Doku Uns die Straßen! - Mein Protest für das Klima

Doku Uns die Straßen! - Mein Protest für das Klima

Klimawende oder Öko-Diktatur? Letzte Warnung oder Panikmache? Demokratischer Protest oder radikaler Widerstand? Seit einem Jahr gehen junge Menschen in Deutschland und der ganzen Welt für eine nachhaltigere Klimapolitik auf die Straße.

Doch genau so lange, wie es den Protest gibt, gibt es auch kritische Stimmen, die sich oft damit schwertun, die Bewegung einzuordnen. Was eine vermeintlich politikverdrossene Generation plötzlich auf die Straße treibt, wie sie den Begriff Radikalität neu besetzen möchten und wie sie sich als Teil des Widerstands sehen, erläutern Klimaaktivistinnen im Videotagebuch „Uns die Straßen! – Mein Protest für das Klima“.

Mediales Gesicht von Fridays for Future

Eine der Klimaaktivistinnen ist Luisa Neubauer. Der Schulstreik der schwedischen Schülerin Greta Thunberg schien für die Geographie-Studentin eine adäquate Antwort auf die Untätigkeit der Politik angesichts der Klimakrise. Vor einem Jahr initiierte sie die ersten Streiks in Deutschland, heute ist sie als „deutsche Greta“ bekannt und gilt als das deutsche Gesicht der Massenbewegung Fridays for Future. Luisa Neubauers konfrontative Art und ihre Kompromisslosigkeit für den Klimaschutz hat ihr viel Respekt eingebracht – aber auch einiges an Kritik.

Extinction Rebellion – Der „radikale“ Arm?

Eine weitere Aktivistin, die zu Wort kommt, ist Annemarie Botzki. Der Energie-Analystin ging herkömmlicher Protest nicht weit genug. Deshalb setzt sie sich beim deutschen Ableger der Gruppe Extinction Rebellion ein und ist heute für deren Pressearbeit zuständig. Die Philosophie von Extinction Rebellion: durch Störaktionen ganze Städte lahmlegen, um die Politik nicht nur zum Handeln zu zwingen, sondern einen wirtschaftlichen Systemwandel herbeizuführen. Gerade im Kontext demokratiefeindlicher Aussagen des Extinction-Rebellion-Gründers Roger Hallam sehen viele die Gruppe als den radikaleren Arm von Fridays for Future. Doch was bedeutet Radikalität im Kontext der Klimaproteste, welche Regeln hat demokratischer Protest und wie wichtig ist Widerstand in einer Demokratie?

Antworten auf diese Fragen werden zusätzlich eingeordnet von Robin Celikates, Protestforscher an der FU Berlin. Er beobachtet den Klimaprotest schon längere Zeit und weiß was eine Bewegung mobilisiert, sie erfolgreich macht – und wann radikal ZU radikal ist.

Veröffentlicht am: 10.01.2020 in Doku

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