Doku „Rechts, zwo, drei – driftet Europa ab?“ (Ausschnitt)

Doku „Rechts, zwo, drei – driftet Europa ab?“ (Ausschnitt)

Am Dienstag, 5.4.2016, um 20.15 Uhr sendet ARTE die 90-minütige Dokumentation „Rechts, zwo, drei – driftet Europa ab?“ von ECO Media, Kobalt und SPIEGEL TV. Ab Mittwoch, 6.4.2016 ist der von ECO Media produzierte Teil der Dokumentation zu den rechtspopulistischen Strategen in Deutschland, Frankreich und Polen außerdem hier auf dbate.de zu sehen.

Über 70 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg erlebt Europa einen Rechtsruck. Rechtspopulisten gewinnen in zahlreichen Ländern massenhaft an Zulauf. Auch bürgerliche Kreise fühlen sich zunehmend von den neuen Rechten angesprochen. Entsprechend feiern nationalistische Parteien Wahlsiege, mit radikalen Parolen ziehen sie vermehrt in Parlamente ein.

Wie sind die neuen Rechten organisiert, was sind ihre Ziele? Warum laufen ihnen so viele Bürger zu? Und was steht für Europa auf dem Spiel? Um Fragen wie diese zu beantworten, sind die Filmemacher für die Dokumentation „Rechts, zwo, drei – driftet Europa ab?“ im Auftrag von ZDF/Arte quer durch Europa gereist. Die Spuren führten zu Extremisten in Kroatien und Ungarn, genauso wie zu den strategischen Köpfen rechter Parteien wie der polnischen PiS, der deutschen AfD und dem französischen Front National.

Das Team des Gemeinschaftsprojekts von ECO Media, Kobalt und SPIEGEL TV:
– Autoren: Sebastian Bellwinkel, Christopher Bobyn, Nicola Burfeindt, Tita von Hardenberg, Detlev Konnerth, Adrian-Basil Mueller, Romy Strassenburg, Marta Werner
– Kamera: Jochen Blum, Christopher Bobyn, Vincent Brügel, Felix Korfmann, Detlev Konnerth, Aleksander Rutkowski, Konstantin Tanner, Stefan Thomm, Marius Wiggenhauser, Adam Zapala
– Producer: Michael Fräntzel, Anahita Nazemi
– Produzenten: Stephan Lamby, Stefan Mathieu, Kay Siering
– Redaktion ZDF/Arte: Wolfgang Bergmann, Reinhart Lohmann, Martin Pieper

Zum Schwerpunkt „Rechtsruck in Europa“ zeigt dbate.de:

– INTERVIEW: Ralf Stegner (SPD) über die AfD

– INTERVIEW: AfD-Gründungsmitglied Konrad Adam über die Werte der AfD

– INTERVIEW: Uwe Junge (AfD-Rheinland Pfalz) über Flüchtlinge und Kriminalität

– INTERVIEW: Prof. Michael Minkenberg über den Rechtsruck in Deutschland 

Veröffentlicht am: 04.04.2016 in Doku

  • Pingback: dbate.de – Videos. News. Debatte. – Schwerpunkt: “Rechtsruck in Europa”()

  • Am 04.04.2016 von „GUDG #1“ auf YouTube gepostet:

    0:33 so viel zu „Dichter und Denker“

    Dieser braune Abfall…

  • Am 04.04.2016 von „Cellar Spookie“ auf YouTube gepostet:

    Verschiebbarer Hass

    Else Frenkel-Brunswik hat anlässlich des Nationalsozialismus früh das Phänomen des „flottierenden Hasses“ erörtert. Alice Miller undArno Gruen beschreiben den latenten, verschiebbaren Hass als schwer aufzulösen und gefährlich, weil er sich nicht auf die Person richtet, die ihn verursacht hat, sondern auf Ersatzpersonen, die jeweils als Sündenböcke gebraucht werden.

  • Am 05.04.2016 von „tempoplus98765“ auf YouTube gepostet:

    Schleier tragen könnte bald der letzte Schrei sein Frankreichs Modefirmen feiern das islamische Kopftuch – und werben mit verschleierten Models. Viele muslimische Frauen jubeln – doch Frankreichs bekannteste Feministin fordert einen Boykott.

