Artikel Dresden: Bürger pöbeln gegen Syrien-Mahnmal

Artikel Dresden: Bürger pöbeln gegen Syrien-Mahnmal

Ein Mahnmal gebaut aus ausrangierten Bussen sorgt in Dresden aktuell für Empörung und Pöbeleien. Am 6. Februar 2017 sind vor der Dresdener Frauenkirche drei ausgediente Linienbusse hochkant aufgestellt worden. Sie stellen ein Mahnmal für den Krieg in Syrien dar und sollen für Frieden werben. Doch, wie dieses Video zeigt, gefällt das vielen Dresdnern gar nicht.

Buh-Rufe, Beleidigungen und sogar Drohungen: Der stellvertretende Ministerpräsident Sachsens Martin Dulig (SPD) versucht mit aufgebrachten Dresdnern über die Installation „Monument“ auf dem Neumarkt vor der Frauenkirche zu sprechen. Der Grund für die Proteste: Drei defekte Busse ragen mitten auf dem Platz gen Himmel. Laut dem Künstler Manaf Halbouni sollen sie für den Krieg in Syrien stehen und für Frieden werben. Die Vorlage für das Mahnmal stammt aus Aleppo. Dort hatte ein Bild aus dem März 2015 die Welt bewegt: syrische Zivilisten hatten zum Schutz vor feindlichen Angriffen eine Mauer aus alten Bussen gebaut.

Dresden: Proteste gegen Mahmal für Syrien-Krieg

Mit seinem Projekt will der halb-syrische Künstler Manaf Halbouni daran erinnern, wie gut es uns in Deutschland geht. Und er will auch daran erinnern, wie hart die Dresdner nach dem Zweiten Weltkrieg für den Wiederaufbau der Stadt gearbeitet haben. Doch einige Bewohner scheinen die Beweggründe für das Kunstwerk herzlich egal zu sein. Sie schreien laut „Hau ab!“, beleidigen anwesende Politiker und Redner oder buhen einfach laut. Es kam sogar zu leichten Auseinandersetzungen mit der Polizei.

Der YouTube-Kanal „Pegida in Dresden – Die Dokumentation“ zeigt dazu dieses Video:

 

 

 

 

Veröffentlicht am: 08.02.2017 in Artikel

  • Dresdner 55

    Öfters liest man in Kommentaren, dass es vor allem die Dresdner Bürger im Alter um die 60 Jahre herum sind, die (zurecht) gegen Dinge protestieren, die der Bevölkerung gegen ihren Willen aufgedrückt werden. Das ist aber nicht verwunderlich. Ist es doch gerade diese Generation, deren Lebensläufe durch das jetzt herrschende System gebrochen wurden. Viele wurden vom ersten Arbeitsmarkt ausgeschlossen, gute Facharbeiter mussten sich mit Minijobs und Mindestlohn durchschlagen. Sollen diese Menschen es bejubeln, wenn jetzt wieder über sie hinweg entschieden wird? Zum Glück haben wir jetzt eine Partei, die da einiges ändern könnte.

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