Interview Interview mit Virginia Chan zum Corona-Virus in Hongkong
Interview Interview mit Virginia Chan zum Corona-Virus in Hongkong
Das Corona-Virus breitet sich unaufhaltsam aus. Ende Dezember 2019 erkrankten erstmals auf einem Fischmarkt in Wuhan mehrere Menschen an dem neuartigen und ansteckenden Corona-Virus, das sich schnell ausbreitete. Die chinesische Regierung greift nach ersten Vertuschungsversuchen mit harten Maßnahmen durch: Städte wurden abgeriegelt, ganze Krankenhäuser werden in kürzester Zeit gebaut und die Menschen werden aufgefordert, zu Hause zu bleiben.
Im Januar 2020 erreichte das Corona-Virus auch die Millionenmetropole Hongkong. Die Stadt reagierte schnell: Zahlreiche Menschen arbeiten im Homeoffice, Schulen wurden geschlossen, regelmäßiges Fiebermessen gehört bald zum Alltag.
Leben im Ausnahmezustand
Virigina Chan, 34, ist in Kanada geboren und aufgewachsen. Derzeit arbeitet sie als selbstständiger Tourguide in Hongkong. Seit dem Ausbruch von SARS-CoV-2 hat sie sich isoliert: Gemeinsam mit Verwandten und Freunden lebt sie in einer 47 Quadratmeter großen Wohnung – darunter ein dreijähriges Kind sowie eine ältere Person, die durch das Virus besonders gefährdet ist. Virgina verlässt das Haus nur, wenn es absolut notwendig ist. Ihre Arbeit als Tourguide musste sie vorübergehend einstellen.
Im Februar interviewten wir Virgina. Sie berichtet, wie das Virus das Leben in Hongkong verändert, wie sie sich schützt und wie sie das Krisenmanagement der Regierung einschätzt. Während sich die Situation in Europa zuspitzt, kehrt in Hongkong langsam wieder Normalität ein. Die Menschen kehren vom Home-Office zurück in die Büros und die Versorgungslage in den Supermärkten hat sich wieder stabilisiert. Virginia Chan hat mittlerweile eine Ausgangssperre von knapp zwei Monaten hinter sich und wird diese auch noch weiter, mit zuversichtlichem Blick in die Zukunft, fortsetzen.
Veröffentlicht am: 13.03.2020 in Interview
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