Video Referendum in Katalonien: Proteste nehmen zu
Video Referendum in Katalonien: Proteste nehmen zu
Katalonien möchte unabhängig werden. Doch die spanische Regierung versucht das geplante Unabhängigkeitsreferendum um jeden Preis zu verhindern. Zuletzt beschlagnahmte die spanische Polizei Millionen Stimmzettel und kündigte an, Wahllokale zu besetzen. Kataloniens Regionalregierung bleibt jedoch bei ihrem umstrittenen Plan. Und viele Katalanen demonstrieren für das Referendum.
Die Bürger in Katalonien sind sauer. Sie wollen schon seit langer Zeit ein Referendum zur Unabhängigkeit ihrer Region. Doch das Oberste Verfassungsgericht in Spanien hat das anvisierte Referendum für illegal erklärt. Bevor am Sonntag die Wahl zur Abspaltung stattfinden soll, will die spanische Regierung alle Wahllokale schließen lassen.
Katalonien: Aufmarsch der Separatisten
Ob die Lage in den Tagen vor der Wahl noch richtig eskalieren wird, ist unklar. Laut spanischen Medien sollen aktuell viele Autonome und Rechtsextreme auf dem Weg nach Barcelona sein. Die spanische Regierung bereitet sich offensichtlich Ausschreitungen vor. Im Hafen von Barcelona soll ein massives Polizeiaufgebot bereitstehen. Das sollen unter anderem diese Aufnahmen zeigen:
#Spanien hat Polizei! Dieses Aufgebot befindet sich im Hafen von #Barcelona.
Bereit für das #Referendum! #ReferendumCat#Katalonien pic.twitter.com/vTmhGpaGNQ— Fabian Hillebrand (@Linksbuendig) 23. September 2017
Der Ministerpräsident Kataloniens Carles Puigdemont rief seine Anhänger zu friedlichen Protesten auf. Schon jetzt bilden sich Gruppen, die am Wahlsonntag mit langen Schlangen vor den vielleicht geschlossenen Wahllokalen protestieren wollen. Auch Kunst ist ein Mittel zum Protest. Diese Bürger fanden sich zusammen und kreierten mithilfe von großen Tafeln das berühmte Gemälde von Ramon Casas, welches übersetzt „Der Angriff“ heißt:
En #Olot #Girona lo tienen claro!
Lo nuestro en #Catalunya va de #democracia
El Arte es compromiso!#ReferendumCAT#NoPassaran #Guanyarem#SensePor#prenpartit#LaCàrrega #RamónCasas pic.twitter.com/QXxXKMociM— Manel Márquez (@manelmarquez) 29. September 2017
Veröffentlicht am: 29.09.2017 in Video
Related Videos
Aufstand in Venezuela – Mein Leben unter Maduro
Venezuela steht am Rande eines Bürgerkriegs. Opposition und Bürger, die gegen Präsident Nicolás Maduro demonstrieren, werden von Polizei und Militär schonungslos bekämpft. Warum eskaliert die Gewalt? Im Videotagebuch berichten Augenzeugen eindrücklich von ihren Erlebnissen
Mein Krawall - Polizeigewalt und Widerstand
Brennende Autos, Tränengas und Kämpfe mit der Polizei – was treibt junge Menschen auf die Straße? Immer mehr unzufriedene Jugendliche weltweit leisten Widerstand gegen die Staatsmacht. Nicht alle Proteste bleiben friedlich. In „Mein Krawall“ berichten Demonstranten aus Deutschland, Griechenland, Frankreich und den USA über ihre Motivation, der Polizeigewalt etwas entgegenzusetzen. Der komplette Film.
