Interview "Ich trage doch keinen Sprengstoffgürtel" - Michel Abdollahi

Interview "Ich trage doch keinen Sprengstoffgürtel" - Michel Abdollahi

Eines hat Michel Abdollahi ganz sicher nicht: Berührungsängste. Kaltschnäuzig, frech und immer mit einer Prise Humor macht der NDR-Journalist seinen Job. Und den macht er offensichtlich gut. Für seine viel beachtete Reportage „Im Nazidorf“ aus dem mecklemburgischen Jamel und für seine provokanten Straßenumfragen („Ich bin Muslim. Was wollen Sie mir sagen?“) ist Abdollahi 2015 mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet worden. Wir haben mit ihm über den Islam, Dialog mit Nazis und fehlende Haltung von Journalisten gesprochen.

Michel Abdollahi ist als Außenreporter für das NDR-Kulturjournal unterwegs. Seine Ziele? Nichts weniger als: mit Vorurteilen aufräumen, junge Menschen für Journalismus begeistern oder durch provokante Schilder mit kritischen Menschen in Dialog treten. „Du stellst Dich mit einem Schild hin und machst nichts, gar nichts. Und dann kommen Menschen auf Dich zu.“ Funktioniert so also der „neue, bürgernahe Journalismus“? Und was macht Abdollahi besser als seine Kollegen? „Gar nichts“, sagt er selbst, „Ich glaube, das ist einfach eine Typfrage. Es gehört immer etwas Glück dazu, ob die Leute einen mögen oder nicht.“ Im Interview mit Hendrik Holdmann spricht Abdollahi, der selbst persischer Abstammung ist, außerdem über die Kulturpolitik der AfD, eigene Sympathien für Rechte und Hetzer auf Facebook.

Veröffentlicht am: 28.04.2016 in Interview

  • „Weil er dort sitzt, und sich nicht in die Luft sprengt, findet er den Islam positiv. Völlig sinnlose Aussage.“ – am 29.04.2016 von „Peter Jackson“ auf YouTube gepostet.

  • „Michel Abdollahi ist ein guter Journalist, was in Zeiten bewusster Falschinformation und Meinungsmache durch die Systemmedien schon was heißen will. Aber in einem Punkt irrt er: Der Islam ist alles andere als positiv. Er ist vielmehr eine gefährliche totalitäre Ideologie.“ – am 29.04.2016 von „frankie28web“ auf YouTube gepostet.

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