Video Aktionskünstler bauen Holocaust-Mahnmal vor Höckes Haus
Video Aktionskünstler bauen Holocaust-Mahnmal vor Höckes Haus
Die Aktionskünstler vom Zentrum für Politische Schönheit sorgen mit ihrem neuesten Projekt für Aufsehen. Direkt vor dem Haus von AfD-Rechtsaußen Björn Höcke haben die Künstler einen Nachbau des Berliner Holocaust-Mahnmals gebaut. In ihrem Erklär-Video zeigen die Aktivisten, die immer wieder mit umstrittenen Aktionen auffallen, was sie mit dem Projekt bewirken wollen.
Seit zehn Monaten hat sich die Künstlergruppe vom Zentrum für Politische Schönheit (ZPS) in das Nachbarhaus des AfD-Politikers eingemietet. Im Rahmen eines „Zivildienstlichen Verfassungsschutzes“ beobachtet die Künstler-Gruppe seitdem sämtliche Aktivitäten des AfD-Politikers. Nun hat die Gruppe einen Nachbau des Berliner Holocaust-Mahnmals vor dem Haus von Höcke errichtet.
Nachbau von Holocaust-Mahnmal: Höcke-Rede in Dresden als Anlass
Anlass für die jüngste Aktion ist laut Philipp Ruch vom ZPS die berüchtigte Rede von Björn Höcke in Dresden (um diese Rede geht es). In dieser sprach er am 17. Januar 2017 von einer „dämlichen Bewältigungspolitik“, die die deutsche Geschichte mies machen würde. Vor allem die Bezeichnung des Mahnmals in Berlin als „Denkmal der Schande“ dürfte den meisten in Erinnerung geblieben sein. Mit der Aktion möchten die Künstler nun diskutieren, inwieweit die Gesellschaft eine wehrhafte oder eine wehrlose Demokratie lebt und welche Mittel sie gegen ihre Feinde anwendet.
Wer ist das Zentrum für Politische Schönheit?
Das ZPS ist seit 2009 aktiv und für seine umstrittenen Aktionen bekannt. Für die Aktion „Die Toten kommen“ exhumierten die Gruppe zum Beispiel verstorbene Flüchtlinge und bestatteten sie symbolisch in Berlin auf der Wiese vor dem Reichstagsgebäude.
Veröffentlicht am: 22.11.2017 in Video
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