Interview Wie gefährlich sind Social Bots?
Interview Wie gefährlich sind Social Bots?
Sie verzerren Diskussionen und Meinungen in den Sozialen Medien: Social Bots. Bei der US-Wahl sollen sie auf Twitter und Facebook aktiv gewesen sein und somit das Wahlergebnis beeinflusst haben. Tabea Wilke, Gründerin von „Botswatch“, über Gefahren und Chancen der neuen Technologie.
Social Bots sind Programme, die automatisiert Kommentare in Sozialen Medien verfassen, teilen und liken. Dahinter stecken verdeckte Netzwerke, die nur schwer kalkulierbar sind. Inzwischen können Parteien oder Firmen sogar Bots kaufen und sie für ihre Zwecke nutzen. Von einer falschen Meinungsmehrheit im Netz bis hin zur Verbreitung von Fake News werden die automatisierten Kommentare zu einer Herausforderung für Politiker und Journalisten. Denn „gerade bei Wahlen können Social Bots vermehrt nachgewiesen werden“, so Wilke.
Was ist „Botswatch“?
„Botswatch“ ist ein ehrenamtliches Projekt, das Social Bots im Internet transparent macht. „Social Bots sind nicht gut oder böse“, sagt Tabea Wilke, Gründerin des Projektes. „Es ist eine neue Technologie, die wir zunächst verstehen müssen“, so die Expertin. Zurzeit suchen die IT-Spezialisten nach verdächtigen Aktivitäten auf Twitter, während politischen Talk-Shows wie etwa „Maybrit Illner“ oder „Anne Will“.
Veröffentlicht am: 06.03.2017 in Interview
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