Video Jagd nach dem Sturm – Dem Extremwetter auf der Spur
Video Jagd nach dem Sturm – Dem Extremwetter auf der Spur
Im Sommer 2018 ziehen besonders schwere Unwetter über Mitteleuropa hinweg. Große Überschwemmungen und Sturmschäden sind die Folge. Ein Sturmjäger ist den Unwettern auf der Spur, um möglichst spektakuläre Aufnahmen zu bekommen. Betroffene Anwohner hingegen müssen mit der Zerstörung leben und geraten dabei oft an ihre Grenzen.
Gebannt schaut Bastian Werner in seiner Darmstädter Wohnung immer wieder auf sein Wetter-Radar. Der Student sucht nach Anzeichen für das nächste große Unwetter. Werner ist Sturmjäger und im Sommer 2018 ständig auf der Jagd nach den besten Fotos von Unwettern. Mit seinem Auto fährt er quer durch Deutschland und dokumentiert Blitze, Hagel, Starkgewitter und Überflutungen. Oft wartet er stundenlang, bis er die größte Gewitterzelle entdeckt hat. Dann muss es schnell gehen, denn lokale Extremwetter lösen sich genauso schnell wieder auf wie sie sich bilden. Werner sieht sich nicht als Katastrophen-Tourist, sondern vielmehr als Aufklärer von Wetterphänomenen, die er auch dem Klimawandel zuschreibt.
Den kleinen Ort Furth im Wald nahe der tschechischen Grenze trifft im Frühsommer 2018 einer der schlimmsten Wolkenbrüche. „Re:“ ist gleich darauf vor Ort und trifft auf Eva und Erich Hoffman. Die beiden leiten eine kleine Gärtnerei mit vielen Gewächshäusern. Im Hagelschauer werden der Familienbetrieb und die Blumenernte komplett zerstört. Die Familie steht vor dem Nichts, aber die Solidarität der nicht so sehr betroffenen Nachbarorte ist groß, und alle packen mit an.
Beim starken Hagel in Furth wurden auch das Dach und die Fenster der imposanten Barockkirche Mariä Himmelfahrt zerstört. Das gab es noch nie in den vergangenen Jahrhunderten. Die Restaurierung eines einzelnen Fensters kann bereits 30.000 Euro kosten. Aber spielt die Versicherung mit? Diese Frage beschäftigt auch die Landwirte aus dem Umland. Sie haben große Teile ihrer Ernte verloren. Kaum einer von ihnen ist gegen Hagelschäden versichert, da es sie in der Region so noch nicht gab. Geht es nach den Meteorologen, werden Extremwetter wie diese künftig häufiger auftreten. Aber wie können sich die Menschen darauf vorbereiten?
Die ECO Media TV-Produktion „Jagd nach dem Sturm – Dem Extremwetter auf der Spur“ wurde am 24. August 2018 als ARTE Re:-Reportage erstmals auf ARTE ausgestrahlt.
Veröffentlicht am: 06.09.2018 in Video
Related Videos
USA: "Storm Hunter" jagen und filmen Tornado
In Teilen der Vereinigten Staaten zogen gestern Tornados auf und verwüsteten Städte und Landstriche. Ein „Storm Hunter“ hat diese spektakulären Aufnahmen eingefangen.
Nach Sturm Harvey: Bewegende Nachbarschaftshilfe in Texas
Ungewohnte Aufnahmen: Ein Vater paddelt mit dem Kajak durch die Straßen von Houston, Texas. Die Lage nach dem Sturm „Harvey“ ist weiterhin katastrophal. Doch ein paar mutige Menschen bieten ihren Nachbarn Hilfe an.
Tornado über Hamburg: "Schatz, das Dach ist abgerissen"
Augenzeugenvideo: Tornado über Hamburg Während Tornados über Norddeutschland fegen, filmen Bürger den Sturm mit ihrem Handy. Nachdem in den letzten Tagen Süd- und Westdeutschland betroffen war, ist jetzt Hamburg an der Reihe. Im Stadtteil Bramfeld filmte ein Hobbyfilmer und kommentierte das Schauspiel mit einer Mischung aus Lust und Schrecken.
So sieht eine Kreuzfahrt bei Sieben-Meter-Wellen aus
Trouble in Paradise: Auf der „Aida Prima“ hat Sturmtief "Egon" die Passagiere und das Interieur des Schiffes ordentlich durchgeschüttelt. Wie dieses Augenzeugen-Video zegit, sorgte der Seegang für reichlich Chaos an Bord. Das Kreuzfahrtschiff konnte ohne Schwerverletzte seinen Zielhafen Hamburg erreichen.
Mehr Videos aus dem Bereich Video
Fiktives Streitgespräch: Wer ist Schuld am Klimawandel?
Tragen wir Menschen eine Mitschuld am Klimawandel? Welche Argumente haben die Skeptiker? Welche die Forschung? Dieses Video zeigt beide Seiten.
Macron, das kleinere Übel - Ohne Rückhalt Präsident?
Mit knapp zwei Dritteln der Stimmen hat Emmanuel Macron die Wahl zum französischen Präsidenten gewonnen. Doch gewählt haben ihn auch viele, die damit lediglich Marine Le Pen verhindern wollten. Hinter Macron stehen diese Wähler nicht. Deshalb gingen schon am Tag nach der Wahl die Menschen in Paris auf die Straße. Die Reporterin Amandine Sanchez war dabei.
Der tägliche Wahnsinn im Mittelmeer
Immer mehr Tote im Mittelmeer - und zwar täglich. Gestern hat die italienische Küstenwache erneut ein Boot voller Flüchtlinge abgefangen, für 10 Frauen an Bord kam jegliche Hilfe zu spät. Sie erstickten unter dem Gewicht der anderen Passagiere.
Irische Fans: Schlaflieder statt Schlagabtausch
Während, deutsche, russische, englische, polnische und ukrainische Fußballfans bei der EM in Frankreich damit beschäftigt sind, sich gegenseitig die Köpfe einzuhauen, Innenstädte zu demolieren und sich mit der Polizei zu prügeln, singen die Fans der irischen Nationalmannschaft einem Neugeborenen Schlaflieder. Die ein oder andere geneigte Zuschauerin darf da ruhig einen Eisprung bekommen.
Pressekonferenz à la Trump: Rot-Weiss Essen will eine Mauer bauen
Richtig gehört: Fußball-Regionalligist Rot-Weiss Essen baut demnächst eine Mauer zum ungeliebten Stadtnachbarn Gelsenkirchen und ist eigentlich auch der einzig wahre Deutsche Fußballmeister – das müssen nun auch endlich mal die Bayern akzeptieren! Das sagt zumindest ein angeblicher Sprecher von Rot-Weiss Essen in einer nicht ganz ernst gemeinten Pressekonferenz im Stil von US-Präsident Donald Trump.
Fragwürdige Bundeswehr-PR: Krieg im Hollywood-Style? (probono Magazin)
Action-Bilder, dramatische Musik und schnelle Schnitte: Die neue Webserie der Bundeswehr „Die Rekruten“ erinnert eher an einen Hollywood-Streifen. Beworben wird hierbei allerdings der Auslandseinsatz der deutschen Truppen in Mali. Gelockt wird mit Bildern, die an das Computerspiel Battlefield oder an Filme mit Dwayne „The Rock“ Johnson erinnern.