Interview "Müssen auf jede Überraschung gefasst sein" – Gerhard Spörl zu Donald Trump

Interview "Müssen auf jede Überraschung gefasst sein" – Gerhard Spörl zu Donald Trump

Trump takes it all, USA has to fall – der Republikaner Donald Trump hat die Wahl für sich entschieden. Der ehemalige Washington-Korrespondent und langjährige SPIEGEL-Autor Gerhard Spörl über den überraschenden Wahlausgang und die USA unter Präsident Trump.

Mit dem Wahlsieg von Donald Trump regiert in den USA nun ein umstrittener Unternehmer ohne politische Erfahrung, der mit rassistischen und sexistischen Äußerungen regelmäßig für Skandale sorgt. Für den SPIEGEL-Journalisten Gerhard Spörl ist der Wahlsieg weniger überraschend. Es handelt sich um eine Wahl gegen das Establishment und gegen die Regierung von Barack Obama.

Spörl hat Hillary Clinton eigentlich mehr zugetraut, denn „es war nie leichter einen republikanischen Kandidaten zu besiegen.“ Doch im Wahlkampf sei die Demokratin ihr Image der kühlen und korrupten Machtpolitikern nicht losgeworden. Die Niederlage sei, so Spörl, somit eine ganz klare Ablehnung ihrer Person.

„Hillary Clinton ist an ihrem Charakter gescheitert“ Gerhard Spörl zu Trumps Sieg

Wie werden die nächsten vier Jahre unter Donald Trump nun aussehen? Welche Einwanderungspolitik wird Trump verfolgen, wie werden die internationalen Beziehungen aussehen, wie wird sich Trump zum Syrienkrieg verhalten? „Trump bleibt Trump. Wir müssen auf jede Überraschung gefasst sein.“, so Spörl.

Rechtspopulisten wie Nigel Farage und Marie Le Pen haben Trump via Twitter schon gratuliert. Sie fühlen sich in ihrem politischen Kurs bestätigt. Mit welchen Konsequenzen für Europa?

Veröffentlicht am: 09.11.2016 in Interview

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