Video In der Kritik: Polizei stoppt Welcome to Hell-Demo

Video In der Kritik: Polizei stoppt Welcome to Hell-Demo

Kritik an der Polizei: Aufgrund von massiven Ausschreitungen wurde die autonome Anti-G20 Demonstration am Donnerstag von der Polizei gestoppt. Hunderte vermummte Personen hatten sich unter die Demonstranten gemischt. Daraufhin wurde die Demonstration schon um kurz nach 19:00 Uhr gestoppt – gerade mal nach 200 Metern. Dabei setzten Polizisten Wasserwerfer und Pfefferspray gegen die Demonstranten ein. Es gab meherer Verletzte auf beiden Seiten. Und eine anhaltende Diskussion, von welcher Seite die Eskalation ausging.

Bereits vor dem Beginn des G20-Gipfels gingen Gipfelgegner auf die Straßen Hamburgs und demonstrierten gegen das Treffen der Staats- und Regierungschefs. Zum G20-Gipfel sind über dreißig Demonstrationen angekündigt. Am Donnerstagvorabend sollte die Welcome to Hell-Demonstration stattfinden. Diese wurde jedoch kurz nach Beginn von der Polizei gestoppt. Zunächst hatte es am Nachmittag am Hamburger Fischmarkt, bevor der Demonstrationszug sich in Bewegung setzte, Kundgebungen und Musik gegeben. Die Demonstration sollte vom Fischmarkt über die Reeperbahn bis ungefähr 300 Meter an die Messehallen heran gehen. Dazu kam es jedoch nicht.

Polizei greift ein: keine Vermummung geduldet

Es hatten sich viele vermummte Personen des Schwarzen Blocks unter die Demonstranten gemischt, was die Polizei nicht duldete. Um die Demonstranten zurückzudrängen und den Schwarzen Block von den anderen Demosntranten zu trennen,  setzte die Polizei Wasserwerfer und Pfefferspray ein und prügelte sogar auf die schwarzgekleidete Gruppe von Demonstranten ein. Panisch flüchteten Demonstranten vor der Polizei. Um dem Angriff der Polizei entgehen zu können, versuchten sich viele Demonstranten mit Hilfe von anderen Menschen auf die Promenade zu retten. Flaschen und Steine flogen in die Menge, es gab Verletzte. Nun gibt es anhaltende Diskussionen darüber, wer die Eskalation zu verschulden hat: das harte Vorgehen der Polizei oder das aggressive Verhalten vereinzelter Demonstranten. Klar ist: die Wahrheit ist kompliziert.

 

 

 

Veröffentlicht am: 07.07.2017 in Video

  • Skeptic

    „Aufgrund von massiven Ausschreitungen wurde die autonome Anti-G20 Demonstration am Donnerstag von der Polizei gestoppt.“

    Das halte ich für eine grobe Falschdarstellung.
    Die „Welcome to Hell“-Demo und auch die Veranstaltung vor dem eigentlichen Umzug begann friedlich.
    Hier ein Bericht von Landeskorrespondent Axel Schröder vom Deutschlandfunk, welcher unmittelbar vor Ort war:

    […] Unser Landeskorrespondent Axel Schröder schildert das Geschehen auf der Kundgebung. Er sagte uns, er habe vorne gestanden, und die Demonstrationsleitung habe mit dem Schwarzen Block darüber verhandelt, dass die Teilnehmer sich wieder „entmummen“. Das sei auch geschehen. Allerdings hätten ihm Kollegen von Deutschlandfunk
    Kultur berichtet, dass es hinten im Zug zu dem Zeitpunkt noch Vermummte gab. Offenbar ging der Polizei dort das Entmummen nicht schnell genug, und die Beamten seien – so Schröder – dann mit Pfefferspray in die Menge hineingegangen, ohne dass von Seiten der Demonstranten vorher irgendwas passiert sei. Schröder fasst zusammen: „Nach den Schilderungen, die ich habe, ging die Gewalt von der Polizei aus. Und der Einsatz war unverhältnismäßig.“
    Schröder berichtet, er habe am eigenen Leibe erfahren, wie die Polizei mit einem „irren Tempo“ auch Unbeteiligte zur Seite geschoben habe. Er habe sich gerade in der Hafenstraße mit den Mauern an die Loveparade und die Katastrophe von Duisburg im Jahr 2010 erinnert gefühlt. Schröder betonte, man möge den Linken unterstellen, dass sie immer nach einem Anlass suchten, um sich mit der Polizei anzulegen. Diesen Anlass hätten sie heute aber „nicht wirklich“ geliefert. Ähnlich schildert das im übrigen auch der NDR. […]

    http://www.deutschlandfunk.de/g20-krawalle-in-hamburg.2852.de.html?dram%3Aarticle_id=390434

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