Doku Mein Mexiko - Drogenkrieg, Gewalt und Korruption
Doku Mein Mexiko - Drogenkrieg, Gewalt und Korruption
Der mexikanische Drogenkrieg ist eine der blutigsten Auseinandersetzungen weltweit – geschätzt 90.000 Tote in zehn Jahren. Mord und Gewalt gehören in Mexiko zum Alltag. Durch Verstrickungen mit Drogenkartellen ist das Vertrauen in Politik und Polizei längst zerstört, unabhängige Berichterstattung unmöglich. Auch deshalb gehen immer mehr Mexikaner auf die Straße und protestieren gegen Gewalt und Korruption. Im Videotagebuch berichten junge Mexikaner von ihrem Leben zwischen Frust und Hoffnung.
Trauriger Höhepunkt: Im September 2014 werden 43 Studenten aus Ayotzinapa entführt und ermordet. Das Verbrechen wühlt die mexikanische Öffentlichkeit auf und führt zu Massenprotesten im ganzen Land. Mexikanische Behörden gehen davon aus, dass der Bürgermeister von Iguala José Luis Abarca Velázquez und seine Frau María de los Ángeles Pineda Villa die Drahtzieher des Verbrechens sind. Das Verschwinden der 43 Studenten ist zum Symbol für die Verstrickung von Politik und Polizei in das organisierte Verbrechen geworden.
Mexiko: Gemeinden gründen eigene Bürgerwehren
Der Drogenkrieg: 2006 erklärt der damalige mexikanische Staatspräsident Felipe Calderón den Drogenkartellen den Krieg. Doch die verstärkte Militärpräsenz und Verfolgung der Drogenbosse führt zu immer mehr Gewalt. Auch Migranten aus Südamerika gehören zu den Opfern des mexikanischen Drogenkriegs. Auf ihrer Reise durch Mexiko werden sie von Kartellmitgliedern entführt und Opfer von Menschenhandel oder sogar Zwangsprostitution – ein weiteres lukratives Geschäft für die Drogenkartelle. Viele Gemeinden wenden inzwischen Selbstjustiz an oder organisieren sich in lokalen Bürgerwehren.
Der Film von Israel Hernández Díaz und Elke Sasse entstand in Kooperation mit den Berlin Producers und zeigt eindrücklich die Auswirkungen des Drogenkrieges auf die Menschen in Mexiko.
Veröffentlicht am: 07.07.2015 in Doku
Related Content
Ein Jahr im Stillstand. Ein Jahr Corona.
Das Videotagebuch „Ein Jahr im Stillstand. Ein Jahr Corona.“ zeigt die persönlichen Eindrücke, Gefühle und Gedanken verschiedener Personen im Frühjahr 2020.
ARTE Re: Konflikt unterm Kreuz - Reformdruck in der katholischen Kirche
Was ist schlimm daran, wenn eine Frau Brot und Wein austeilt, Ehen segnet, Kinder tauft? Frauen fordern von der katholischen Kirche Zugang zu geweihten Ämtern.
Unruhen in Uganda - Meine Hoffnung auf mehr Demokratie (Web-Doku)
Seit mehr als drei Jahrzehnten regiert Yoweri Museveni das ostafrikanische Land Uganda. Bei der diesjährigen Wahl fordert ihn Musiker Bobi Wine heraus.
Mit dem Van im Lockdown (Web-Doku)
Corona hält die Welt fest im Griff. Das mussten auch die zwei Globetrotter Patricia Bezzola und Stefan Linder erfahren., die aktuell in Argentinien festsitzen.
Wie tickt Ricarda Lang? - Ein Kurzporträt
Seit einem Jahr ist Ricarda Lang die stellvertretende Bundesvorsitzende und frauenpolitische Sprecherin der Grünen. Jetzt strebt die 26-jährige Schwäbin das nächste Amt an: Sie kandidiert für die Bundestagswahl 2021. Der Filmemacher Carl Exner hat die junge und ambitionierte Politikerin einen Tag im Berliner Sommer begleitet.
Meine Kunst für Trump (Web-Doku)
Jeff Sonksen hat seine Garage in ein Malstudio umgewandelt und entwirft dort Holzaufsteller von Politikern in Echtgröße. Sein Lieblingsmotiv: Donald Trump.
Mehr Videos aus dem Bereich Doku
Die Bitcoin-Millionäre – Mit vollem Einsatz ins Risiko (Doku)
Traumhafte Gewinne, ohne staatliche Kontrollen – die Versprechen von Bitcoins und anderen Internetwährungen sind groß. Ihre Anhänger glauben an eine gesellschaftliche und technologische Revolution. Trotz extrem schwankender Kurse und Warnungen vor einer gefährlichen Blase investieren sie weltweit Millionen in das digitale Geld. Mit welchem Ziel?
Mein Kuba - Leben im Sozialismus 4/4
Kuba war mehr als 50 Jahre politisch und wirtschaftlich vom Westen abgeschnitten. Doch jetzt nähern sich die USA und Kuba an, der Besuch von US-Präsident Obama in Havanna ist ein deutliches Zeichen. Kuba steht ein extremer Wandel bevor – nicht nur wirtschaftlich, auch gesellschaftlich. Teil 4: Kuba im Wandel
Mein 1945 - Teil 1: Bomben über Deutschland
Ein Soldat als Schutzengel, das erste Radio-Interview einer Holocaust-Überlebenden, eine Flucht über halb eingestürzte Brücken, der erste Schultag im zerstörten Hamburg – „Mein 1945“ erzählt in der Form eines Videotagebuches, wie Menschen aus Norddeutschland das Jahr 1945 erlebt haben: zwischen Chaos, Untergangsstimmung und Erleichterung.
Digital Diary - Mein Körper und ich 1/4
YouTube - die ideale Plattform der Selbstdarstellung. Hier präsentieren Vlogger ihren Körper einer kritischen Community. Der Körper wird dabei zum Statussymbol – für sich selbst und andere. Der Film „Mein Körper und ich“ gibt einen sehr persönlichen und intimen Einblick in die Schönheitsideale der Generation Internet. Teil 1: Problemzone Körper
Mein Leben als Spiel 3/4 - Zwischen Convention und Küche
Was in den 1970er Jahren mit dem Tischtennis-Videospiel „Pong“ in 2D begann, spielt sich heute in faszinierenden und nahezu real antmutenden 3D-Welten voller Action, Abenteuer und Fun ab. Gespielt wird allein, in Gruppen, am PC oder an der Spielkonsole. Die globale Online-Game-Community umfasst Millionen von männlichen und weiblichen Spielbegeisterten. Einige Berufs-Gamer - die sogenannten Pro-Gramer - sind sogar richtige Superstars geworden, treten auf internationalen Games-Conventions auf und messen sich in Wettkämpfen vor einem Mega-Publikum auf Leinwand.
Johns Rückkehr nach Ghana - Ein Migrant sucht den Neuanfang
Weil seine Träume sich in Deutschland nicht erfüllen, entscheidet sich der Ghanaer John für die Rückkehr in sein Heimatland.