Diskussion Überkultur: Wer oder was ist bitte "biodeutsch"?

Diskussion Überkultur: Wer oder was ist bitte "biodeutsch"?

„Biodeutsch“ noch so ein Begriff, der im deutschen Sprach-Äther herumgeistert und von dem eigentlich niemand genau sagen kann, wer das Wort in die Welt gesetzt hat. Doch was verbirgt sich hinter dem Begriff? Wer oder was ist biodeutsch und wenn ja, wie viele? Nilgün Akinci erklärt in ihrer aktuellen „Überkultur“-Videokolumne, warum es besser „Ethnisch-Deutsche“ heißen sollte.

Überkultur zur Frage: Was ist eigentlich „biodeutsch“?

Als Asienwissenschaftlerin – und Expertin interkulturellen Kommunikation – befasst sich Nilgün Akıncı in ihrem Videoblog ‚ÜberKultur‘ mit Themen wie Feminismus, Rassismus und Gentrifizierung. Dabei kommen Phänomene der internationalen Popkultur und ihrer Auswüchse nicht zu kurz. Wenn sie nicht gerade ihre Gedanken verfilmt, fotografiert sie, spielt Computerspiele und lebt mit ihrer hybriden Nerd-Familie in Berlin.

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Veröffentlicht am: 28.10.2016 in Diskussion

  • Ingo Beyerlein

    Die paar wenigen Quellen, die ich finde, weisen darauf hin, dass der Begriff aus der POC-Ecke kommt und von Menschen mit Migrationshintergrund eher benutzt wird, um sich humoristisch von den „Eingeborenen“ abzusetzen… Siehe z.B. http://de.pluspedia.org/wiki/Biodeutscher .
    Insofern drückt er nach meinem Erleben eher so etwas wie eine Anti-Diskriminierungs-Diskriminierung aus… mit Sätzen wie „Das kannste als Biodeutscher natürlich nicht verstehen.“
    Insofern hab ich da eigentlich gar nix dagegen… bzw. hoff ich, dass sich der Begriff so schnell wie möglich erledigt, weil dort wo weniger diskriminiert wird auch weniger dagegen-diskriminiert werden muss… 😉

  • Bernd Schneider

    Wenn
    die Sonne der Kultur tief steht, werfen selbst die Zwerge lange
    Schatten. Nun ja, da wir ja in unserem Land vorläufig noch die
    Meinungsfreiheit genießen dürfen, unser herzallerliebster
    Justizministerdarsteller arbeitet leider fleißig an der Gesinnungsdiktatur,
    muß man wohl die Profilneurosen selbsternannter Sprachpolizisten im
    Netz ertragen. Meine Hoffnung bleibt, je größer ihre Zahl und je lauter
    sie ihre „Bevölkerungspädagogik“ hinauskrähen, desto mehr wächst die
    Imunität der Mediennutzer gegen diese vorsätzliche Reizüberflutung der Gesinnungswächter.

    • Bernd Schneider

      Ergänzung: Übrigens, ich benutze weder die Zuschreibungen „biodeutsch“ noch „ethnodeutsch“. Für mich gibt es ganz einfach nur Deutsche. Das ist meiner Meinung nach allerdings nicht vom Paß abhängig. Man ist Deutscher, weil man sich als Teil des deutschen Volkes empfindet. Das schließt diejenigen aus, die die Staatsangehörigkeit aufgrund materieller Vorteile gewählt haben, aber auch die, die ihr eigenes Land und Volk hassen, obwohl sie hineingeboren wurden.

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