Doku Digital Diary - Mein Krebstagebuch 2/4
Doku Digital Diary - Mein Krebstagebuch 2/4
“Sie haben Krebs!“ – viele, die diese Diagnose hören, suchen Rat bei Leidensgenossen; bei Menschen, die die Krankheit überwunden haben, oder bei denen, die immer noch kämpfen. Der Austausch von Erfahrungen kann die Einsamkeit überwinden, Mut machen. Die Dokumentation „Mein Krebstagebuch“ zeigt, wie schonungslos offen Krebspatienten über das Internet ihre eigene Geschichte erzählen. Der Film gibt einen sehr intimen Einblick in das Leben von Patienten, er zeigt ihren Leidensweg und den kämpferischen Umgang mit der Krankheit. Nahezu alle Aufnahmen wurden von den Krebspatienten selbst gemacht, teilweise per Handy in der Intensivstation. Teil 2: Therapie und Nebenwirkungen.
Natalie Agustin erhält mit 25 Jahren die Diagnose Brustkrebs – und schaltet nur wenige Minuten später die Kamera an. Eine Kampfansage. Chemotherapie, Haarausfall, Übelkeit und sogar die Entfernung ihrer Brust – Natalie nimmt alles auf. Martin Stolle ist 18 Jahre alt, als er an Leukämie erkrankt. Seine Videos bieten ihm die nötige Ablenkung im Isolationszimmer, auch eine Möglichkeit, mit der Familie zu kommunizieren. Anders bei Luise Ganschor. Sie hat sich für das Bloggen entschieden, als sie erfahren hat, dass ihr Krebs nicht heilbar ist. Sie möchte ihrer Familie und ihren Freunden Videos hinterlassen und ganz persönlich Abschied nehmen. Der erfolgreiche Bratschist Francis Norman erzählt eine ganz andere Geschichte. Vor zehn Jahren hat er seinen Krebs besiegt. Er ist überzeugt: Geholfen hat ihm die Musik und sein Hobby Segelfliegen. Vor kurzem dann ein Rückschlag: Sein bester Freund erhält die Diagnose Leberkrebs – gemeinsam machen sie sich auf eine letzte Reise nach Afrika.
Sieben Krebspatienten aus Deutschland und Nordamerika nehmen uns mit auf ihren Weg – von der Diagnose, der ersten Therapie, von Rückschlägen sowie Hoffnungsschimmern, bis hin zur Heilung – oder dem Abschied.
Um Teil 1/4 „Diagnose Krebs“ zu sehen, hier kicken.
Hier geht’s zu den Bloggern aus dem Film:
Luise – auf Facebook Chemoelefant Klopsi und Recover your Smile
Benjamin – auf Facebook Cancelling Cancer
Martin Stolle – auf YouTube oder Facebook
Nalie Agustin – auf YouTube oder direkt zu ihrem Blog
Talia Castellano – auf YouTube oder Facebook
Website von Francis Norman
Veröffentlicht am: 27.09.2015 in Doku
Related Content
Ein Jahr im Stillstand. Ein Jahr Corona.
Das Videotagebuch „Ein Jahr im Stillstand. Ein Jahr Corona.“ zeigt die persönlichen Eindrücke, Gefühle und Gedanken verschiedener Personen im Frühjahr 2020.
ARTE Re: Konflikt unterm Kreuz - Reformdruck in der katholischen Kirche
Was ist schlimm daran, wenn eine Frau Brot und Wein austeilt, Ehen segnet, Kinder tauft? Frauen fordern von der katholischen Kirche Zugang zu geweihten Ämtern.
Unruhen in Uganda - Meine Hoffnung auf mehr Demokratie (Web-Doku)
Seit mehr als drei Jahrzehnten regiert Yoweri Museveni das ostafrikanische Land Uganda. Bei der diesjährigen Wahl fordert ihn Musiker Bobi Wine heraus.
Mit dem Van im Lockdown (Web-Doku)
Corona hält die Welt fest im Griff. Das mussten auch die zwei Globetrotter Patricia Bezzola und Stefan Linder erfahren., die aktuell in Argentinien festsitzen.
