Interview Augenzeugenbericht: „Über mir flogen Geschosse“ - Flucht aus Afghanistan
Interview Augenzeugenbericht: „Über mir flogen Geschosse“ - Flucht aus Afghanistan
Ende September: Taliban-Kämpfer überrennen die afghanische Stadt Kunduz. Mittendrin: Entwicklungshelferin Sybille Schnehage. Sie flieht als letzte Ausländerin aus der umkämpften Stadt. Im Interview berichtet sie von der desaströsen Sicherheitslage und den letzten Tagen in Kunduz.
Fällt Kunduz in die Hände der Taliban? Mittlerweile soll die Stadt wieder unter der Kontrolle der Regierungsarmee sein. Doch Ende September wurden die afghanischen Soldaten geradezu überrumpelt, als radikalislamische Taliban-Kämpfer Kunduz überrannten. Für Sybille Schnehage, die seit über 20 Jahren in Afghanistan als Entwicklungshelferin arbeitet, sind Gefechte rund um die Stadt eigentlich nichts Ungewöhnliches. Doch am 28. September war alles anders. „Die Gefechte wurden immer heftiger. Direkt über meinem Kopf flogen Geschosse“, sagt die 65-Jährige. Im Skype-Talk spricht sie über das Chaos in Afghanistan und kritisiert die Internationale Gemeinschaft.
Entwicklungshelferin Sybille Schnehage ist Vorsitzende von Katachel e.V. Der Verein baut u.a. Schulen in Afghanistan, bietet Nähkurse für Frauen an und unterstützt afghanische Witwen mit Geld und Nahrungsmitteln. Zur Vereins-Homepage: http://www.katachel.de
Weitere SKYPE-TALKS gibt´s hier.
Veröffentlicht am: 16.10.2015 in Interview
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