Video Toten Hosen gegen Pegida: Überraschungskonzert in Dresden
Video Toten Hosen gegen Pegida: Überraschungskonzert in Dresden
„Wohoohoo – Arschloch!“ So posaunte es am Montagabend von der Ladefläche des Demowagens auf der Anti-Pegida-Demonstration in Dresden. Die Toten Hosen begleiteten überraschend den gesamten Zug der etwa hundert Protestler musikalisch. Aus Solidarität mit den Pegida-Gegnern spielten sie auch den Anti-Nazi-Song „Schrei nach Liebe“ von ihren Punk-Kollegen Die Ärzte.
Noch immer finden jeden Montag in Dresden Demonstrationen der fremdenfeindlichen Gruppierung Pegida statt. Genauso – jedoch in geringerer Zahl – versammeln sich wöchentlich Gegendemonstranten in der Innenstadt, um den Rassisten von Pegida die Stirn zu bieten. Diese Woche wurden die 100 bis 200 Menschen überraschend von der Punk-Rock-Band Die Toten Hosen begleitet. Im Lautsprecherwagen hatten sich die Musiker versteckt gehalten bis die Demonstration rund um die Dresdner Frauenkirche startete.
Knapp zwei Stunden dauerte das Konzert, dass mitunter den Protestmarsch gegen Pegida rollend begleitete. Die Punk-Rocker spielten nicht nur eigene Songs aus ihrer aktuellen Tour. Mit „Schrei nach Liebe“ von Die Ärzte riefen sie den Pegisten zu: „Arschloch!“
Ein Zeichen der Solidarität
„Im Grunde macht dieses Häufchen von Kämpfern den Job aller demokratisch gesinnten Leute in der gesamten Republik, und kaum einer beachtet das“, so Campino, der Sänger der Toten Hosen. Mit ihrem Überraschungskonzert schenkten die Punk-Rocker den Demonstranten nicht nur die nötige Aufmerksamkeit, sondern auch Solidarität gegen Rassismus. „Bitte haltet durch“, motivierte Campino die tapferen Pegida-Gegner. Bei den Demonstranten kam die Überraschung gut an: Sie tanzten ausgelassen neben dem Demowagen.
Veröffentlicht am: 28.03.2017 in Video
Related Videos
2 Jahre Pegida: Wo steht die Bewegung heute?
Am Sonntag feiert Pegida ihr zweijähriges Bestehen. Doch „feierlich“ war es in Dresden zuletzt selten. Wie steht es heute um die Protestbewegung? Alexander Schneider (Sächsische Zeitung) und Rechtsextremismus-Experte Toralf Staud über Pegida und rechte Gesinnung in Ostdeutschland.
Deichkind: Mit Musik gegen PEGIDA
"Refugees Welcome" - mit dieser Message hat Deichkind hat gestern Abend in Dresden ein kostenloses Open-Air-Konzert gegeben. Das gute besuchte Konzert, fand im Rahmen einer Gegenveranstaltung, zur jeden Montag stattfindenden PEGIDA-Demonstration statt.
Dresden: Diskussion am Rande von Pegida-Kundgebung
Seit zwei Jahren gehen in Dresden mehrere Tausend Pegida-Demonstranten auf die Straße. Am Sonntag feierte die Bewegung nun ihr zweijähriges Bestehen - mit deutlich weniger Teilnehmern als im Vorjahr zum ersten Geburtstag. Rund 7.500 Anhänger versammelten sich vor der Semperoper in Dresden. Und es gab auch hartnäckige Gegendemonstranten (im Video).
Frank Richter: „Dialog mit Rassisten ist wichtig“
Im sächsischen Freital gehen seit Tagen wütende Bürger, Neonazis und Hooligans auf die Straße und protestieren gegen eine Flüchtlingsunterkunft. Auf Transparenten und mit Sprechchören lässt der aufgebrachte Mob seinen Hass gegenüber den Flüchtlingen raus. Frank Richter, Leiter der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung wohnt in Freital und beobachtet die Entwicklungen mit Sorge.
Nationalfeiertag in Dresden: Hass
Spießrutenlauf zur Einheitsfeier. Politiker und Gäste konnten das nationale Fest in Dresden nur unter massivem Polizeischutz erreichen. Tausende Demonstranten empfingen sie mit Pfiffen und den von Pegida-Demos bekannten Rufen "Volksverräter", "Haut ab" und "Merkel muss weg".
Pegida: Ohne freundliche Grüße
Erst nach einer guten halben Stunde, in der Pirinçci ungestört seine hetzerische Rede halten konnte, bat Pegida-Organisator Lutz Bachmann den Autor von der Bühne. Da muss man die Frage stellen, warum die Veranstalter um Lutz Bachmann nicht früher eingegriffen haben. Zwar gab es eine nachträgliche Distanzierung von der Pirinçci-Rede durch Lutz Bachmann. Doch es bleibt der Verdacht, dass die Pegida-Organisatoren sehr wohl wussten, was Pirinçci öffentlich vortragen wollte.
Mehr Videos aus dem Bereich Video
Nackter Mann klaut Polizeiauto
Diesen ungewöhnlichen Einsatz wird der Polizist nicht so schnell vergessen. Und seine Körperkamera sorgt dafür, dass auch das Netz die Szene nicht vergessen wird. Der vollkommen unbekleidete Mann stolpert auf den Streifenpolizisten zu und bittet um Hilfe. Er behauptet, jemand hätte ihn vergiftet. Als der Polizist des Curry-County-Sherrif´s-Office nach der Art seiner Vergiftung fragt und ankündigt, den Splitternackten zu kontrollieren, stiehlt dieser kurzentschlossen den Polizeiwagen.
Neuer Pussy Riot-Song: Das passiert mit Frauen, wenn Trump Präsident wird
Frankfurt: Kurden-Protest gegen Luftangriffe
Als Reaktion auf den Anschlag in Suruc am Montag, 20. Juli 2015 hat das türkische Militär eine Offensive gestartet und mehrere Panzer- und Luftangriffe durchgeführt – auf Kampftruppen des "IS" und Kurden in Nordsyrien. Türkische F-16 Jets flogen Luftangriffe auf mehrere Stellungen der PKK und anderer syrischer Verbände im Nordirak und in Syrien. Damit bekämpft die Türkei nun erstmals aktiv den sogenannten "Islamischen Staat" - und mit den Kurden gleichzeitig eine bisher wichtige Stütze für das internationale Bündnis im Kampf gegen die Terror-Miliz. Die türkische Regierung hat 2015 ein Friedensabkommen mit der PKK geschlossen, das nun in Gefahr ist.
Nach Paris-Terror: Weltweites Gedenken
Das Video zeigt einen jungen Mann, der sich spontan und öffentlichkeitswirksam mit seinem Klavier vor dem Konzertsaal Bataclan positioniert und John Lennons Klassiker "Imagine" gespielt hat. Auf seinem schwarzen Flügel prangert ein weißes "Peace"-Zeichen.
Afghanistans erste Pilotin
Junge Pilotin und Preisträgerin, Niloofar Rahmani, unterwegs mit den Blue Angels.
Flüchtlingspolitik: Merkel bekräftigt "Wir schaffen das!"
Auf der Sommer-Pressekonferenz hat Kanzlerin Angela Merkel sich zu den Gewalttaten in Würzburg, München und Ansbach geäußert. In ihrem Statement bekräftigte sie nochmal ihre Aussage: "Wir schaffen das!"