Artikel Simbabwe: Militär stellt Präsident Mugabe unter Hausarrest
Artikel Simbabwe: Militär stellt Präsident Mugabe unter Hausarrest
Als zahlreiche Panzer in Richtung Harare, der Hauptstadt von Simbabwe, rollen, glauben viele an einen Militärputsch gegen Präsident Robert Mugabe. Das Militär übernimmt die Kontrolle – ein Putsch soll es aber nicht sein. Augenzeugen dokumentieren die Situation in dem afrikanischen Land.
It’s OFFICIAL, there is a COUP currently underway in Harare, #ZIMBABWE. Mugabe on the brink pic.twitter.com/nEURGGGV6k
— Gomo Dubi (@GomoDubi) 14. November 2017
Mit den Worten „Es ist verrückt!“, kommentiert Augenzeuge Gomo Dubi die Militäraktion. Mehr als zehn Panzer sollen schon an ihm vorbei gefahren sein in Richtung Harere, der Hauptstadt von Simbabwe. Viele Bewohner berichten von Panzern, die das Parlament von Simbabwe blockieren. Soldaten halten offenbar Polizisten fest:
The Zimbabwe Army has detained Police Officers at Parliament Building. @peterndoro @harumutasa @BreakingF24 @SABCNewsOnline @eNCA @263Chat pic.twitter.com/Fzx8jonNGY
— Wellence Mujuru (@WellenceMujuru) 15. November 2017
Weitere Fotos zeigen außerdem, wie Mitarbeiter des Militärs Verkehrskontrollen durchführen und Autofahrer zum Umkehren auffordern:
Zimbabwe sifain parliament hifun. pic.twitter.com/6aORGidWU3
— Luke (@Lucasjalyl) 15. November 2017
Militär übernimmt vorübergehend Kontrolle in Simbabwe
Präsident Robert Mugabe soll sich in seinem Haus in Harare in Hausarrest befinden. Das Militär hat nach eigenen Angaben die Kontrolle in Simbabwe übernommen, streitet aber einen Putsch ab. Schon in der Nacht hatte es Augenzeugen zufolge zuvor laute Explosionen und Schüsse gegeben. In einer Live-Sendung beim lokalen Sender ZBS sagt ein Generalmajor des Militärs, dass das Ziel der Aktion kriminelle Leute im Umfeld von Mugabe seien. Sobald diese geschnappt sind, soll Mugabe wieder freigelassen und alles zur Normalität zurückkehren, verspricht der Major im TV.
Deutsche Staatsbürger werden vom Auswärtigen Amt in Berlin zu Vorsicht aufgerufen. Demnach sollten sie in Unterkünften bleiben, Menschenansammlungen meiden und die aktuelle Berichterstattung verfolgen.
Veröffentlicht am: 15.11.2017 in Artikel
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