein Extremsport 1/4: Typen und ihre Kicks
Höher, weiter, schneller – Extremsportler suchen nach dem ultimativen Kick. Immer wieder fordern sie sich selbst heraus und verschieben dabei ihre eigenen Grenzen. Gibt es auch Routine beim Extremsport? Fünf Sportler geben einen atemberaubenden Einblick in die Welt des Extremsports. Teil 1: Typen und ihre Kicks.
Ein Jahr im Stillstand. Ein Jahr Corona.
Das Videotagebuch „Ein Jahr im Stillstand. Ein Jahr Corona.“ zeigt die persönlichen Eindrücke, Gefühle und Gedanken verschiedener Personen im Frühjahr 2020.
Bowie im All – „Space Oddity“ in der ISS
Der Kanadier Chris Hadfield war als Astronaut gleich mehrfach im All. Zuletzt startete er im Dezember 2012 mit einer Sojus TMA-07M-Rakete ins All und war bis Mai 2013 als Kommandant für die Raumstation ISS verantwortlich. Und Hadfield wurde so bekannt wie kaum ein anderer Astronaut nach den Mondlandungen vor über 45 Jahren. Der heute 55jährige verdankt seine Bekanntheit nicht einem besonders riskanten Manöver, sondern einem Lied - "Space Oddity", dem David Bowie-Klassiker. Hadfield sang es am Aussichtsfenster seiner Weltraumstation und begleitete sich selbst dabei mit einer schwebenden Gitarre. Anschließend funkte er das Lied auf die Erde zurück und erreichte so nicht nur die Gedanken von Millionen Menschen, sondern auch deren Herzen. Plötzlich konnten sich Hadfields Zuhörer selbst ein wenig als Astronauten fühlen. Sein Videoclip ist auf YouTube ein viraler Hit.
Unser Kampf gegen Ebola 3/3
Ebola ist unverändert gefährlich, vor allem in Westafrika. Lange Zeit wurde die Seuche dort ignoriert oder gar für eine Lüge gehalten. Mit fatalen Folgen. Augenzeugen in Guinea, Liberia und Sierra Leone berichten vom Kampf gegen die Epidemie. Teil 3: Die Hoffnung auf Alltag.
Leben mit Handicap - Selbstbestimmt auf YouTube
Wie leben eigentlich Menschen mit Handicap? Noch immer ist das Thema Behinderung für viele tabu. Damit sich das ändert, teilen YouTuber, die mit unterschiedlichen Behinderungen leben, online ihre Geschichten und geben intime Einblicke in ihren Alltag. Das Ziel: Andere mit in ihre Welt nehmen, Vorurteile bekämpfen, Missstände aufdecken. Denn natürlich kann man auch mit Behinderung ein ganz normales, glückliches Leben führen.
Mein Tsunami - die Katastrophe via Skype 4/4
Überlebende der Katastrophe von Japan berichten von ihren Erlebnissen und zeigen Videoaufnahmen, die sie in Augenblicken größter Not selbst gedreht haben. Teil 4: Japan rafft sich auf.
Pingback: Partyboot: DJ und Gäste verarschen syrische Flüchtlinge - dbate – Videos. News. Debatte.()