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    Von Martina Meister, Paris

    Verführerische Blicke unterm Kopftuch: Dolce & Gabbana bewirbt seine neue Kollektion

    Foto: Dolce&Gabbana

    Verführerische Blicke unterm Kopftuch: Dolce & Gabbana bewirbt seine neue Kollektion

    Kann man Feministin sein und zulassen, dass Frauen verschleiert sind? Nein, sagt die französische Philosophin Elisabeth Badinter, natürlich nicht. Frankreichs bekannteste und radikalste Feministin forderte zum Boykott der großen Modemarken auf, die seit Kurzem islamkonforme Kleidung für Frauen anbieten. Das sei die „einzig richtige Antwort“, sagt die Philosophin.

    Model Maria Hidrissi ist der Star einer neuen Werbung der Modekette H&M.

    Model mit Kopftuch

    Wie diese Muslima zum Star einer H&M-Werbung wurde

    Mit einer jungen, verschleierten Frau in einer weltweiten Werbekampagne hatte der schwedische Moderiese Hennes & Mauritz (H&M) bereits im September für Aufsehen gesorgt. Obwohl Maria Idrissi, das 23-jährige Modell, nur wenige Sekunden in dem Spot zu sehen ist und es in der Botschaft eigentlich um Recycling geht („Es gibt keine Regel in der Mode außer eine: wiederverwenden“), wurde die Kampagne von muslimischen Frauen weltweit als Befreiungsschlag empfunden. Die sozialen Netzwerke liefen heiß. Muslimische Frauen jubelten, dass sie endlich schick und trotzdem „korrekt“ gekleidet sein könnten. Niemand hat zu diesem Zeitpunkt die Frage aufgeworfen, zumindest nicht laut, ob es eigentlich ethisch korrekt ist, die Unterdrückung muslimischer Frauen auf diese Weise zu unterstützen. Doch bekanntlich geht es da ums Geld, nicht ums Gewissen.

    Stilvoll verschleiert: Dolce & Gabbana macht jetzt in islamische Mode

    Foto: Dolce&Gabbana

    Stilvoll verschleiert: Dolce & Gabbana macht jetzt in islamische Mode

    Der Trend geht jedenfalls hin zum Hidschab. Schleier tragen könnte bald der letzte Schrei sein. Denn H&M ist bei Weitem nicht die einzige Firma, die diesen lukrativen Markt und die neue Kundschaft erobern will: Die japanische Firma Uniqlo verkauft in ihren Londoner Geschäften längst Hidschabs. Vergangenes Jahr hat DKNY eine Ramadan-Kollektion vorgestellt, weil muslimische Frauen für das Fest des Fastenbrechens am Ende des Ramadan traditionell gern die Garderobe erneuern.

    Die britische Firma Marks & Spencer bietet sogar einen Ganzkörperbadeanzug für muslimische Frauen an, der wirklich alles bedeckt, nur Gesicht, Hände und Füße lässt er frei. 62,95 Euro kostet dieser „Burkini“, eine Wortschöpfung aus Burka und Bikini. „Ein Zeichen der Öffnung“, verteidigte sich das britische Kaufhaus.

    Das italienische Modehaus Dolce & Gabbana geht noch weiter. „Abaya“ heißt die jüngste Kollektion, die maßgeschneiderten Luxus für reiche Muslima anbietet: lange, fließende Mäntelkleider aus teuren Stoffen, passend dazu Schleier für die Haare. „Islamic fashion“ ist der neue Fachbegriff. „Dahinter steckt natürlich ein ideologisches und auch ein finanzielles Interesse“, merkt der französische Soziologe Frédéric Monneyron an. Die Marken entdecken einen enormen Markt: 2019 wird sein Volumen auf 443 Milliarden Euro geschätzt, doppelt so viel wie 2013.

    Empörte Feministinnen

    Zu dieser Debatte passt die Meldung, dass sich auch die Stewardessen von Air France weigern, Hosen und langärmelige Oberteile auf den Iranflügen zu tragen und sich beim Verlassen des Flugzeuges die Haare zu verschleiern. Am 17. April nimmt die französische Fluggesellschaft die Verbindung zwischen Paris–Teheran wieder auf. Sind das alles verbohrte französische Feministinnen, oder wollen diese Frauen schlicht zeigen, dass unterschiedliche Regeln für Männer und Frauen in ihrem Menschenbild inakzeptable sind?

    Auf den ersten Blick mag natürlich auch Badinters Boykottaufruf wie verbissener Feminismus wirken, der im Namen der Befreiung und Gleichstellung der Frau ihre religiösen Freiheiten einschränkt. Badinter ist eine glühende Verteidigerin des französischen Konzepts des Laizismus. Manchmal schießt sie über ihr Ziel hinausschießt, aber es lohnt sich immer, ihre Argumente anzusehen.