Wie tickt Ricarda Lang? - Ein Kurzporträt
Seit einem Jahr ist Ricarda Lang die stellvertretende Bundesvorsitzende und frauenpolitische Sprecherin der Grünen. Jetzt strebt die 26-jährige Schwäbin das nächste Amt an: Sie kandidiert für die Bundestagswahl 2021. Der Filmemacher Carl Exner hat die junge und ambitionierte Politikerin einen Tag im Berliner Sommer begleitet.
Meine Kunst für Trump (Web-Doku)
Jeff Sonksen hat seine Garage in ein Malstudio umgewandelt und entwirft dort Holzaufsteller von Politikern in Echtgröße. Sein Lieblingsmotiv: Donald Trump.
Mehr Videos aus dem Bereich Doku
Kuba 1959 - seltene Videos der Revolution
Als Fidel Castro, Che Guevara und die anderen Revolutionäre 1959 die Macht auf Kuba übernahmen, ließen sie sich stolz von Kameras begleiten. Die Aufnahmen lagern seitdem in kubanischen Archiven. dbate.de zeigt Ausschnitte.
Meine Revolution 3/4 - Das Imperium schlägt zurück
Ein Jahr nach dem blutigen Höhepunkt des Maidan-Aufstandes blickt die Welt auf den Aufstand in Kiew zurück. Wie bewerten die Ukrainer die Ereignisse heute? Teil 3 von 4.
Mein 1945 - Teil 4: Neubeginn
Ein Soldat als Schutzengel, das erste Radio-Interview einer Holocaust-Überlebenden, eine Flucht über halb eingestürzte Brücken, der erste Schultag im zerstörten Hamburg – „Mein 1945“ erzählt in der Form eines Videotagebuches, wie Menschen aus Norddeutschland das Jahr 1945 erlebt haben: zwischen Chaos, Untergangsstimmung und Erleichterung.
Trailer: Digital Diary - Mein Körper und ich
YouTube ist die ideale Plattform ihrer Selbstdarstellung. Hier präsentieren viele Menschen ihren Körper einer kritischen Community. Acht deutsche Videoblogger erzählen von ihrem ganz persönlichen Körperbild zwischen Bodybuilding, Schlankheitswahn, Schönheitsoperationen und Tattookult. Sie alle verbindet der Wunsch nach Veränderung ihres Körpers.
Mein Gott – Glaube und Religion in Deutschland 2/3
Gott, Allah, Jahwe, Buddha, Ganesha - er hat viele Namen und Gesichter. Was viele Menschen vereint ist der Glaube an Gott - in welcher Form auch immer. Doch wie glaubt Deutschland wirklich? In der Bundesrepublik soll es mehr Christen als Nicht-Christen geben. So sind knapp zwei Drittel aller Deutschen Christen – auf dem Papier. Die zweitgrößte Religionsgemeinschaft bilden mit rund fünf Prozent die Muslime. Buddhisten, Hindus, Juden und alle anderen Religionen machen in Deutschland gerade mal einen Anteil von knapp einem Prozent aus. Soweit die offiziellen Zahlen. Im Film „Mein Gott – Glaube und Religion in Deutschland“ zeigen fünf Gläubige eindrücklich und nah, wie sie ihren Glauben verstehen, ihre Religion in Deutschland leben und welche Schwierigkeiten sie dabei haben. Sie sprechen offen über die Rolle der Frau, (Homo-)Sexualität oder darüber, was sie nach dem Tod erwartet.
Meine Flüchtlingshilfe - Videotagebuch aus Ungarn und Österreich
Maria Schütte ist seit Wochen im Einsatz. Erst am Keleti-Bahnhof in Budapest und schließlich im ungarischen Grenzort Röszke. Die Situation am Bahnhof war bereits eine humanitäre Katastrophe – aber die Zustände an der ungarisch-serbischen Grenze waren noch einmal deutlich schärfer. Die Medizin-Studentin schildert ihren 'neuen' Alltag zwischen Schusswunden und Tuberkulose: "Es ist eine Frage der Zeit, bis wir hier die ersten epidemischen Krankheiten haben". Die Wut bei Maria und ihren Kommilitonen ist groß – ebenso die Ratlosigkeit, wie es so weit kommen konnte. Wie gehen die jungen Helfer mit der Situation um?