Interview „Das Leben ist kein Ponyhof“ – Interview mit Comiczeichnerin Sarah Burrini
Interview „Das Leben ist kein Ponyhof“ – Interview mit Comiczeichnerin Sarah Burrini
In ihrem Comic „Das Leben ist kein Ponyhof“ wohnt Sarah Burrini zusammen mit einem Pilz, einem Pony und einem Elefanten unter einem Dach. Im echten Leben redet sie mit uns darüber, wie populär deutsche Comics sind. Und was sie sich als weibliche Comiczeichnerin alles gefallen lassen muss.
„Ich finde mich in der gezeichneten Realität eher wieder“, gesteht die in Köln lebende Comickünstlerin Sarah Burrini im dbate-Interview. Obwohl sie als „Nerd Girl“ in ihren Comics den Tag rettet und ihr Mitbewohner – ein sprechender Elefant – sie immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholen muss, hat ihr Webcomic „Das Leben ist kein Ponyhof“ auch einige autobiographische Züge.
Sarah Burrini über den deutschen Comic
Aber wie steht es eigentlich um den deutschen Comic? Allein geschichtlich gäbe es in Deutschland dafür keine große Industrie, so Burrini. „Trotzdem haben wir viele gute Zeichner in Deutschland.“ So habe beispielsweise die große Manga-Welle in den 1990er Jahren hierzulande einen regelrechten Boom an Frauen, die mit dem Zeichnen angefangen haben, zur Folge gehabt.
„Für Nerds sind Frauen ein Exotikum“
Trotzdem seien Frauen in der Szene immer noch unterrepräsentiert. Besonders auf vielen Comicbörsen tummeln sich noch immer alte Herren über 50, erzählt Burrini. Da kommt es auch schon mal vor, dass sich Leser Nacktzeichnungen wünschen. „Auf vielen Messen ist das Publikum aber inzwischen jünger, für die sind Frauen dann auch kein Exotikum mehr.“
Veröffentlicht am: 30.06.2017 in Interview
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