Video Schaulustige filmen Unfall auf dem Eis anstatt zu helfen

Video Schaulustige filmen Unfall auf dem Eis anstatt zu helfen

Kennt die Sensationslust keine Grenzen? Per Handykamera filmt ein Mann mehrere Menschen, die über den teils zugefrorenen Olympiasee in München spazieren. Die Eltern eines Kindes brechen im Eis ein und schreien um Hilfe. Der Gaffer und seine Freundin lachen und filmen weiter. 

Unglaubliches spielte sich letzten Freitag in München am Olympiasee ab. An einem  sonnigen Tag wandern mehrere Personen über die zugefrorene Oberfläche des kleinen Stadtsees. Zwei Schaulustige beobachten das Ganze, zücken die Kamera und  hoffen darauf, dass Personen ins Eis einbrechen.

„Meinst du, die krachen dort ein?“ – „Vielleicht, ich hoff’s. Haha!“

Dann passiert es: Die Mutter eines Kindes bricht ein, ihr Partner und das Kind eilen zur Hilfe. Dabei bricht auch der Vater ein. Das Kind versucht verzweifelt zu helfen, die Eltern rufen panisch um
Rettung.

Unfall auf dem Eis: Schadenfreude statt Hilfeleistung

„Hahaha, und ich hab’s drauf, ich hab’s drauf! Hörst du, wie sie schreien?“

Die beiden Zuschauer lachen und freuen sich, dass eingetreten ist, was sie vorausgesagt hatten. Voller Schadenfreude machen sie sich über die Betroffenen lustig, gehen aus Neugierde noch näher an den Unfallort, nicht um zu helfen.

Passivität von sogenannten Gaffern gilt als unterlassene Hilfeleistung. Sie wird juristisch verfolgt und kann mit bis zu einem Jahr Gefängnis bestraft werden. Seit Jahren kommt es regelmäßig zu Unfällen, die gefilmt werden ohne Hilfe zu leisten.

Veröffentlicht am: 12.01.2017 in Video

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