Interview “Eulenspiegel”-Chef: Gewalt gegen Terror!
Interview “Eulenspiegel”-Chef: Gewalt gegen Terror!
Mathias Wedel sieht die Grenzen von Komik. Gegen Terror helfe Gewalt.
Natürlich, nach den Anschlägen auf das Satire-Magazin „Charlie Hebdo“ dürfe man seinen Humor nicht verlieren, sagt der Chef des deutsche Satiremagazins „Eulenspiegel“. Aber man müsse sich eben auch sehr konkret mit der politischen Situation auseinandersetzen. Genau deshalb bedeute „Jetzt erst recht“ für Wedel nicht, mit Mohammed-Karikaturen zu provozieren. Satire löse den aktuellen Religionskampf seiner Meinung nicht, sondern nur „Gewalt“. Mathias Wedel findet: „Der Kampf gegen die IS ist ein Krieg. So ist es.“
Wedel wurde 1953 in Erfurt geboren und ist Journalist, Satiriker, Kabarettautor. Er schrieb zahlreiche Kabarettprogramme, Kolumnen und veröffentlichte mehrere Bücher mit satirischen Texten und Erzählungen. Seit 2009 ist er Chefredakteur des „Eulenspiegel“.
Im Skype-Talk mit Marta Werner spricht er über den Verzicht auf religiöse Satire im „Eulenspiegel“, die gesellschaftliche Funktion von Satire und die Auswirkungen des Anschlags auf die westliche Welt.
Veröffentlicht am: 09.01.2015 in Interview
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