Interview Greenpeace: "Merkel muss Diesel-Ausstieg zur Chefsache machen"
Interview Greenpeace: "Merkel muss Diesel-Ausstieg zur Chefsache machen"
Dieselgate, Dieselgipfel, Abgaskartelle – was steckt eigentlich hinter diesen ganzen Begriffen? Für Benjamin Stephan von Greenpeace eindeutig: Das Versagen der Politik. Im dbate-Interview erklärt er, warum das Thema für Verbaucher wichtig ist und Angela Merkel es nicht unter den Teppich kehren darf.
„Neue Software-Updates“. So lautet die Lösung der Politik und der Autoindustrie nach dem Dieselgipfel. Doch reicht das aus? Das Ergebnis des Gipfels findet Greenpeace-Campaigner Benjamin Stephan „sehr enttäuschend“. So könne das Ziel des Pariser Klimaabkommens, den Verkehrssektor bis 2035 zu dekarbonisieren, wohl kaum erreicht werden.
Schon öfter wurde Deutschland von der EU-Kommission wegen zu hoher Luftverschmutzung ermahnt. Zuletzt im Fall von Stuttgart. Zwar hat die Bundesregierung nun mit Fahrverboten reagiert, aber die müssten dann auch effektiv sein, kritisiert Stephan im Interview. Problematisch sieht er die enge Verstrickung von Politik und Autoindustrie – da kenne man sich persönlich. Und auch die Autohersteller untereinander sollen sich im Falle Dieselgate abgesprochen haben, um die Fahrzeuge entsprechend zu manipulieren.
Was wir tun können
Für Stephan ist klar: „Schuld haben die Autohersteller, die die Verbraucher belogen haben“. Dennoch könnten gerade Stadtbewohner generell das Auto mal stehen lassen und auf’s Fahrrad oder den Öffentlichen Nahverkehr umsteigen.
Veröffentlicht am: 03.08.2017 in Interview
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S.Braunsdorf
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