    Die Franzosen begreifen nämlich langsam, dass die saubere Trennung von Religion und öffentlichem Raum, die mit dem Begriff des Laizismus bezeichnet wird, in den vergangenen Jahren an Boden verloren hat, wenn nicht ins Gegenteil umgeschlagen ist. Zum ersten Jahrestag der Attentate auf „Charlie Hebdo“ sagte Badinter im Januar, es sei schrecklich, das festzustellen zu müssen, aber die Franzosen begönnen erst durch die Attentate vom November zu begreifen, wie wichtig der Laizismus sei. „Wir müssen hartnäckig bleiben und auch keine Angst davor haben, als islamophob bezeichnet zu werden“, sagte Badinter auf France Inter.

    Hidschab-Hype

    Badinter kritisiert damit vor allem die wohlmeinende Linke Frankreichs, die seit den 80er-Jahren kulturelle und religiöse Traditionen verteidigt, um Toleranz und Offenheit zu demonstrieren. So hat beispielsweise Danielle Mitterrand, die Frau des damaligen Präsidenten, die Beschneidung von Frauen und Polygamie in Frankreich verteidigt. „Ein Teil der Linken hat einfach in seiner Wachsamkeit nachgelassen angesichts des Leids der Opfer dieser Praktiken. Aber damals hielt die Mehrheit der Feministinnen es immerhin für unsäglich, dass man kleine Mädchen beschneiden konnte.“

    Und wie wird es weitergehen, werden die fashion victims ihren Körper demnächst verhüllen, so wie sie ihn zuvor entblößt haben, weil der Hidschab auf einmal hype sein wird? Die französische Zeitung „Le Parisien“ hat bei den großen Modeschöpfern nachgefragt, ob sie besondere Kollektionen planen. Weder Karl Lagerfeld noch Jean Paul Gaultier wollten sich dazu äußern, no comment, heißt es aus den Häusern. Das Thema ist einfach zu heikel. Einzig die Modeschöpferin Agnès B. hat reagiert. Sie würde niemals solche Kleidung entwerfen oder anbieten: „Es hat etwas Obszönes, solche Sachen für reiche Frauen in Ländern zu entwerfen, wo andere vor Bomben fliehen.“ Es sei alles andere als unbedeutend für das Bild der Frau, so fügte sie noch hinzu, Kleidungsstücke wie den Schleier zu banalisieren.

  • Am 07.04.2016 von „Carlito Brigante“ auf YouTube gepostet:

    Den Vorwurf der Demagogie passt ja wohl eher zu ARD, ZDF, Spiegel, Zeit usf. und natürlich zu den nahezu allen Vertretern der Bundestagsparteien. Sie hetzen die Menschen aufeinander und benutzen Begriffe („Pack“. „Schande“ etc.), welche die Fronten nur noch verhärten und die Sicht auf das politische Geschehen weiter vernebeln. Auch Gauck zählt zu den schlimmsten Demagogen seit dem Ende des zweiten Weltkrieges. Diese Leute verbreiten kontinuierlich und ungestraft Ideenmüll, den sie sich vom Steuerzahler (jedweder Herkunft und Religion) teuer bezahlen lassen und schwadronieren von Toleranz und Menschenrechte, die notfalls auch mit Gewalt überall auf der Welt verbreitet und durchgesetzt werden sollen, zeigen aber selbst kaum Toleranz für Meinungsträger, die dem EU-Zentralismus, Schulzwang, Militarismus, Geldmonopol usw. kritisch gegenüberstehen. Wirklich ekelhaft diese Bande. Natürlich ist die AfD auch eine Partei und somit (fast) genauso übel wie alle anderen Parteien. Sie tritt jedoch für etwas weniger Zentral-Staat und Verbote ein als alle anderen Politaffen. Diese Politgangster sollten das Zeil der irren Terroristen sein und nicht die unschuldigen Nichtkombattanten, die womöglich sogar gegen jede Militärintervention sind/waren, die erst den Terrorismus so gedeihen ließen/lassen.

  • Am 09.04.2016 von „Moralvater“ auf YouTube gepostet:

    Super Bericht habe mir gerade den ganzen Film angeschaut. Weiter so! Ihr müsst unbedingt den ganzen Film zeigen!

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