Interview So erlebten Friedensnobelpreisträger ihre Auszeichnung

Interview So erlebten Friedensnobelpreisträger ihre Auszeichnung

Der Friedensnobelpreis geht in diesem Jahr an den kolumbianischen Präsidenten Juan Manuel Santos für seine Bemühungen, den 50 Jahre währenden Guerilla-Krieg zu beenden. In der NDR-Dokumentation „Der Frieden und sein Preis – Das Vermächtnis des Alfred Nobel“ (2001) sprechen Träger des renommierten Preises über die Auszeichnung und ihre Bedeutung. dbate zeigt Auszüge aus Interviews mit Schimon Peres, dem Dalai Lama, Rigoberta Menchú Tum und Lech Wałęsa.

„Als ich hörte, dass ich den Friedensnobelpreis bekommen soll, dachte ich: ‚Jetzt begreifen die Leute, wie wichtig es ist, Mitgefühl zu zeigen.‘“ Mit diesen Worten erinnert sich der Dalai Lama an seine Friedensnobelpreisnominierung 1989. Er erhielt die Auszeichnung für seinen friedlichen Einsatz für die Selbstbestimmung Tibets.

Der Friedensnobelpreis: Ein Symbol ohne Wirkung?

Für Schimon Peres, Israels ehemaliger Staatspräsident, sei der Nobelpreis eigentlich „nur ein Preis“, wichtiger sei die Anerkennung der Menschen. Ihm wurde gemeinsam mit Jassir Arafat und Jitzchak Rabin der Friedennobelpreis für ihre Anstrengungen zur Lösung des Nahost-Konflikts verliehen. „Wir waren überzeugt, dass es falsch ist, die Araber zu dominieren, dass es falsch ist, ihr Land zu besetzen. Wir wollten die Fehler der Vergangenheit wieder gut machen.“

Trotz allem Renommee des Preises bemängelt auch die guatemaltekische Aktivistin Rigoberta Menchú Tum seine schlicht symbolische Wirkung. Sie erhielt den Nobelpreis für ihren Einsatz für die Menschenrechte von Ureinwohnern. „Die Lebensbedingungen der Indios haben sich durch ihn nicht verbessert.“

 

 

Veröffentlicht am: 09.12.2016 in Interview

Mehr Videos aus dem Bereich Interview