Video Fußball und Gewalt - Wie ticken Ultras und Hooligans?
Video Fußball und Gewalt - Wie ticken Ultras und Hooligans?
Gewaltexzesse in den Stadien und Hooligan-Schlachten außerhalb der Stadien: die Fußball-EM 2016 in Frankreich ist von Gewalt überschattet. Bilder von russischen Hooligans, die englische Hooligans durch Marseille jagen, und Aufnahmen von Pyrotechnik und sogenannten „Polen-Böller“ bei der Begegnung Tschechien gegen Kroatien. Lange schien es, als seien die Hooligans verschwunden. Müssen wir uns jetzt also wieder an Gewalt im Fußball gewöhnen? Sportjournalist und Autor Ronny Blaschke erklärt, die vermeintlich neue Gewalt im Fußball und was Fans, Ultras und Hooligans unterscheidet.
„Die waren nie weg“ – Journalist Ronny Blaschke ist ein Kenner der internationalen Hooliganszene. Seit der Weltmeisterschaft 1998 in Frankreich, bei der deutsche Hooligans den französischen Polizisten Daniel Nivel halb tot prügelten, waren „Hools“ beinahe aus der Öffentlichkeit verschwunden. Knapp zwanzig Jahre haben sie sich ihre brutalen Kämpfe im Verborgenen – in Wäldern und auf Äckern – geliefert. Nun, so scheint es, sind sie wieder da. Kahlrasierte Männer schlagen sich vor den Augen der Weltöffentlichkeit blutig – in Teilen sogar bis ins Koma. „Insbesondere rechte Hooligans nutzen die veränderte Stimmung in der Gesellschaft“, so Blaschke. Die viel diskutierte Veranstaltung „HoGeSa“ (Hooligans gegen Salafismus) sei nur ein Beispiel von vielen.
Hooligans bringen mit ihren Aktionen die gesamte Fanszene in Verruf. Darunter leider vor allem friedliche Fans und die Ultras. Ultras sind begeisterte, in manchen Fällen sogar fanatische Anhänger ihres Fußball-Clubs. Mit aufwendigen Choreografien und bengalischen Feuern und Rauchbomben unterstützen sie ihren Verein. Das sportliche Abschneiden steht nicht im Vordergrund. „Pyrotechnik wird als Ausdruck von Kreativität gesehen“, so Blaschke über die in deutschen Stadien verbotenen Leuchtmittel, „Ultras berufen sich sehr stark auf Traditionen. Das Ursprungsland Italien gilt als Vorbild.“
In „Fußball und Gewalt – Wie ticken Ultras und Hooligans?“ erklärt Ronny Blaschke die Unterschiede zwischen Fans, Ultras und Hooligans und blickt mit Sorge auf rechte Gewalt um und in europäischen Fußballstadien.
Veröffentlicht am: 27.06.2016 in Video
Mehr Videos aus dem Bereich Video
Tariks Genderkrise: #StopBILDSexism
In Europas auflagenstärkster Tageszeitung ist das BILD-Girl eine feste Institution. Doch "StopBILDSexism" und dbate-STAR Tarik Tesfu sagen dem Sexismus in der BILD-Zeitung nun den Kampf an. Wieso? Die Antwort gibt´s im Video.
Proteste nach Brexit-Referendum: „We`re staying in“
Ist nach dem Brexit-Referendum vor dem Brexit-Referendum? Die Stimmen nach einer zweiten Abstimmung werden immer lauter. Vor allem junge Menschen gehen auf die Straße. Kommt das Erwachen zu spät?
G7-Demo in Garmisch-Patenkirchen
Tausende demonstrierten am 06.06.2015 gegen das G7-Treffen in Garmesch-Patenkirchen. Nur zehn Kilometer vom Schloss Elmau entfernt, wo das Gipfeltreffen der Großmächte stattfand, zogen die Protestierenden mit Plakaten und Bannern durch die Stadt.
Happy Birthday, Robert De Niro: Die besten Imitationen (Top 5)
Vom Mafioso bis zum mürrischen Schwiegervater: Robert De Niro zählt zu den Top-Schauspielern in Hollywood. Heute wird der New Yorker 75 Jahre alt. Zu seinen Ehren haben wir die besten und lustigsten Imitationen seiner Person zusammengestellt. Happy Birthday, Bob!
Die Iden des Merz: Ein Lobbyist als CDU-Chef? (probono Magazin)
Viele sehen in Friedrich Merz Merkels ärgsten Kritiker. probono TV sieht in ihm vor allem eins: einen Lobbyisten. Wäre er der richtige Mann, um die Volks- und Regierungspartei CDU wieder auf den Erfolgskurs zu lenken?
Charlottesville: Trump beschimpft die Medien – schon wieder!
Fake, Fake, Fake: Bei einer Rede vor Anhängern in Phoenix (US-Bundesstaat Arizona) hat US-Präsident Donald Trump die Medien wieder einmal scharf angegriffen. Anlass war die Berichterstattung über seine Äußerungen zur Eskalation in Charlottesville. Trumps Äußerungen waren von vielen Medien, aber auch von Politikern - sogar aus Reihen der Republikaner - heftig kritisiert wurden.