Video Chaos in Mazedonien: Nationalisten stürmen Parlament
Video Chaos in Mazedonien: Nationalisten stürmen Parlament
Rund 100 Demonstranten haben gewaltsam das Parlament in der mazedonischen Stadt Skopje gestürmt. Sie schlugen um sich und verletzten mehrere Personen. Die Polizei konnte erst Stunden später wieder die Kontrolle zurückgewinnen. Die Gewalttäter sollen Anhänger des abgewählten nationalkonservativen Ministerpräsidenten Nikola Gruevski sein.
Die Aktion sorgt derzeit international für Empörung: Menschen stürmen das Parlament und verletzen zahlreiche Abgeordnete und Journalisten. Wer sind die Angreifer und warum haben sie das Parlament gestürmt?
Der Angriff auf das mazedonische Parlament ist die Krönung einer zweijährigen politischen Dauerkrise. Seit 2015 vom sozialdemokratischen Oppositionellen Zaev aufgedeckt wurde, dass der damalige konservative Regierungschef in Korruption und Bespitzlung verwickelt war, demonstrieren Tausende Menschen regelmäßig gegen die konservative Regierung.
Mazedonien befindet sich seit zwei Jahren in einer Dauerkrise
Wahlen im Dezember 2015 hatten zu keiner Regierungsbildung geführt. Seit vier Wochen wird das mazedonische Parlament nun bereits von der alten konservativen Regierung lahmgelegt. Nun wollen die Sozialdemokraten mit albanischen Abgeordneten eine Regierung bilden.
Anhänger des früheren Regierungschefs Nikola Gruevski drangen deshalb am Donnerstag in das Parlament ein. Teils vermummte Demonstranten gingen mit Stühlen auf Abgeordnete los. Dabei wurden acht Oppositionelle verletzt. Darunter der Vorsitzende der Sozialdemokraten, Zoran Zaev, den man in den Augenzeugenvideos mit blutverschmiertem Gesicht in einer aufgebrachten Menschenmenge sieht.
Nach den blutigen Auseinandersetzungen im mazedonischen Parlament hat Präsident Ivanov zu Gewaltfreiheit aufgerufen. Die Vorsitzenden der im Parlament vertretenen Parteien sollen sich nun für ein Gespräch zur Lösung des Problems zusammenfinden.
Quelle des Videos: Radio Free Europe/Radio Liberty
Veröffentlicht am: 28.04.2017 in Video
Related Content
Liebeserklärung der Band KLING KLONG ans Radio
Die Band KLING KLONG hat eine Liebeserklärung ans Radio produziert: „Jeder Mensch ein Sender“. Als CD und Video. Mit dabei: Alexander Kluge. Im Juni geht die Band auf Tour.
"Wir brauchen einen Bürgerkrieg" - Trump Anhänger zur Präsidentschaftswahl
In der Dokumentation "Im Wahn - Trump und die Amerikanische Katastrophe" (ARD) sprechen zwei Anhänger von Präsident Trump über die besvorstehende Wahl und die Möglichkeit oder Notwendigkeit eines Bürgerkriegs, sollte Trump die Wahl nicht gewinnen.
"One day, it's like a miracle, it will disappear." - Trumps Coronalügen
Ob bei fehlenden Tests zu Beginn der Krise, die US-amerikanische Mortalitätsrate oder das Verwenden von Masken: Trump verstrickt sich in Falschmeldungen und Lügen.
Jamel rockt den Förster: Festival 2019
Die Lohmeyers leben seit 2004 im Ort Jamel in Mecklenburg-Vorpommern. Um sich gegen die ortsansässigen Nazis zu wehren, veranstalten sie ein Musikfestival.
Trailer zu "Re: Ein neues Virus geht um die Welt - Corona und die Folgen"
Das neuartige Corona-Virus breitet sich unaufhaltsam aus. In einem gewaltigen Kraftakt sucht Europa nach Gegenmaßnahmen, um einen Kollaps der Gesundheitssysteme zu verhindern.
"Die Notregierung - Ungeliebte Koalition" - Teaser zur ARD-Doku
Der Start der Großen Koalition im März 2018 war denkbar schlecht.
Mehr Videos aus dem Bereich Video
Shitstorm um neue Pepsi-Werbung: Geht das zu weit?
Menschen mit Migrationshintergrund kommen auf der Straße zusammen und protestieren gegen Gewalt gegen Schwarze. Als sie vor einer Front aus Polizisten stehen, überreicht Model Kendall Jenner dem Schutzmann eine versöhnende Pepsi. Und alles ist gut. In den Sozialen Medien sorgte das Werbe-Video für einen Eklat.
Volle Dröhnung Westen: Die Stones auf Kuba
Nach Barack Obama als Vorband - die Kubaner kommen auf den Geschmack des britischen Rock 'n Roll. Viele werden wohl verwirrt zurück bleiben.
Preisgekrönter VR-Film: Stasi-Gefängnis selbst erleben
Der Reporterpreis 2017 wurde Montagabend gekürt. Im Bereich Web-Video gewann ein VR-Projekt. „Was wollten Sie in Berlin?!“ heißt das Video und lässt den Zuschauer einen Besuch im Stasi-Gefängnis in Virtual Reality miterleben.
"Ihr handelt nicht in meinem Namen" - Londons Bürgermeister zum Terror
Londons Bürgermeister Sadiq Khan hat ein eindrückliches Statement gegen den Terror abgegeben. Nach dem dritten Terroranschlag in England binnen drei Wochen trat Khan vor Presse und Bürger und sagte unter anderem: "Ihr handelt nicht in meinem Namen" und "Eure perverse Ideologie hat nichts mit den wahren Werten des Islam zu tun".
Trump-Auftritt bei Republikanern: Emotion statt Argumente
Donald Trump inszeniert sich als Heilsbringer: Emotion statt Argumente.
„Ich wollte in einem freien Land leben“ Joachim Gauck trifft Marianne Birthler • Joachim Gaucks Suche nach der Einheit