1000 Gestalten - G20-Protest geht auch ohne Gewalt
Intelligenter Protest der "1000 Gestalten": In der Hamburger Innenstadt haben am Mittwoch im Vorfeld des G20-Gipfels lehmverkrustete Gestalten für Begeisterung gesorgt. Langsam schritten die grauen Damen und Herren durch die Straßen, ihre Gesichter teilnahmslos, der Gang ohnmächtig und zermürbt. Dann allerdings folgte eine bunte Überraschung, die kaum einen Zuschauer unberührt ließ. Mit der Kunstperformance wollte das Kollektiv 1.000 Gestalten nach eigenen Angaben ein unkonventionelles Zeichen für "mehr Solidarität und politische Partizipation in die Welt" senden.
Mein Aufstand - die Proteste in Athen
Studium abgeschlossen und seit Monaten auf Jobsuche. Dieses Schicksal teilt die junge Athenerin Omela Busho mit vielen anderen Griechen. Immer wieder treibt es sie auf die Straße. Im Videotagebuch "Mein Aufstand" schildert sie ihre Erlebnisse und zeichnet ein ernüchterndes Bild der Lage in Griechenland.
Mehr Videos aus dem Bereich Video
Nächster Eklat: Trump nennt Senatorin Pocahontas
Donald Trump sorgt erneut für Empörung. Am Montag hatte der US-Präsident einige Vertreter des indigenen Stamms der Navajo ins Weiße Haus eingeladen, um sie bei einer feierlichen Zeremonie zu ehren. Sein hölzerner Umgang mit den Veteranen, die im Zweiten Weltkrieg gedient hatten, war nur der Anfang. Dann nannte er eine Senatorin auch noch „Pocahontas“.
"Hurensöhne Mannheims": Böhmermann will den 'totalen Beef'
Ist Xavier Naidoo wirklich ein verwirrter Verschwörungstheoretiker und Antisemit? Das zumindest legt ZDF-Satiriker Jan Böhmermann Naidoo und seiner Musikgruppe „Söhne Mannheims“ in einem Video nahe. Darin parodiert Böhmermann Naidoo u.a. mit Alu-Hut auf dem Kopf. Auslöser war wohl das Lied „Marionetten“ vom neuen „Söhne Mannheims“-Album.
Peter Lustig über seine Latzhose und "Löwenzahn"
Er hat die Kindheit vieler Kinder geprägt - nun ist der Welterklärer und "Löwenzahn"-Moderator Peter Lustig im Alter von 78 Jahren gestorben. Über 25 Jahre hat Lustig das deutsche Fernsehen bereichert. Wir zeigen ein Interview mit ihm von 2012, in dem er über "Löwenzahn", Kinder und seine berühmte blaue Latzhose spricht.
Fußball radikal – Babelsberg 03 vs. Energie Cottbus (Trailer)
Der St. Pauli des Ostens - der Verein SV Babelsberg 03 ist vor allem durch seine leidenschaftliche linke Fan- und Ultraszene bekannt. Fußball und politisches Engagement gegen Ausländerhass und Homophobie – das gehört in Babelsberg zusammen.
probono-Magazin: Zika-Virus und Olympia
Stiche vermeiden, keinen ungeschützten Sex, außerhalb der Wettkämpfe nicht das Haus verlassen und Schwangere sollen Rio de Janeiro komplett meiden: das sind die Sicherheitstipps zu den Olympischen Spielen in Brasilien. Der Grund? Das Zika-Virus wütet in Südamerika. Doch wie gefährlich ist das Virus wirklich? Antworten gibt´s im probono-Magazin.
Kanzlerin Merkel zu #München
"Wir alle trauern mit schwerem Herzen um die, die nie mehr zu ihren Familien zurückkehren werden." - Bundeskanzlerin Angela Merkel äußert sich zu dem Amoklauf im Münchner Olympia Einkaufszentrum (OEZ) vom vergangenen Freitag. Dass Merkel sich erst sehr spät - und beispielsweise erst mehrere Stunden nach US-Präsident Barack Obama - zu Wort meldete, wurde von vielen Seiten kritisiert.