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Artikel Neue Barbie mit Kopftuch: Richtiges Zeichen?
Artikel Neue Barbie mit Kopftuch: Richtiges Zeichen?
Die Plastikpuppe Barbie ist seit Jahrzehnten fester Bestandteil vieler Kinderzimmer. Immer wieder wurde die Barbie-Puppe, die in der Regel lange blonde Haare und einen unrealistischen Körperbau hat, für ihr Aussehen kritisiert. In Anlehnung an die muslimische, US-amerikanische Olympia-Teilnehmerin Ibtihaj Muhammad hat der Puppenhersteller Mattel jetzt eine Barbie mit Kopftuch präsentiert.
Thank you @Mattel for announcing me as the newest member of the @Barbie #Shero family! I’m proud to know that little girls everywhere can now play with a Barbie who chooses to wear hijab! This is a childhood dream come true #shero pic.twitter.com/py7nbtb2KD
— Ibtihaj Muhammad (@IbtihajMuhammad) 13. November 2017
Wie groß ist der Einfluss der berühmten Puppe auf das Frauenbild vieler Kleinkinder? Diese Frage wurde in den letzten Jahren immer wieder diskutiert. Barbie – und natürlich auch Ken – präsentieren ein Aussehen, dass es so in der Realität nur selten gibt. Lange blonde Haare, große Brüste und Wespentaille: So fand die weibliche Barbie-Puppe jahrezehntelang Einzug in Kinderzimmer. Zuletzt setzte bei Puppenhersteller Mattel aber offenbar ein Umdenken ein. So gibt es inzwischen Barbies verschiedenster Nationalität und Herkunft. Und auch die extremen Rundungen der Figur wurden etwas abgemildert. Jetzt folgt aber prompt die nächste Diskussion um das neuste Modell der Plastikpuppe: Eine Barbie mit Kopftuch. Ist das Kopftuch, das immer wieder als Symbol der unterdrückten Frau angeführt wird, wirklich das Richtige für die Spielkiste?
Trägt die Barbie das Kopftuch freiwillig?
Die neue Figur stellt die muslimische US-Sportlerin Ibtihaj Muhammad dar. Die Fechterin, die 2016 bei Olympia eine Bronzemedaille gewonnen hat, ist bei dem Wettbewerb mit Hijab angetreten. Auf Twitter schrieb die Sportlerin über die neue Barbie-Figur, sie sei stolz, dass kleine Mädchen überall nun mit einer Barbie spielen können, die sich entschieden hat, das Kopftuch zu tragen. Und es ist sehr wichtig, dass Muhammad in ihrem Tweet deutlich gemacht hat, dass sie das Kopftuch freiwillig trägt. Denn gegen die Kopftuch-Pflicht kämpfen aktuell viele mutige Frauen. Die bekannteste unter ihnen ist wohl die Iranerin Masih Alinejad, die mit verschiedenen Kampagnen gegen diesen Zwang vorgeht:
Twitter-Reaktionen auf die neue Barbie
Die neue Barbie-Puppe wird im Netz heftig kritisiert. Während manche darin einen wichtigen Vorstoß sehen, betrachten andere die beliebte Puppe als Verkörperung der unterdrückten Frau:
Lots of women CHOOSE to wear a hijab. Lots of women choose NOT to wear a hijab. Women’s rights in the Middle East have made leaps and bounds in the past few years, and while some are forced- a minuscule amount are. #EducateYourself
— Charlotte (@galaxyCharlotte) 14. November 2017
Teaching our girls oppression at a young age, so nice.
— Tony J (@stonyjbc) 14. November 2017
For every girl who wants to be a slave to men u mean. Terrible role model to all women.
— Pokerhanos (@pokerhanos) 13. November 2017
I can’t wait for my #shero to have a doll of her #shero. pic.twitter.com/1QBzyeVhvC
— Jason E Griffin (@jasonegriffin) 13. November 2017
Veröffentlicht am: 15.11.2017 in Artikel
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