Interview Wohin steuert die NATO? Interview mit Politik-Professor Krause
Interview Wohin steuert die NATO? Interview mit Politik-Professor Krause
US-Präsident Donald Trump hat die NATO als „obsolet“ bezeichnet und damit bei den Verbündeten für reichlich Verwunderung gesorgt. Was bedeuten Trumps Äußerungen für die europäische Sicherheitspolitik? Joachim Krause, Direktor des Instituts für Sicherheitspolitik an der Universität Kiel, analysiert im Interview, wie wichtig das transatlantische Militärbündnis für Europa ist und wie sich Deutschland künftig positionieren muss.
Die USA drohen offen ihre Unterstützung für NATO-Partner zurückzufahren, wenn die Bündnisstaaten ihre Militärausgaben nicht erhöhen. Müssen europäische Mitgliedsstaaten wie Deutschland also wirklich mehr investieren? Ja, meint Joachim Krause, Direktor des Kieler Instituts für Sicherheitspolitik: „Es kann nicht sein, dass wir Europäer – gerade wir Deutschen – gerade einmal ein Prozent des Bruttosozialprodukts ausgeben.“ Das sei zu wenig.
Was bedeutet die Wahl von Trump für die NATO?
Die Zukunft der NATO wird auch Thema bei der Münchner Sicherheitskonferenz sein. Die Aussagen des US-Präsidenten Donald Trumps, der das Militärbündnis in einem Interview als „obsolet“ bezeichnet hat, sorgen mindestens für Verwirrung. Was also bedeutet die Wahl von Trump konkret? Politik-Professor Krause sieht vorerst keinen Grund zur Sorge, denn Trumps „Außen- und Verteidigungsminister haben signalisiert, dass sich erstmal gar nichts ändern wird.“
Im Interview spricht Joachim Krause außerdem über die Lehre für transatlantische Militärbündnis aus dem Konflikt in der Ostukraine, die Herausforderungen der Bundeswehr und die Frage, wie gut die NATO für Cyber-Kriege gerüstet ist.
Veröffentlicht am: 16.02.2017 in Interview
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