Doku Mein Mexiko - Drogenkrieg, Gewalt und Korruption 2/3
Doku Mein Mexiko - Drogenkrieg, Gewalt und Korruption 2/3
Der mexikanische Drogenkrieg ist eine der blutigsten Auseinandersetzungen weltweit – über 70.000 Tote in zehn Jahren. Mord und Gewalt gehören zum Alltag. Durch Verstrickungen mit Drogenkartellen ist das Vertrauen in Politik und Polizei längst zerstört, unabhängige Berichterstattung unmöglich. Auch deshalb gehen immer mehr Mexikaner auf die Straße und protestieren gegen Gewalt und Korruption. Im Videotagebuch berichten junge Mexikaner von ihrem Leben zwischen Frust und Hoffnung. Teil 2: Migrantenmütter suchen ihre Kinder
Trauriger Höhepunkt: Am 26. September 2014 werden 43 Studenten aus Ayotzinapa entführt und ermordet. Das Verbrechen wühlt die mexikanische Öffentlichkeit auf und führt zu Massenprotesten im ganzen Land. Mexikanische Behörden gehen davon aus, dass der Bürgermeister von Iguala José Luis Abarca Velázquez und seine Frau María de los Ángeles Pineda Villa die Drahtzieher des Verbrechens sind. Das Verschwinden der 43 Studenten ist zum Symbol für die Verstrickung von Politik und Polizei in das organisierte Verbrechen geworden.
Der Drogenkrieg: 2006 erklärt der damalige mexikanische Staatspräsident Felipe Calderón den Drogenkartellen den Krieg. Doch die verstärkte Militärpräsenz und Verfolgung der Drogenbosse führt zu immer mehr Gewalt. Auch Migranten aus Südamerika gehören zu den Opfern des mexikanischen Drogenkriegs. Auf ihrer Reise durch Mexiko werden sie von Kartellmitgliedern entführt und Opfer von Menschenhandel oder sogar Zwangsprostitution – ein weiteres lukratives Geschäft für die Drogenkartelle. Viele Gemeinden wenden inzwischen Selbstjustiz an oder organisieren sich in lokalen Bürgerwehren.
Am 7. Juni werden in Mexiko 500 Abgeordnete auf Bundesebene sowie die Gouverneure und zahlreiche Bürgermeister gewählt. Auch bei dieser Wahl wird der andauernde Drogenkrieg eine entscheidende Rolle spielen.
Der Film von Israel Hernández Díaz und Elke Sasse entstand in Kooperation mit den Berlin Producers und zeigt eindrücklich die Auswirkungen des Drogenkrieges auf die Menschen in Mexiko.
Mehr VIDEOTAGEBÜCHER gibt´s hier.
Zum Schwerpunkt “Gewalt in Mexiko” zeigt dbate.de:
– SKYPE-TALK: Vor Wahl in Mexiko: “Kandidaten wurden umgebracht”
– FLASH: Dia de los Muertos – Ehre den Toten
– FLASH: Mexikanischer Gangsta-Rap
Veröffentlicht am: 04.06.2015 in Doku
Related Content
Ein Jahr im Stillstand. Ein Jahr Corona.
Das Videotagebuch „Ein Jahr im Stillstand. Ein Jahr Corona.“ zeigt die persönlichen Eindrücke, Gefühle und Gedanken verschiedener Personen im Frühjahr 2020.
ARTE Re: Konflikt unterm Kreuz - Reformdruck in der katholischen Kirche
Was ist schlimm daran, wenn eine Frau Brot und Wein austeilt, Ehen segnet, Kinder tauft? Frauen fordern von der katholischen Kirche Zugang zu geweihten Ämtern.
Unruhen in Uganda - Meine Hoffnung auf mehr Demokratie (Web-Doku)
Seit mehr als drei Jahrzehnten regiert Yoweri Museveni das ostafrikanische Land Uganda. Bei der diesjährigen Wahl fordert ihn Musiker Bobi Wine heraus.
Mit dem Van im Lockdown (Web-Doku)
Corona hält die Welt fest im Griff. Das mussten auch die zwei Globetrotter Patricia Bezzola und Stefan Linder erfahren., die aktuell in Argentinien festsitzen.
Wie tickt Ricarda Lang? - Ein Kurzporträt
Seit einem Jahr ist Ricarda Lang die stellvertretende Bundesvorsitzende und frauenpolitische Sprecherin der Grünen. Jetzt strebt die 26-jährige Schwäbin das nächste Amt an: Sie kandidiert für die Bundestagswahl 2021. Der Filmemacher Carl Exner hat die junge und ambitionierte Politikerin einen Tag im Berliner Sommer begleitet.
Meine Kunst für Trump (Web-Doku)
Jeff Sonksen hat seine Garage in ein Malstudio umgewandelt und entwirft dort Holzaufsteller von Politikern in Echtgröße. Sein Lieblingsmotiv: Donald Trump.
Mehr Videos aus dem Bereich Doku
Wer war Agent Werner Mauss? (Doku)
Werner Mauss, der lange als Agent für den Verfassungsschutz und den BND gearbeitet hat, muss sich wegen Steuerhinterziehung vor Gericht verantworten. Über 15 Millionen Euro soll der "deutsche James Bond" laut Anklage hinterzogen haben. Mauss weist alle Vorwürfte zurück.
Mein Leben im All 3/4
"Space Oddity" machte ihn berühmt. Chris Hadfield sang das Lied von David Bowie im Weltall. Doch der Astronaut hat viel mehr zu erzählen. Ein kosmischer Trip. Teil 3: Ein Lied geht um die Welt.
Mit dem Selfie-Stick durch Südostasien: Vietnam
Hautnah, ungeschönt, ehrlich: Die Hamburger Studentinnen Kyra Funk und Anni Brück reisen zwei Monate lang mit ihrem Rucksack durch Thailand, Kambodscha, Vietnam und Laos. Immer mit dabei: der Selfie-Stick, mit dem die beiden ihre Reise dokumentieren. In jedem Land stellen die Zwei sich dabei einer selbst auferlegten Herausforderung. Teil 3: Good morning Vietnam!
Meine Revolution 2/4
Ein Jahr nach dem blutigen Höhepunkt des Maidan-Aufstandes blickt die Welt auf den Aufstand in Kiew zurück. Wie bewerten die Ukrainer die Ereignisse heute? Teil 2 von 4.
Luke – Deutscher Aussteiger in Kanada
Luke ist am liebsten allein, möglichst weit ab von der Zivilisation. 1997 kauft er sich ein 17 ha großes Waldgrundstück in der kanadischen Wildnis und baut mit einfachsten Mitteln ein ausgeklügeltes Blockhaus. Im Winter arbeitet Luke in Deutschland im Schichtdienst als Altenpfleger und spart möglichst viel Geld. Im Sommer lebt er dann jedes Jahr etwa 4-5 Monate alleine, ohne Telefon, Internet, Computer, Radio/TV.
Mein Shitstorm - Das Revenge Porn Opfer
Das Revenge Porn Opfer: Nach der Trennung von ihrem Freund findet Annmarie Chiarini Nacktfotos von sich im Netz. Sie kann nichts dagegen tun, auch weil Polizei und Justiz ihr nicht helfen. Sie wird zur Aktivistin und fordert neue Gesetze.