Video Michael Moore vs. Donald Trump: „How the fuck did this happen?“
Video Michael Moore vs. Donald Trump: „How the fuck did this happen?“
In seinem neuen Dokumentarfilm „Fahrenheit 11/9“ greift Regisseur Michael Moore in gewohnt provokanter und zugespitzter Manier die Präsidentschaft Donald Trumps an. Im Trailer zum Film präsentiert er ihn als „letzten Präsidenten der Vereinigten Staaten“.
Schon mit dem Titel seines neuen Dokumentarfilms ist die Färbung klar. Michael Moores „Fahrenheit 11/9“ bezieht sich auf den Tag nach dem 8. November 2016. Der Tag, an dem Donald Trumps Wahlsieg verkündet wurde. Eine klare Anspielung auf seinen Film von 2004 mit dem Titel „Fahrenheit 9/11“, in dem er die Politik der US-Regierung unter George W. Bush nach den Anschlägen auf das World Trade Center am 11. September kritisierte. Mit dieser Katastrophe setzt Michael Moore nun also die Präsidentschaft Trumps gleich.
Auf der Suche nach Antworten
Wie immer schluffig, scheint sich Moore jedoch wirklich auf Suche nach Antworten zu machen. Seine Frage dabei lautet: „How the fuck did this happen?“ – „Wie verdammt nochmal konnte das passieren?“ Seine Suche beginnt offensichtlich bei sozialen Verhältnissen und politischen Missständen, die es ermöglicht haben, dass Trump der 45. Präsident der USA werden konnte. So sehen wir schon im Trailer Bilder von Neonazi-Aufmärschen und Politikern vom rechten Rand der Republikanischen Partei. Auf der anderen Seite kommen liberale Größen zu Wort, wie David Hogg und Emma González, die den Parkland-Amoklauf überlebten, ebenso wie Alexandria Ocasio-Cortez als neuer Shooting-Star der Demokraten.
Der Trailer selbst ist imposant aufgebaut und wirkt fast wie ein Kreuzzug gegen die Regierung Donald Trump. Ob er inhaltlich viel Neues bietet, ist noch fragwürdig. Bisher hatte Michael Moore noch immer internationalen Erfolg mit seinen aufklärerischen Dokumentarfilmen.
Kritik an Michael Moore
Doch Moores Person und Werk sind umstritten. In der Doku „Manufacturing Dissent“ (etwa: Wie man Widersprüche herstellt) deckten zwei Filmemacher 2007 auf, dass Moores Umgang mit Mitarbeitern und seinem näheren Umfeld eher nicht mit dem Bild des moralischen Helden zusammenpasst. Zudem stellt er in seinen Filmen nicht die Wirklichkeit dar, so seine Kritiker. Seine Szenen seien inszeniert, um dramatisch und authentisch zu erscheinen. Das Material absichtlich so geschnitten, dass es in seine Geschichte passe. Bleibt abzuwarten, in welcher Form sich Donald Trump auf Twitter zu dem Film äußert, der am 21. September in den USA startet.
Veröffentlicht am: 14.08.2018 in Video
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